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Freitag, 120 Tage clean – und das erste "Arbeit‑After‑Work" ohne Koks
Moin zusammen, ich sitz hier auf meinem Balkon, die Sonne geht langsam runter und ich hör aus der Ferne das Lachen von ein paar Leuten im Biergarten unten. Heute ist Freitag, das Wochenende klopft an und ich fühl mich irgendwie zwischen Vorfreude und diesem leisen Ziehen im Magen, das ich immer dann krieg, wenn ich an die alten Bar‑Nights denke.
Seit 120 Tage hab ich keinen Koks mehr – das klingt jetzt vielleicht wie ’ne kleine Zahl, aber für mich ist das ein ganzes Stück Leben. Die stationäre Therapie war hart, das Herz hat mir klar gesagt, das ich nicht weiter so weitermachen kann. Seit ein paar Wochen hab ich wieder einen Job am Tresen, aber jetzt ohne den „Boost“, den ich früher immer gebraucht hab. Und plötzlich heißt das Wort „After‑Work“ nicht mehr „Koks‑Runde“, sondern eher „Kaffee mit nem Kollegen“ oder – ja, ich weiß, das klingt jetzt fast zu brav – ein kurzer Spaziergang im Park.
Was mich gerade beschäftigt, ist die Einladung zu ner kleinen After‑Work‑Party im Büro. Ein Kollege hat nen \"Cocktail‑Abend\" vorgeschlagen und ich spür sofort das alte Grinsen, das ich früher im Kopf hatte, wenn ich das Wort „Funktionsdroge\" hörte. Ich will nicht absurd wirken, aber ich habe Angst, dass ich wieder in die alte Falle tappe, nur weil das Umfeld so lockert und das Licht jetzt anders leuchtet.
Wie geht ihr mit solchen „normalen“ Social‑Events um, wenn ihr vorher immer das Koks‑Ritual als Anker hattet? Gibt’s Tricks, um den Druck zu fühlen, ohne sofort das Verlangen zu spüren? Ich bin echt gespannt, ob jemand von euch ähnliche Situationen hatte und was ihr dann gemacht habt. 🙏❤️
