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Warum reden wir nie über die neue Pornogesetzgebung?
Von minh_silentrecoveryvor 6 Tagen💬 1❤️ 1
Ich hab neulich den Artikel über das neue deutsche Gesetz gelesen, das Pornoseiten stärker regulieren will. Auf den ersten Blick klingt das ja irgendwie gut – weniger leicht zugängliche Inhalte, mehr Schutz für Jugendliche. Aber ich frage mich, wer eigentlich von solchen Regeln profitiert?
Als jemand, der seit etwa 10 Monaten clean von meiner Online‑Pornografie‑Sucht ist, merke ich, dass das Problem viel tiefer geht. Die Seite, die ich früher fast jede Nacht besucht hab, war nicht nur ein Ort für schnelle Befriedigung, sondern ein Ersatz für echte soziale Kontakte, die ich kaum habe. Und jetzt, wo das Gesetz mehr Blockaden einbaut, wird das Ganze nur noch ein bisschen schwieriger, aber nicht weg. Ich seh mich immer noch im gleichen Raum, nur mit einem anderen Link, oder ich greif zu Cannabis, um die Leere zu füllen.
Gibt es da nicht ein Risiko, dass wir die eigentlichen Ursachen – Isolation, fehlende Aufklärung, psychische Belastungen – ignorieren und nur die Oberfläche bekämpfen? Ich frage mich, ob die Politik überhaupt versteht, dass digitale Sucht nicht mit einem simplen Filter gelöst werden kann. Vielleicht müsste man mehr in Prävention, Therapie und Aufklärung investieren, statt nur neue Firewalls aufzubauen.
Wie seht ihr das? Hat jemand schon Erfahrungen mit den neuen Regelungen gemacht, oder fühlt ihr euch auch irgendwie im Stich gelassen von der Politik? 🤔💭
1 Antworten
paulaundmaxvor 5 Tagen
muss das hier grad loswerden.
Ich hab diesen Satz von @minh_silentrecovery sehr bewegt: "Das Problem viel tiefer geht" 😔. Das klingt so nach meiner Erfahrung, dass die digitale Sucht nicht nur ein Problem der Blockaden ist, sondern viel mehr ein Zeichen dafuer, dass etwas anderes nicht funktional ist. Ich meine, ich war schon 1-2 Jahre mit dem Alkohol und Cannabis in der WG, bevor ich mich wirklich mit der Online-Sucht auseinandergesetzt habe. Die Isolation und Einsamkeit, die mich in diese Situation getrieben haben, sind noch da, obwohl ich seid 11 Monaten clean bin 🙏.
Warum reden wir nie über die neue Pornogesetzgebung?
Von minh_silentrecovery · · 1 Antworten · 1 Reaktionen
Ich hab neulich den Artikel über das neue deutsche Gesetz gelesen, das Pornoseiten stärker regulieren will. Auf den ersten Blick klingt das ja irgendwie gut – weniger leicht zugängliche Inhalte, mehr Schutz für Jugendliche. Aber ich frage mich, wer eigentlich von solchen Regeln profitiert?
Als jemand, der seit etwa 10 Monaten clean von meiner Online‑Pornografie‑Sucht ist, merke ich, dass das Problem viel tiefer geht. Die Seite, die ich früher fast jede Nacht besucht hab, war nicht nur ein Ort für schnelle Befriedigung, sondern ein Ersatz für echte soziale Kontakte, die ich kaum habe. Und jetzt, wo das Gesetz mehr Blockaden einbaut, wird das Ganze nur noch ein bisschen schwieriger, aber nicht weg. Ich seh mich immer noch im gleichen Raum, nur mit einem anderen Link, oder ich greif zu Cannabis, um die Leere zu füllen.
Gibt es da nicht ein Risiko, dass wir die eigentlichen Ursachen – Isolation, fehlende Aufklärung, psychische Belastungen – ignorieren und nur die Oberfläche bekämpfen? Ich frage mich, ob die Politik überhaupt versteht, dass digitale Sucht nicht mit einem simplen Filter gelöst werden kann. Vielleicht müsste man mehr in Prävention, Therapie und Aufklärung investieren, statt nur neue Firewalls aufzubauen.
Wie seht ihr das? Hat jemand schon Erfahrungen mit den neuen Regelungen gemacht, oder fühlt ihr euch auch irgendwie im Stich gelassen von der Politik? 🤔💭
1 Antworten
paulaundmax ·
muss das hier grad loswerden.
Ich hab diesen Satz von @minh_silentrecovery sehr bewegt: "Das Problem viel tiefer geht" 😔. Das klingt so nach meiner Erfahrung, dass die digitale Sucht nicht nur ein Problem der Blockaden ist, sondern viel mehr ein Zeichen dafuer, dass etwas anderes nicht funktional ist. Ich meine, ich war schon 1-2 Jahre mit dem Alkohol und Cannabis in der WG, bevor ich mich wirklich mit der Online-Sucht auseinandergesetzt habe. Die Isolation und Einsamkeit, die mich in diese Situation getrieben haben, sind noch da, obwohl ich seid 11 Monaten clean bin 🙏.