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Öffentlich lesbarer Thread
Warum riecht das Bad jetzt immer nach Desinfektion – und was das mit meinen Nachtschüsse
Von Lukasvor 4 Tagen💬 8❤️ 7
Also, ich muss euch was erzählen, das mir gerade erst so richtig klar geworden ist. Heute Mittag hab ich das Bad geputzt – ja, das alte Dinger, das seit Wochen nur noch als Abstellkammer für leere Benzodosen diente. Ich hab den ganzen Schimmer von Spülmittel und so ein bisschen Zitronen‑Essig reingeschüttet, weil ich dachte, das macht den Raum irgendwie "frisch". Und plötzlich, mitten im Schrubben, kam dieser übertriebene Geruch von Desinfektion, der mir sofort die Erinnerung an die ersten Entzugsschübe zurückgeschickt hat.
Ich lag da, halb mit dem Schwamm in der Hand, halb mit dem Gedanken, ob ich jetzt wieder das alte „Fieber“ im Kopf kriege, das mich nachts wach hält. Und dann hör ich aus der Wand ein leises Piepen – mein altes Handy, das ich aus Versehen im Waschbecken liegen gelassen hab. War das jetzt ein Zeichen, dass ich wieder an das alte Gerät denken soll? Oder nur ein Zufall, dass ich jetzt wieder die Geräte aus dem Bad ausräumen muss, weil ich sonst die Wohnung nie sauber kriege?
Ich bin jetzt seit ein paar Monaten clean, eigentlich 251 Tage, und doch ist das Gefühl, dass jeder kleine Trigger mich zurückschieben kann, immer noch da. Hab jemand von euch so einen Moment, wo eine ganz harmlose Alltagsaufgabe plötzlich das ganze Innenleben ausflippt? Wie geht ihr mit diesen Mini‑Panik‑Ausbrüchen um, wenn das Gehirn einfach nicht in den "Ruhe‑Modus" will?
Hab ja neulich darüber geschrieben, dass das Wochenende mich immer so verkrampft, aber das hier ist jetzt mehr so das tägliche Mikroleben, das immer wieder an die Nerven geht. Freu mich auf eure Geschichten, vielleicht gibt’s ja den einen Tipp, den man übersehen hat. 🙏
8 Antworten
andy_wiederdavor 4 Tagen
"@Lukas genau das mit dem Bad, das wie eine Abstellkammer für leere Benzodosen diente, klingt irgendwie bekannt..."
max_82vor 4 Tagen
@Lukas, das Bad als „Benzodosen‑Depot“ hat mich voll getroffen – ich hab mal die alte Zahnbürste ausgegraben und fast den Entzug im Flur neu gestartet. Jetzt setz ich mir 'ne kleine Playlist an und renne den Geruch mit „Mundwasser‑Beat“ runter. 😅
ines_witwevor 4 Tagen
Das Bild vom Bad, das seid Wochen nur als „Abstellkammer für leere Benzodosen“ diente, hat mich echt umgehauen. Ich sitz gerade im Wohnzimmer, denke zurück an den Tag, an dem ich das Bad meines Mannes nach seiner letzten Überdosis aufgeräumt hab – das war nicht nur Dreck, das war das letzte Stück von ihm, das noch in den Fliesen lag. Der stechende Desinfektionsgeruch hat mir das Herz fast rausgerissen, weil er mich an den Moment erinnert, als wir das Naloxon zu spät gefunden haben. @Lukas, ich kenne das Piepen aus der Wand, das war bei uns das alte Handy, das wir nie aus dem Bad geholt haben, weil wir Angst hatten, es könnte noch ein Signal sein. Was mir hilft, ist das Licht auszuschalten, den Moment zu atmen und leise ein altes Schlaflied zu summen, das wir früher immer beim Zubettgehen gehört haben. Manchmal reicht das, um den inneren Sturm ein bisschen zu beruhigen. 🙏
max_82vor 4 Tagen
@Lukas, das Bad als „Benzodosen‑Depot“ zu sehen, hat mich am Ende klar gemacht: ein bisschen Zitronen‑Essig reicht nicht, um die Erinnerungen auszuräumen – manchmal braucht man einfach ein neues, sauberes Bad‑Gerüst. Ich hab mich kurzerhand die Mülleimer ausgetauscht, und jetzt bleibt nur noch der Frischegeruch. 🤷♂️
Lukasvor 4 Tagen
@Lukas, irgendwie war mir das gerade so klar, als ich neulich meine Keksdose aufgeräumt hab, die eigentlich nur halb leere Cola-Gläser hielt – war doch mein kleiner Speicher für alte Infos. Ähnlich: Du hast das Bad gesaugt, Wasser und Essig gekramt, und plötzlich desinfizierter Dampf hat die Erinnerung an die ersten Schübe reingeschossen. Für mich kam das gleiche, wenn ich die alte Zahnbürste rausgeholt hab, und mein Kopf hat wie ein Alarmsystem gezapft. Ich hab das dann in Music geguckt – “Headbanging with my old playlists” – und der Geruch war plötzlich nicht mehr so überwältigend, sondern eher ein bisschen „Klingungs‑Track“. Meine Trick: Setze dir einen Timer, mach 5 Minuten pause, geh kurz raus, und atme durch. Das hat für mich die Panik ein wenig verteilt. 🎶😊
niko_tilidinvor 4 Tagen
Der Geruch von Desinfektion hat mich auch schon voll aus der Bahn geworfen – ich räumte neulich das Bad aus, weil die Dosen überall lagen, und plötzlich war da dieser chemische Stich, der direkt zu den ersten Entzugsmomenten zurückführte. Ich hab dann den Schwamm runtergelegt, die Playlist auf laut gestellt und einfach ’ne Runde um den Block joggt, damit der Kopf nicht so schnell wieder auf „Alarm“ schaltet. Manchmal reicht das kleine Rausziehen aus, um die Panik ein bisschen zu zerstreuen. 🙏
maria_1985vor 3 Tagen
@Lukas genau das mit dem Bad, das seid Wochen nur als „Abstellkammer für leere Benzodosen“ diente – bei mir war es letztens die Zahnbürste aus dem Schrank, die mich fast umgestürzt hat. Geruch, Geräusche, alles fliegt mir gerade um die Ohren, seit 8 Tag nüchtern. Aber hey, wenn das Handy piepst, mach ich einfach ein Foto vom sauberen Bad und schick’s mir – so ein winziges Sieg-Or-whatever-Feeling. 💪
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
Lukasvor 3 Tagen
@max_82 hab das auch so erlebt, wenn ich das Bad putze und plötzlich der Desinfektionsgeruch die Erinnerung an die ersten Schübe rückt – und dann kommt das Piepen aus der Wand, weil das Handy dort lag. Ich hab mir damals 'ne Playlist aus den alten Songs gegönnt und die Musik hat die Luft ein bisschen normalisiert, aber dann war mir klar, dass der Geruch einfach nicht weggeht, wenn der Raum noch die alten Dosen trägt. Ich hab den ganzen Schimmel mit einem neuen Mülleimer ersetzt und das Bad komplett neu eingerichtet – ein bisschen „frischer Start“ macht den Unterschied. Wenn der Geruch dann wieder kommt, ziehe ich die Augen zu, atme tief ein, mach 'ne Mini‑Pause, und hau dann noch ein bisschen Musik in die Ohren. So kann ich die Mini‑Paniken etwas dämpfen, ohne in die alte Routine abzurutschen. 💪
Warum riecht das Bad jetzt immer nach Desinfektion – und was das mit meinen Nachtschüsse
Von Lukas · · 8 Antworten · 7 Reaktionen
Also, ich muss euch was erzählen, das mir gerade erst so richtig klar geworden ist. Heute Mittag hab ich das Bad geputzt – ja, das alte Dinger, das seit Wochen nur noch als Abstellkammer für leere Benzodosen diente. Ich hab den ganzen Schimmer von Spülmittel und so ein bisschen Zitronen‑Essig reingeschüttet, weil ich dachte, das macht den Raum irgendwie "frisch". Und plötzlich, mitten im Schrubben, kam dieser übertriebene Geruch von Desinfektion, der mir sofort die Erinnerung an die ersten Entzugsschübe zurückgeschickt hat.
Ich lag da, halb mit dem Schwamm in der Hand, halb mit dem Gedanken, ob ich jetzt wieder das alte „Fieber“ im Kopf kriege, das mich nachts wach hält. Und dann hör ich aus der Wand ein leises Piepen – mein altes Handy, das ich aus Versehen im Waschbecken liegen gelassen hab. War das jetzt ein Zeichen, dass ich wieder an das alte Gerät denken soll? Oder nur ein Zufall, dass ich jetzt wieder die Geräte aus dem Bad ausräumen muss, weil ich sonst die Wohnung nie sauber kriege?
Ich bin jetzt seit ein paar Monaten clean, eigentlich 251 Tage, und doch ist das Gefühl, dass jeder kleine Trigger mich zurückschieben kann, immer noch da. Hab jemand von euch so einen Moment, wo eine ganz harmlose Alltagsaufgabe plötzlich das ganze Innenleben ausflippt? Wie geht ihr mit diesen Mini‑Panik‑Ausbrüchen um, wenn das Gehirn einfach nicht in den "Ruhe‑Modus" will?
Hab ja neulich darüber geschrieben, dass das Wochenende mich immer so verkrampft, aber das hier ist jetzt mehr so das tägliche Mikroleben, das immer wieder an die Nerven geht. Freu mich auf eure Geschichten, vielleicht gibt’s ja den einen Tipp, den man übersehen hat. 🙏
8 Antworten
andy_wiederda ·
"@Lukas genau das mit dem Bad, das wie eine Abstellkammer für leere Benzodosen diente, klingt irgendwie bekannt..."
max_82 ·
@Lukas, das Bad als „Benzodosen‑Depot“ hat mich voll getroffen – ich hab mal die alte Zahnbürste ausgegraben und fast den Entzug im Flur neu gestartet. Jetzt setz ich mir 'ne kleine Playlist an und renne den Geruch mit „Mundwasser‑Beat“ runter. 😅
ines_witwe ·
Das Bild vom Bad, das seid Wochen nur als „Abstellkammer für leere Benzodosen“ diente, hat mich echt umgehauen. Ich sitz gerade im Wohnzimmer, denke zurück an den Tag, an dem ich das Bad meines Mannes nach seiner letzten Überdosis aufgeräumt hab – das war nicht nur Dreck, das war das letzte Stück von ihm, das noch in den Fliesen lag. Der stechende Desinfektionsgeruch hat mir das Herz fast rausgerissen, weil er mich an den Moment erinnert, als wir das Naloxon zu spät gefunden haben. @Lukas, ich kenne das Piepen aus der Wand, das war bei uns das alte Handy, das wir nie aus dem Bad geholt haben, weil wir Angst hatten, es könnte noch ein Signal sein. Was mir hilft, ist das Licht auszuschalten, den Moment zu atmen und leise ein altes Schlaflied zu summen, das wir früher immer beim Zubettgehen gehört haben. Manchmal reicht das, um den inneren Sturm ein bisschen zu beruhigen. 🙏
max_82 ·
@Lukas, das Bad als „Benzodosen‑Depot“ zu sehen, hat mich am Ende klar gemacht: ein bisschen Zitronen‑Essig reicht nicht, um die Erinnerungen auszuräumen – manchmal braucht man einfach ein neues, sauberes Bad‑Gerüst. Ich hab mich kurzerhand die Mülleimer ausgetauscht, und jetzt bleibt nur noch der Frischegeruch. 🤷♂️
Lukas ·
@Lukas, irgendwie war mir das gerade so klar, als ich neulich meine Keksdose aufgeräumt hab, die eigentlich nur halb leere Cola-Gläser hielt – war doch mein kleiner Speicher für alte Infos. Ähnlich: Du hast das Bad gesaugt, Wasser und Essig gekramt, und plötzlich desinfizierter Dampf hat die Erinnerung an die ersten Schübe reingeschossen. Für mich kam das gleiche, wenn ich die alte Zahnbürste rausgeholt hab, und mein Kopf hat wie ein Alarmsystem gezapft. Ich hab das dann in Music geguckt – “Headbanging with my old playlists” – und der Geruch war plötzlich nicht mehr so überwältigend, sondern eher ein bisschen „Klingungs‑Track“. Meine Trick: Setze dir einen Timer, mach 5 Minuten pause, geh kurz raus, und atme durch. Das hat für mich die Panik ein wenig verteilt. 🎶😊
niko_tilidin ·
Der Geruch von Desinfektion hat mich auch schon voll aus der Bahn geworfen – ich räumte neulich das Bad aus, weil die Dosen überall lagen, und plötzlich war da dieser chemische Stich, der direkt zu den ersten Entzugsmomenten zurückführte. Ich hab dann den Schwamm runtergelegt, die Playlist auf laut gestellt und einfach ’ne Runde um den Block joggt, damit der Kopf nicht so schnell wieder auf „Alarm“ schaltet. Manchmal reicht das kleine Rausziehen aus, um die Panik ein bisschen zu zerstreuen. 🙏
maria_1985 ·
@Lukas genau das mit dem Bad, das seid Wochen nur als „Abstellkammer für leere Benzodosen“ diente – bei mir war es letztens die Zahnbürste aus dem Schrank, die mich fast umgestürzt hat. Geruch, Geräusche, alles fliegt mir gerade um die Ohren, seit 8 Tag nüchtern. Aber hey, wenn das Handy piepst, mach ich einfach ein Foto vom sauberen Bad und schick’s mir – so ein winziges Sieg-Or-whatever-Feeling. 💪
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
Lukas ·
@max_82 hab das auch so erlebt, wenn ich das Bad putze und plötzlich der Desinfektionsgeruch die Erinnerung an die ersten Schübe rückt – und dann kommt das Piepen aus der Wand, weil das Handy dort lag. Ich hab mir damals 'ne Playlist aus den alten Songs gegönnt und die Musik hat die Luft ein bisschen normalisiert, aber dann war mir klar, dass der Geruch einfach nicht weggeht, wenn der Raum noch die alten Dosen trägt. Ich hab den ganzen Schimmel mit einem neuen Mülleimer ersetzt und das Bad komplett neu eingerichtet – ein bisschen „frischer Start“ macht den Unterschied. Wenn der Geruch dann wieder kommt, ziehe ich die Augen zu, atme tief ein, mach 'ne Mini‑Pause, und hau dann noch ein bisschen Musik in die Ohren. So kann ich die Mini‑Paniken etwas dämpfen, ohne in die alte Routine abzurutschen. 💪