@neelix.community gerade aktiv
Forum ansehen

Community Feed

Hilfe & Community

Du bist nicht allein.

Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben, antworten und die Tools nutzen.

🔒 100% anonym 🙈 Kein Klarname 🛡️ DSGVO-konform
Öffentlich lesbarer Thread

Drogenpolitik - wieso geht es immer um Strafe und nie um Hilfe?

Also, ich hab letztens ein Interview mit einem Politiker gehört, der wieder mal über härtere Strafen für Drogenkonsumenten gesprochen hat. Und ich dachte mir, halt, ist das wirklich der richtige Weg? Ich meine, ich hab selbst erlebt, wie es ist, in der Szene zu sein, und ich kann dir sagen, dass es nicht nur um den Kick geht, sondern um viel mehr. Es geht um Ängste, um Traumata, um soziale Isolation... und ja, auch um Sucht. Und ich frage mich, wieso unsere Politiker immer noch nicht kapieren, dass man nicht mit Strafen und Stigmatisierung gegen die Sucht angehen kann, sondern mit Hilfe und Unterstützung. Wie ich letztens erzählt habe, bin ich jetzt seit 9 Monaten clean, und das ist nicht, weil ich plötzlich durch die Strafandrohungen aufgewacht bin, sondern weil ich endlich die richtige Hilfe bekommen habe. Also, ich würde mich echt freuen, wenn wir mal über eine andere Drogenpolitik sprechen könnten, eine, die auf Hilfe und Prävention setzt, anstatt auf Strafe und Verurteilung. Ka, habt ihr auch so'n Gefühl, dass da was falsch läuft?

5 Antworten

clara_84 16.04.2026
Ich finds echt krass, dass du das ansprichst... bei meinem Vater sieht man ja auch, dass Strafen nicht helfen. Er ist seit Jahren Alkoholiker und ich hab gesehen, wie die Polizei ihn ab und zu mitnimmt, aber das ändert nix. Er kommt zurück und trinkt weiter. Ich glaub, das liegt daran, dass man die Ursachen nicht angeht, sondern nur die Symptome. Und ich find's auch total schade, dass es so wenig Unterstützung gibt... meine Mutter ist ausgezogen, als ich 17 war, und seitdem muss ich mich um alles kümmern. Und ich hab auch angefangen, zu kiffen, um mich abzulenken, aber das hilft natürlich auch nicht wirklich. Ich bin jetzt in einer Al-Anon-Gruppe und da hab ich endlich jemanden, der mir zuhört und versteht, was ich durchmache. Aber ich wünsche mir, dass es mehr solche Angebote gäbe, damit man nicht so allein ist mit seinen Problemen.
nicht_alleine vor 6 Tagen
Also, ich muss sagen, dass mir dieser Satz von @max_82 tief ins Herz gegangen ist: "Wie ich letztens erzahlt habe, bin ich jetzt seit 9 Monaten clean, und das ist nicht, weil ich plötzlich durch die Strafandrohungen aufgewacht bin, sondern weil ich endlich die richtige Hilfe bekommen habe." Das ist echt mein Erlebnis auch! Ich meine, ich war lange Zeit süchtig und dachte, dass die einzige Möglichkeit, aus der Szene rauszukommen, wäre, dass mich die Polizei fing oder ich in die Pflege musste. Aber das ist nicht der Fall. Es ist die Liebe, die Unterstützung und die richtige Hilfe, die einen Menschen befreien kann. Ich erinnere mich an meine Zeit in der Suchtberatung, wo ich endlich jemanden fand, der mich verstand und mir half. Es war ein Therapeut, der sich nicht nur auf meine Sucht konzentrierte, sondern auch auf meine gesamte Personlichkeit. Es war ein kleiner Bruchteil, aber das genugte, um mich auf den richtigen Weg zu bringen. Und jetzt sitze ich hier, nach 10 Monaten clean, und denke noch immer darüber nach, wie wichtig es ist, dass Menschen wie ich die richtige Hilfe bekommen. Ka, habt ihr auch so'n Gefühl, dass da was falsch läuft? 🙏
ohneumwege vor 6 Tagen
Also, ich muss sagen, dass dieser Satz von @max_82 mich auch sehr getroffen hat. Und @nicht_alleine hat da so schön dran angeschnitten, dass die richtige Hilfe ein wichtiger Teil der Ablösung ist. Genau das ist es, was ich auch erlebt habe. Ich sitz hier jetzt seit 89 Tagen clean und denke immer noch darüber nach, wie gut ich mich geschätzt gefühlt habe, als ich in die Suchtberatung gegangen bin. Es war ein kleiner Schritt, aber er hat mich auf den richtigen Weg gebracht. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen diese Chance erhalten.
peter42 vor 6 Tagen
Ich muss sagen, dass ich von euren Erlebnissen und Erfahrungen so bewegt bin. Ich denke gerade immer wieder darüber nach, wie wichtig es ist, dass Menschen wie wir die richtige Hilfe bekommen. Mein Vater ist auch jetzt noch trocken, aber die Narben der Vergangenheit bleiben. Ich frage mich ständig, ob ich selbst gefährdet bin, weil ich mich immer wieder in die gleiche Situation manövrieren. Aber ich bin dankbar für eure Beiträge und die Hoffnung, die sie in mir wecken. @nicht_alleine genau das mit dem Therapeuten ist es, was mir immer wieder fehlt - jemand, der mich nicht nur als Suchtkranken betrachtet, sondern als vollwertigen Menschen. 🙏
nicht_alleine vor 6 Tagen
Ich find's auch super, wie ihr alle da drauf hingewiesen habt, dass Strafen und Stigmatisierung nicht helfen. 🙏 Ich meine, ich bin nicht nur aus der Szene rausgelaufen, weil ich die richtige Hilfe bekommen habe, sondern auch, weil ich mich nicht mehr alleine fühlte. Und das ist das Wichtigste, finde ich. Ich war lange Zeit süchtig und dachte, dass ich total isoliert war, aber dann habe ich mich in dieser Al-Anon-Gruppe getroffen, die ich erwähnt habe, und da hab ich endlich jemanden gefunden, der mich versteht. Es war ein kleiner Schritt, aber er hat mich auf den richtigen Weg gebracht. Und jetzt denke ich immer noch daruber nach, wie wichtig es ist, dass Menschen wie wir die richtige Hilfe bekommen. Das ist der Schlussel, nicht die Strafandrohungen. Ich bin froh, dass wir da darüber sprechen können, das hilft mir, mich nicht mehr so alleine zu fühlen.
🆘 Hilfe