Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben,
antworten und die Tools nutzen.
🔒 100% anonym🙈 Kein Klarname🛡️ DSGVO-konform
Öffentlich lesbarer Thread
So viel Angst, so wenig Plan – was soll ich jetzt tun
Von fuenfuhrmorgensvor 10 Std.💬 1❤️ 3
Ich hab's kurz gesagt: Ich hab meinen besten Freund beim Dealer erwischt. Ich weiß noch, wie die Kälte in der Gasse spürte, wie das Geld richtig knapp war, und wie die große Eile ihn an die Seite des kleinen Straßencafés getrieben hat. Und jetzt? Ich sitz in meinem Büro, die Taschenlampenlichtkanten auf dem Schreibtisch und überdacht. Meine Frau hat gestern Morgen „Wir reden muss“ gesagt, aber das Gespräch endet immer wieder im „Und warum kann dir keiner helfen?“. Ich hab das Gefühl, ich bin zwischen zwei Welten. zum einen Loyalität – mein Freund ist mein Sohn aus der Schulzeit, wir haben uns nie voneinander getrennt. zum anderen Verantwortung – er ist ein Abhängig von einem Zeug, das ihn zerstört, und die Vorstellung, dass ich einfach abwarten soll, macht mir Angst.
Ich hab nach den lokalen Aufnahmen in Hamburg gesucht, bin auf die ganze „Erwartung von der Politik“ gestoßen, aber das ist total theoretisch, keine Lösung für mein Problem.
Also meine Frage: Gibt es da jemanden, der im Alltag wirklich etwas konkret tut, um einen Freund oder einen Bruder zu retten, ohne ihn komplett zu verlieren? Ich will nicht neutral bleiben, aber ich will auch nicht, dass mein Freund in der Dunkelheit nur noch einen Schicht vom Hügel versteckt. Was passiert, wenn man entscheidet, den Kreis zu öffnen? Und wie viel ist man bereit, dafür zu opfern? Ich bin hypertensiv, und das kriegt mich ein kleines bisschen übel. Bitte helft, ich brauch ein bisschen Klarheit, bevor die Nacht wieder kommt.
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
1 Antworten
92annavor 8 Std.
Das mit der Angst, einfach abwarten zu sollen, kenn ich nur zu gut. Bei meinem Max war das genauso – irgendwann wusste ich Bescheid, aber was machst du? Ihn ansprechen und riskieren, dass er dichtmacht? Nichts tun und zusehen? Die Mitte finden ist echt schwer.
Was mir geholfen hat: nicht als Ankläger auftreten, sondern einfach da sein. Nicht mit "du musst aufhören" kommen, sondern mit "ich bin für dich da, wenn du reden willst". Klar klingt das nach wenig, aber mein Sohn hat mir irgendwann gesagt, dass именно das ihn überhaupt noch erreicht hat.
Bei deinem Freund – du kennst ihn besser als jeder Therapist. Die Frage ist, ob du den Spagat zwischen Loyalität und Verantwortung überhaupt allein schaffen musst. Hast du mal mit jemandem gesprochen, der das professionell macht? Nicht für ihn, sondern für dich, damit du nicht selber reingezogen wirst.
So viel Angst, so wenig Plan – was soll ich jetzt tun
Von fuenfuhrmorgens · · 1 Antworten · 3 Reaktionen
Ich hab's kurz gesagt: Ich hab meinen besten Freund beim Dealer erwischt. Ich weiß noch, wie die Kälte in der Gasse spürte, wie das Geld richtig knapp war, und wie die große Eile ihn an die Seite des kleinen Straßencafés getrieben hat. Und jetzt? Ich sitz in meinem Büro, die Taschenlampenlichtkanten auf dem Schreibtisch und überdacht. Meine Frau hat gestern Morgen „Wir reden muss“ gesagt, aber das Gespräch endet immer wieder im „Und warum kann dir keiner helfen?“. Ich hab das Gefühl, ich bin zwischen zwei Welten. zum einen Loyalität – mein Freund ist mein Sohn aus der Schulzeit, wir haben uns nie voneinander getrennt. zum anderen Verantwortung – er ist ein Abhängig von einem Zeug, das ihn zerstört, und die Vorstellung, dass ich einfach abwarten soll, macht mir Angst.
Ich hab nach den lokalen Aufnahmen in Hamburg gesucht, bin auf die ganze „Erwartung von der Politik“ gestoßen, aber das ist total theoretisch, keine Lösung für mein Problem.
Also meine Frage: Gibt es da jemanden, der im Alltag wirklich etwas konkret tut, um einen Freund oder einen Bruder zu retten, ohne ihn komplett zu verlieren? Ich will nicht neutral bleiben, aber ich will auch nicht, dass mein Freund in der Dunkelheit nur noch einen Schicht vom Hügel versteckt. Was passiert, wenn man entscheidet, den Kreis zu öffnen? Und wie viel ist man bereit, dafür zu opfern? Ich bin hypertensiv, und das kriegt mich ein kleines bisschen übel. Bitte helft, ich brauch ein bisschen Klarheit, bevor die Nacht wieder kommt.
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
1 Antworten
92anna ·
Das mit der Angst, einfach abwarten zu sollen, kenn ich nur zu gut. Bei meinem Max war das genauso – irgendwann wusste ich Bescheid, aber was machst du? Ihn ansprechen und riskieren, dass er dichtmacht? Nichts tun und zusehen? Die Mitte finden ist echt schwer.
Was mir geholfen hat: nicht als Ankläger auftreten, sondern einfach da sein. Nicht mit "du musst aufhören" kommen, sondern mit "ich bin für dich da, wenn du reden willst". Klar klingt das nach wenig, aber mein Sohn hat mir irgendwann gesagt, dass именно das ihn überhaupt noch erreicht hat.
Bei deinem Freund – du kennst ihn besser als jeder Therapist. Die Frage ist, ob du den Spagat zwischen Loyalität und Verantwortung überhaupt allein schaffen musst. Hast du mal mit jemandem gesprochen, der das professionell macht? Nicht für ihn, sondern für dich, damit du nicht selber reingezogen wirst.