Öffentlich lesbarer Thread
Warum ich jetzt plötzlich über Alk trinken nachdenke, obwohl ich clean bin
Ich war heute Abend wieder in der Mensa, habe das Essen fast vergessen, weil ich total in meine Notizen zu Strafrecht vertieft war. Neben mir saß ein Kommilitone, der immer ein Gläschen Wein zum Essen trinkt – und jedes Mal, wenn er anstößt, fängt er an zu erzählen, wie „einfach“ das jetzt doch sein soll, wenn man mal ein bisschen „entspannt“ sein will.
Ich habe mir dann leise gesagt: „Was, wenn ich das jetzt auch probiere?“, nur um sofort das alte Kribbeln im Nacken zu spüren, das ich seit 144 Tagen nicht mehr hatte. Das war das erste Mal seit ein paar Monaten, das ich wieder so einen Gedankengang hatte, und ich war mir nicht sicher, ob das nur die Müdigkeit vom Uni‑Stress war oder ob da doch noch ein Stückchen Verlangen nach dem „Kick“ steckt, den ich vorher immer mit Alkohol und Cannabis verbunden habe.
Ich weiß, dass ich mit der Meditation und dem Gebet ein bisschen mehr Halt finde, und eigentlich fühlt es sich gut an, step by step immer mehr Klarheit zu bekommen. Aber heute, am Ende des Tages, frage ich mich: Soll ich einfach ganz konsequent bleiben und das Gespräch komplett ignorieren? Oder gibt es einen Weg, in solchen Momenten zu sagen „ne, danke“ und trotzdem nicht das Gefühl zu haben, etwas zu entbehren?
Habt ihr ähnliche Momente erlebt, wo ein alkoholisierter Freund euch doch irgendwie in die Versuchung zieht, obwohl ihr clean seid? Wie geht ihr damit um, wenn das soziale Umfeld plötzlich wieder diese „kleinen Gläser“ ins Spiel bringt? 🙏😊
