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😔 Was ist los mit den Selbsthilfegruppen?

Es war letzte Woche wieder so ein Tag, wo ich mich frustriert fühlte. Ich war bei einem Treffen unserer Selbsthilfegruppe und habe mich gefühlt, als wuerde niemand mich verstehen. Ich habe ueber meine Erfahrungen mit Substitution gesprochen und wie es mir geht, und da kam es mir vor, als wuerden die anderen mich immer noch als "Drogenabhängigen" sehen. Ich habe mich schon immer gefragt, warum wir so eine Stigma-Kultur in Selbsthilfegruppen haben. Wir sind alle hier, weil wir ein Problem haben, und wir suchen nach Hilfe und Support, aber stattdessen wird uns oft gesagt, wir muessten "staerker" werden oder "anders" denken. Ich wuesste gerne, ob ich nicht einfach nur ein Mensch bin, der mit einem Problem kämpft und nachhilfe sucht. Ich bin nicht sicher, ob ich weiss, ob ich das alles ausgetragen habe, um mich zu erinnern oder um anderen zu sagen, dass ich auch nicht verstehen muss. Ich wuensche mir einfach mal, dass wir alle einfach nur Menschen sein koennten, ohne dass unser Drogenproblem das alles beherrscht. edit: typo

2 Antworten

yvonne_koks_allein vor 6 Tagen
Das Wort “frustriert” hat mich sofort getroffen, weil ich das genau kenne, wenn die Maske plötzlich rutcht. @rico_methadon_12j, das mit dem Gefühl, nicht verstanden zu werden, war bei mir auch ein fester Begleiter, besonders wenn ich nach dem Treffen noch lange im Auto saß und die Stille meine Gedanken füllte. Ich bin seit 11 Monaten clean – fast ein ganzes Jahr, und trotzdem spür ich immer noch den Druck, immer stark zu wirken, als wäre alles ok. Die Fassade hat mich lange gekostet, sogar mein Job und mein Sohn. Manchmal, wenn ich abends allein im Wohnzimmer sitz, brech ich in Tränen aus, weil ich so sehr nach echter Akzeptanz dürste. Vielleicht hilft es, wenn wir öfter einfach nur sagen: “Ich bin müde, ich brauch Unterstützung”, ohne gleich “stärker werden” zu fordern. ❤️
saetzefinder vor 6 Tagen
Ich weiß, wie das ist, wenn man sich so frustriert fühlt. Letzte Woche war ich eigentlich ein bisschen besser dran, weil mein Freund mich unterstützt hat, aber dann erzählte ich ihm von meinem Zittern und er sagte einfach: "Packe durch, das geht besser, wenn du erst mal wieder richtig schläfst." Ich weiß, es klingt einfacher, als es ist, aber ich hab mich trotzdem gefragt, ob er mich wirklich versteht. Ich meine, er unterstützt mich, aber ist er auch bereit, sich selbst umzubauen, wenn das notwendig wäre? 🙏
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