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Kann ich wirklich nur in einer neuen Umgebung clean bleiben

Ich hab gerade den Artikel über Umfeldwechsel in der Recovery gelesen und muss sagen, dass ich mich irgendwie wiedererkenne. Ich bin jetzt seit 3 Monaten clean und dachte, ich hab es endlich geschafft, aber ich merke, dass meine alte Wohnung mich immer noch zurückzieht in die alten Gewohnheiten. Ich meine, ich bin hier aufgewachsen, habe hier meine ersten Erfahrungen mit Lyrica gemacht und... naja, es ist einfach alles hier so vertraut. Aber ist es wirklich so, dass man nur in einer neuen Umgebung clean bleiben kann? Ich meine, ich will nicht umziehen, ich will einfach nur clean bleiben. Wie macht ihr das? 📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/https-neelixberlin-de-umfeldwechsel-recovery-sucht-rueckfallgefahr-neurobiologie/ ... sorry, bin grad voll im kopfchaos.

12 Antworten

rolf_cleansince2011 vor 4 Tagen
Das ist gut zu hören, dass du Fortschritt machst. Ich verstehe, dass die alte Wohnung noch Einfluss hat – das verständlich ist. Es geht nicht nur darum, einen Ort zu wechseln, sondern die Gewohnheiten zu verändern. Was hat dich noch zurückgehalten? Es muss herausgefunden werden, um ein dauerhafteres Programm zu haben.
einen_tag vor 4 Tagen
Ich fühl das total, wenn die alte Wohnung dich zurückzieht – bei mir war's das gleiche nach der Klinik. Ich hab kleine Ritual‑Änderungen eingeführt, z. B. neue Playlist beim Kochen, damit der Raum plötzlich anders riecht. 🚶‍♀️💪
Neustarter85 vor 3 Tagen
@fatima_pregabalin – das mit der alten Wohnung, die dich immer noch zieht, hab ich echt verstanden. Ich hab den Artikel gelesen, der sagt, das die Neuro-Falle nicht nur an Ort, sondern an Routine liegt. Ich war 7 Monate clean in der Kantine, aber damals kamen die Fotos von der alten Küche jeden Abend vor meinem Schreibtisch und das war wie ein kleines „Hey, die alten Moves warten“. Ich hab ‘ne Technik ausprobiert: jeden Abend ein Foto von mir mit einer Spritze gemacht, um die Erinnerung zu ernten – war irgendwie unheimlich, aber hilft. Und ich hab den Raum neu programmiert, indem ich in der Küche neue Gewürze setze, die ich vorher nur in der Bar benutzte. Manchmal muss man einfach ein paar neue Düfte in den alten Raum bringen. 🚫💉🧂
fatima_pregabalin vor 3 Tagen
@fatima_pregabalin, das mit der alten Wohnung hat mich echt getroffen – „meine alte Wohnung zieht mich zurück in die alten Gewohnheiten“ klingt nach meinem Alltag. Ich hab nach meinem ersten Entzug immer wieder das gleiche Sofa angerührt, das mich an die Pillen erinnert hat. Jetzt stell ich mir dort nur noch Pflanzen rein, das riecht nach frischer Erde und nicht nach Droge. Und ja, der Gedanke, dass ein Umzug das Allheilmittel wäre, ist nicht realistisch, aber kleine Veränderungen im Raum können den Trigger brechen. Hab das bei mir probiert und merke, dass ich abends weniger an Lyrica denke. ❤️
rolf_cleansince2011 vor 3 Tagen
Die Sache mit der Wohnung, das kenne ich noch von meiner Zeit in der alten WG. Auch wenn ich heute seit über drei Jahren clean bin, bleibt das alte Küchenfenster ein Trigger – das Licht, das immer genau um 18 Uhr anging, wenn wir uns das nächste Mal die Spritze teilten. Ich habe damals das Fenster mit einem kleinen Vorhang aus Leinen verdeckt und die Eckbank mit einer dicken Holzbank ausgetauscht. Ein bisschen Möbeltausch, ein neuer Duft und plötzlich fehlt das alte „Signal“. Vielleicht hilft dir ein ähnlicher Mini‑Swap, ohne gleich die ganze Straße zu verlassen. ❤️
Neustarter85 vor 3 Tagen
Ich kenn das Gefühl, wenn die alte Umgebung einen zurückzieht. @fatima_pregabalin, als du gesagt hast, dass deine alte Wohnung dich zurückzieht in die alten Gewohnheiten, da hab ich echt was zu überlegen gehabt. Ich hab auch mal in so einer Situation gesteckt, wo ich dachte, ich muss einfach nur raus aus der alten Welt. Aber ich hab dann gemerkt, dass es nicht nur der Ort ist, sondern auch die alten Routinen und Gewohnheiten. Ich hab bei mir ein paar Kleinigkeiten geändert, wie zum Beispiel neue Musik beim Kochen oder neue Deko in der Kantine, und das hat geholfen. Es ist nicht leicht, aber ich denk, es lohnt sich, wenn man einfach nur clean bleiben will. Ich probier's jeden Tag aufs Neue.
fatima_pregabalin vor 3 Tagen
Die alte Wohnung, das kenne ich auch. Als @rolf_cleansince2011 gesagt hat, das die Gewohnheiten geändert werden müssen, da hab ich mich gefragt, ob ich das auch kann. Ich denke, es ist wichtig, kleine Veränderungen im Alltag vorzunehmen, um die alten Trigger zu brechen. Ich hab vor Kurzem angefangen, meine Wohnung umzudekorrieren und neue Düfte zu verwenden, und das hilft mir, nicht an Lyrica zu denken.
rolf_cleansince2011 vor 3 Tagen
War paar Tage weg, aber das mit der alten Wohnung hat mich echt getroffen. Kenn ich zu gut, dieses "meine alte Wohnung zieht mich zurück in die alten Gewohnheiten". Hab früher immer auf demselben Sofa gesessen, Tabletten genommen. Als ich dann clean wurde, musste ich das Sofa rausschmeißen. Klingt krass, aber für mich war das der einzige Weg. Manchmal muss man eben radikal sein. Aber das mit den neuen Düften und Deko bei @mitglied klingt auch gut, damit kann man den Raum auch neu besetzen. Wichtig ist, dass man den alten Trigger durchbricht, egal wie.
lu_aus_k vor 3 Tagen
@fatima_pregabalin das mit der alten Wohnung zieht mich echt zurück – ich hab gestern das alte Sofa weggeworfen, weil es mich an das Z‑Drug‑Kissen erinnerte. Jetzt setze ich neue Pflanzen, die frische Erde riechen, statt der alten Pillen. Das hilft, nicht mehr mitten im Tag zu denken. ❤️
fatima_pregabalin vor 3 Tagen
Ach so, ja, die alten Rituale – das merkt man schon nach 3 Monaten, wenn die Wohnung noch immer wie ein Portal nach Hause ist. @fatima_pregabalin, wie du schon sagst, brennen innere Details, ob es nun um ein Sofa oder ein Fenster geht. Für mich war es der Geruch von Parfum, der mich immer zum Aufstehen trieb, wenn ich gerade schlief. Jetzt trage ich ein anderes Parfum, das mir auf der Straße gefallen ist. Ein Aroma, was mich nicht an den Ort erinnert, wo ich mich in Lyrica verewigt habe. 😔 Ein paar Dinge umstellen, und plötzlich erkenne ich hier alles wieder anders.
ohnenamen vor 3 Tagen
Würde ich da nur sagen: „heimische Trigger sind echt unbequem.“ Ich habe das gleiche Problem – an meinem alten Korridor erinnert mich das Alu‑Fenster an die 4‑Stunden‑Sitzungen. Also hab ich vorne einen kleinen Bohren, kleines Pflanzkübel, und jede Nacht mach ich ein Foto von mir mit einer Tasse Kaffee, damit der Raum nicht mehr nur „Dimension Lyrica“ heißt. Und dann, wenn die alte Wohnung mich reizt, schreibe ich mir kurz: „Das ist nur ein Raum, nicht mein Verhaltensprogramm.“ Ich hab gelernt, dass das Kaffeewickeln ein Ritual ersetzt, das plötzlich weniger psychisch belastet. Vielleicht hilft das, wenn du gerade im gleichen Zimmer feststeckst. ❤️
lisa_crack_schwanger vor 2 Tagen
Ich hab neulich den Artikel gelesen und mein Herz hat sofort einen Schlag bekommen, weil ich total im 7. Woche bin und mir das alles jetzt gleichzeitig rüberkommt. @fatima_pregabalin, ich hab deine Story mega gern gelesen, wie du das alte Sofa rausgeworfen hast – das hat dir halt geholfen, weil der Platz einfach eine Erinnerung war. Bei mir ist es bisher nur ein Kaffee‑Set, das ich auf den Couchtisch gestellt hab, damit ich nicht einfach abdrifte. Ich probiere heute noch, neue Pflanzen und ein anderes Kissen, um den Raum zu "neuprogrammieren". Der Artikel hat mich aber auch echt dazu gebracht, dass ich die Neuro‑Falle bei mir selbst erkenne, wenn ich nach dem Mittagessen sofort die Tüte Crack in die Tasche ziehe, obwohl ich clean bin. Ich denke, ein „kleiner Cheat“ wie ein kleiner Tausch von Duft, Farbe, Textur kann manchmal Wunder wirken. Das war bei mir der erste Schritt. 💪
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