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Wenn Liebe nicht reicht Ich sitz' hier auf meinem Balkon in Augsburg und denke wieder drüber nach, wie ich aus der Sache rausgekommen bin. Es war ein langer Weg, aber ich bin seit etwa zehn Monaten clean. Das ist eine gute Zeit jetzt, wo ich wieder ein bisschen Normalkeit in mein Leben gebracht habe. Aber heute ist ein sonntaegliches Nachdenken drueber noetig geworden, was mich wirklich geholfen hat, rauszukommen. Es waren die kleinen Dinge, die ich von meiner Freundin bekommen habe, als sie mich unterstuetzt hat. Sie hat mich zu Arztterminen begleitet, auch wenn ich nicht wollte. Sie hat mir gesagt, dass sie da ist, egal, was passiert. Sie hat mich zum Entzug begleitet, obwohl ich dachte, ich könnte das alleine schaffen. Und wissen Sie, was mich wirklich gelehrt hat? Es war nicht die Unterstützung, aber das Gefuehl, dass es normal ist, wenn sie sich nicht mehr mit mir identifiziert. Es ist okay, wenn sie sich Sorgen macht, wenn ich mal nicht antworte. Es ist okay, wenn sie die Kontakte zu meiner alten Clique einhaelt, auch wenn ich darueber nie sprechen möchte. Aber genau das ist es, was mich immer noch auf die Probe stellt. Wenn ich mal nicht antworte, macht sie sich Sorgen. Wenn ich mal einen Schatten in den Augen habe, geht sie davon aus, dass es wieder losgeht. Und das ist hart, weil ich weiss, dass sie nur versucht, mich zu schuetzen. Aber ich will, dass sie mich nicht mehr als "den Suchtkranken" sieht. Ich will, dass sie mich sieht, wie ich bin: ein Mensch, der hart gearbeitet hat, um wieder normal zu werden. Ich will, dass sie mich sieht, ohne den Schatten eines Daemons, der immer noch da ist, auch wenn ich jetzt 301 Tage ohne Rauschgifte bin.
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