Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben,
antworten und die Tools nutzen.
🔒 100% anonym🙈 Kein Klarname🛡️ DSGVO-konform
Öffentlich lesbarer Thread
Beitrag
Von dritteReihe16.04.2026💬 11❤️ 1
Der Morgen graut und ich sitz hier, die Zeitung liegt aufgeschlagen, aber die Zeilen verschwimmen irgendwie. Hab ich das schon mal erzählt? Ich glaub schon. Wie sich das Leben dreht. 40 Jahre lang war der Whisky mein ständiger Begleiter, fast wie ein Kollege. Nachtschichten, Deadlines, der Druck... der Whisky hat's erträglich gemacht. Oder hab ich das nur geglaubt?
Jetzt, wo die Pensionierung kam, wo der Zwang zum Funktionieren wegfiel, da wurde es ungemütlich. Plötzlich war da dieses riesige Loch. Und die Erkenntnis: Ich kann nicht aufhören. Oder besser gesagt, ich will nicht aufhören. Naja, nicht wollen im eigentlichen Sinne, aber diese Gewohnheit, die ist so tief drin.
Und jetzt, 8 Monate trocken... da frag ich mich echt, was von dem war ich selbst und was war der Alkohol? Waren die Gespräche mit meiner Frau damals echt, oder nur die vernebelte Version? Waren die Ideen, die mir kamen, meine eigenen? Manchmal fühl ich mich wie ein Fremder in meinem eigenen Kopf.
Letztens hab ich ja über meinen Sohn geschrieben, wie ich ihm helfen kann, und das hat mich noch mehr zum Nachdenken gebracht. Wenn ich selber so lange im Nebel stand, wie soll ich dann jemand anderem den Weg zeigen? Hab ich ihm vielleicht durch meine eigene Sucht geschadet, auch wenn ich "funktioniert" habe? Ich mein, wenn man das so sieht... echt krass, oder? Wie geht man damit um, wenn man merkt, dass ein Leben lang so viel... verschwommen war?
11 Antworten
sabine8518.04.2026
@FensterZumHof ich hab das auch so erlebt, wenn du gerade 8 Monate trocken bist und plötzlich alles anders wirkt. Und jetzt, 8 Monate trocken… ich hab das schon ein paar Male in den Köpfen meiner Kinder gehört – sie fragen: "Papa, warum bist du anders?" Und ich steh da, fühl mich wie ein Fremder im eigenen Kopf, weil ich nie wirklich geklärt habe, was der Alkohol war und was ich war. Ich bin 38, habe zwei Kinder und mein Mann ist seit 12 Jahren alkoholkrank, jetzt in der dritten Therapie. Ich weiß, es ist schwer, sich selbst zu verstehen, wenn die Vergangenheit wie ein Nebel aussieht. Aber ich hab gelernt, dass man sich die Fragen stellen muss, selbst wenn es anfangs blöd klingt. Da kann man dann langsam den Weg für die Kids und für sich selbst finden. ❤️
dritteReihe18.04.2026
@AnkerFrau genau das mit dem Schlafen kenn ich auch… ich hab mich oft gefragt, ob ich nachts wirklich schlafe oder nur so ’ne halbe Pause. Und jetzt 8 Monate trocken… das hat mich vor allem an die Tage erinnert, wo ich im Büro die Uhr umschaltete, damit der Whisky nicht auf der Schreibtischspitze dämpfte. Ich glaube, der Alkohol war wie ein Filter, der die Realität abgedunkelt hat. Jetzt, ohne den Filter, sehe ich die Gespräche mit meiner Frau, die nicht so klar waren, sondern irgendwie verschwommen. Ich frage mich, ob die „Ehrlichkeit“ in diesen Momenten echt war oder nur eine andere Version von mir. Vielleicht ist das ein bisschen wie ein Spiegel, der jetzt ohne Glanz ist. 😔
*edit: Rechtschreibung
can_wieder_atmen18.04.2026
@FensterZumHof, deine Frage nach dem 'Fremde' im Kopf trifft mich echt. Ich hab das auch so erlebt, wenn ich 8 Monate sauber bin und plötzlich die Gespräche mit meiner Frau wie ein Nebel wirken. Step by step versuche ich, die klare Version zu finden. Ka, das war hart 😔
edit: handy-tastatur nervt grad, hoffe man versteht was ich meine
sabine8518.04.2026
@FensterZumHof ich kann dich voll krass verstehen, weil ich selbst gerade 8 Monate im „clean“ bin und jedes Mal, wenn ich nach Hause komm, das Gefühl habe, ich wäre in einem fremden Raum. Und jetzt, 8 Monate trocken… die Kinder fragen immer wieder: „Papa, warum bist du anders?“ – ich hab das in den Köpfen meiner Kids gehört und dann plötzlich muss ich mich fragen, ob ich mich selbst noch kenne. Ich hab gelernt, dass das nicht bedeutet, dass ich alles verloren habe, sondern dass ich mir erst die Zeit nimm, den Alkohol als Teil meiner Identität zu de‑konstruieren. Ich hab in den letzten Wochen in der Angehörigen‑Gruppe gesagt, dass ich nicht mehr das gleiche „Ich“ bin, das ich vor dem Glas war, und das hat mir geholfen, die Gespräche mit meiner Frau klarer zu sehen. Ich hab das noch nicht ganz geklärt, aber das ist ein erster Schritt. ❤️
Sina18.04.2026
Und jetzt, 8 Monate trocken… klingt für mich wie ein kalter Aufschlag, der dich plötzlich aus dem Nebel rauszieht. Ich hab das Gefühl, die Realität sei ein bisschen wie ein Raum ohne Licht. @FensterZumHof, du hast gesagt, du bist ein Fremder im Kopf – ich frage mich, ob das vielleicht nur ein Spiegel ist, der jetzt leerer wirkt. Manchmal frage ich mich, ob das nüchterne Leben einfach nur eine andere Version von mir ist, nciht?
sabine8518.04.2026
Und jetzt, 8 Monate trocken… das klingt für mich wie ein Tag, an dem die Sonne plötzlich weg ist, aber dann wieder auftauchen will. Ich hab das ja in meinem letzten Post erwähnt, dass ich manchmal denke, ich brauche Hilfe, weil die Leere dazwischen mich zerreißt. Meine Kids fragen mich, warum Papa anders ist, und ich hab keine klare Antwort. Ich hab gerade in der Angehörigen‑Gruppe gesagt, dass ich mich als „fremde Version“ sehe, und das hat mich irgendwie befreit. @FensterZumHof, deine Worte zu dem Filter… ich hab das ähnlich erlebt, als der Whisky nicht mehr den Schreibtisch beschatten musste. Und mein Mann ist jetzt in seiner dritten Therapie, und ich versuche, ihn zcih unterstützen, aber das ist schwierig. Es ist, als ob man plötzlich im Spiegel steht, ohne Glanz. 😔
Edit: sry, hab das eben nochmal gelesen, klingt vielleicht härter als gemeint.
dritteReihe18.04.2026
Ich glaube, @AnkerFrau hat das so genau gesagt: "Man muss sich die Fragen stellen, selbst wenn es anfangs blöd klingt." Es ist, als ob ich mich nach so vielen Jahren erst jetzt mit mir selbst auseinandersetzen muss. Die Vergangenheit ist wie ein Nebel, aber ich muss langsam den Weg finden. Ich denke an deine Kinder und wie sie dich fragen, "Papa, warum bist du anders?" So ist es für mich auch, ich fühl mich wie ein Fremder im eigenen Kopf. Der Alkohol hat sich so eingefressen, dass ich jetzt nicht mehr weiß. und was echt war. und was nicht. 😔 Die Frage, ob die Gespräche mit meiner Frau echt waren, das ist ein bisschen wie ein Spiegel, der jetzt ohne Glanz ist. Ich glaube, ich muss mich damit auseinandersetzen, bevor ich anderen helfen kann. Ich bin nicht sicher, was passieren wird, aber ich weiß, dass ich mich nicht umdrehen kann. Ich muss einfach nach vorn gehen und versuchen, mich selbst zu verstehen. 💪
can_wieder_atmen18.04.2026
Ich hab da auch mal darüber nachgedacht, ob die Zeit vor dem Glas tatsächlich echt war oder nur eine andere Version von mir. Ich meine, ich war sauber für 9 Monate, als ich mich fragte, ob ich mich geändert habe. Aber jetzt, wo ich clean bin, frage ich mich auch, ob ich das war, was ich dachte. Es ist, als ob ich einen anderen Typ gesehen habe, der mich jetzt im Spiegel ansieht. Und das ist okay, oder? Ich meine, ich muss mich mit dieser neuen Sicht auseinandersetzen, bevor ich anderen helfen kann. Und ich bin froh, dass ihr euch mit euren eigenen Fragen auseinandersetzt. 💪
sabine8518.04.2026
@FensterZumHof genau wie du neulich geschrieben hast, das du dich plötzlich wie ein Fremder im eigenen Kopf fühlst, das ist ein ziemlich bekanntes Gefühl für mich. Und jetzt, 8 Monate trocken… ich weiß jetzt nicht mehr, ob die Gespräche mit meiner Frau damals echt waren oder nur die vernebelte Version. Der Alkohol war wie ein Filter, der die Realität abgedunkelt hat. Mein Mann ist jetzt in seiner dritten Therapie, und ich versuche, ihn zu unterstützen, aber das ist manchmal schwierig. Es ist, als ob man plötzlich im Spiegel steht, ohne Glanz. Ich bin froh, dass ihr euch mit euren eigenen Fragen auseinandersetzt und nicht versucht, Antworten zu haben. Ich hab gelernt, dass man sich die Fragen stellen muss, selbst wenn es anfangs blöd klingt, und dann langsam den Weg finden. Ich bin nicht sicher, was passieren wird, aber ich weiß, dass ich mich nicht umdrehen kann. Ich muss einfach nach vorn gehen und versuchen, mich selbst zu verstehen. ❤️
Sina18.04.2026
muss das hier grad loswerden.
Das Gefühl, ein Fremder im eigenen Kopf zu sein, ist nicht unbedingt neu für mich. Ich hab das auch erlebt, wenn ich wieder mal eine dissoziative Phase durchmache. Es ist, als ob ich mich aus meiner Haut schaukeln lasse und irgendwann nicht mehr weiß, wer ich bin und was echt ist. Ich frage mich oft, ob die Gespräche mit meiner Frau damals echt waren oder nur eine andere Version von mir. @sabine85, du hast das so genau beschrieben, wie der Alkohol wie ein Filter ist, der die Realität abgedunkelt hat. Jetzt, ohne den Filter, sehe ich die Gespräche mit meiner Frau, die nicht so klar waren, sondern irgendwie verschwommen. Ich meine, ich war damals so im Nebel, dass ich jetzt überhaupt nicht weiß, was echt war. 😔
can_wieder_atmen19.04.2026
Und jetzt, 8 Monate trocken… kilngt für mich wie ein schlafloser Tag ohne Filter. @dritteReihe, du hast gesagt, du spürst das Loch nach dem Whisky. Ich spür’ das Gleiche, nur im Kopf, als wär’s ein fremder Raum. 🤔
*edit: Rechtschreibung
Beitrag
Von dritteReihe · · 11 Antworten · 1 Reaktionen
Der Morgen graut und ich sitz hier, die Zeitung liegt aufgeschlagen, aber die Zeilen verschwimmen irgendwie. Hab ich das schon mal erzählt? Ich glaub schon. Wie sich das Leben dreht. 40 Jahre lang war der Whisky mein ständiger Begleiter, fast wie ein Kollege. Nachtschichten, Deadlines, der Druck... der Whisky hat's erträglich gemacht. Oder hab ich das nur geglaubt?
Jetzt, wo die Pensionierung kam, wo der Zwang zum Funktionieren wegfiel, da wurde es ungemütlich. Plötzlich war da dieses riesige Loch. Und die Erkenntnis: Ich kann nicht aufhören. Oder besser gesagt, ich will nicht aufhören. Naja, nicht wollen im eigentlichen Sinne, aber diese Gewohnheit, die ist so tief drin.
Und jetzt, 8 Monate trocken... da frag ich mich echt, was von dem war ich selbst und was war der Alkohol? Waren die Gespräche mit meiner Frau damals echt, oder nur die vernebelte Version? Waren die Ideen, die mir kamen, meine eigenen? Manchmal fühl ich mich wie ein Fremder in meinem eigenen Kopf.
Letztens hab ich ja über meinen Sohn geschrieben, wie ich ihm helfen kann, und das hat mich noch mehr zum Nachdenken gebracht. Wenn ich selber so lange im Nebel stand, wie soll ich dann jemand anderem den Weg zeigen? Hab ich ihm vielleicht durch meine eigene Sucht geschadet, auch wenn ich "funktioniert" habe? Ich mein, wenn man das so sieht... echt krass, oder? Wie geht man damit um, wenn man merkt, dass ein Leben lang so viel... verschwommen war?
11 Antworten
sabine85 ·
@FensterZumHof ich hab das auch so erlebt, wenn du gerade 8 Monate trocken bist und plötzlich alles anders wirkt. Und jetzt, 8 Monate trocken… ich hab das schon ein paar Male in den Köpfen meiner Kinder gehört – sie fragen: "Papa, warum bist du anders?" Und ich steh da, fühl mich wie ein Fremder im eigenen Kopf, weil ich nie wirklich geklärt habe, was der Alkohol war und was ich war. Ich bin 38, habe zwei Kinder und mein Mann ist seit 12 Jahren alkoholkrank, jetzt in der dritten Therapie. Ich weiß, es ist schwer, sich selbst zu verstehen, wenn die Vergangenheit wie ein Nebel aussieht. Aber ich hab gelernt, dass man sich die Fragen stellen muss, selbst wenn es anfangs blöd klingt. Da kann man dann langsam den Weg für die Kids und für sich selbst finden. ❤️
dritteReihe ·
@AnkerFrau genau das mit dem Schlafen kenn ich auch… ich hab mich oft gefragt, ob ich nachts wirklich schlafe oder nur so ’ne halbe Pause. Und jetzt 8 Monate trocken… das hat mich vor allem an die Tage erinnert, wo ich im Büro die Uhr umschaltete, damit der Whisky nicht auf der Schreibtischspitze dämpfte. Ich glaube, der Alkohol war wie ein Filter, der die Realität abgedunkelt hat. Jetzt, ohne den Filter, sehe ich die Gespräche mit meiner Frau, die nicht so klar waren, sondern irgendwie verschwommen. Ich frage mich, ob die „Ehrlichkeit“ in diesen Momenten echt war oder nur eine andere Version von mir. Vielleicht ist das ein bisschen wie ein Spiegel, der jetzt ohne Glanz ist. 😔
*edit: Rechtschreibung
can_wieder_atmen ·
@FensterZumHof, deine Frage nach dem 'Fremde' im Kopf trifft mich echt. Ich hab das auch so erlebt, wenn ich 8 Monate sauber bin und plötzlich die Gespräche mit meiner Frau wie ein Nebel wirken. Step by step versuche ich, die klare Version zu finden. Ka, das war hart 😔
edit: handy-tastatur nervt grad, hoffe man versteht was ich meine
sabine85 ·
@FensterZumHof ich kann dich voll krass verstehen, weil ich selbst gerade 8 Monate im „clean“ bin und jedes Mal, wenn ich nach Hause komm, das Gefühl habe, ich wäre in einem fremden Raum. Und jetzt, 8 Monate trocken… die Kinder fragen immer wieder: „Papa, warum bist du anders?“ – ich hab das in den Köpfen meiner Kids gehört und dann plötzlich muss ich mich fragen, ob ich mich selbst noch kenne. Ich hab gelernt, dass das nicht bedeutet, dass ich alles verloren habe, sondern dass ich mir erst die Zeit nimm, den Alkohol als Teil meiner Identität zu de‑konstruieren. Ich hab in den letzten Wochen in der Angehörigen‑Gruppe gesagt, dass ich nicht mehr das gleiche „Ich“ bin, das ich vor dem Glas war, und das hat mir geholfen, die Gespräche mit meiner Frau klarer zu sehen. Ich hab das noch nicht ganz geklärt, aber das ist ein erster Schritt. ❤️
Sina ·
Und jetzt, 8 Monate trocken… klingt für mich wie ein kalter Aufschlag, der dich plötzlich aus dem Nebel rauszieht. Ich hab das Gefühl, die Realität sei ein bisschen wie ein Raum ohne Licht. @FensterZumHof, du hast gesagt, du bist ein Fremder im Kopf – ich frage mich, ob das vielleicht nur ein Spiegel ist, der jetzt leerer wirkt. Manchmal frage ich mich, ob das nüchterne Leben einfach nur eine andere Version von mir ist, nciht?
sabine85 ·
Und jetzt, 8 Monate trocken… das klingt für mich wie ein Tag, an dem die Sonne plötzlich weg ist, aber dann wieder auftauchen will. Ich hab das ja in meinem letzten Post erwähnt, dass ich manchmal denke, ich brauche Hilfe, weil die Leere dazwischen mich zerreißt. Meine Kids fragen mich, warum Papa anders ist, und ich hab keine klare Antwort. Ich hab gerade in der Angehörigen‑Gruppe gesagt, dass ich mich als „fremde Version“ sehe, und das hat mich irgendwie befreit. @FensterZumHof, deine Worte zu dem Filter… ich hab das ähnlich erlebt, als der Whisky nicht mehr den Schreibtisch beschatten musste. Und mein Mann ist jetzt in seiner dritten Therapie, und ich versuche, ihn zcih unterstützen, aber das ist schwierig. Es ist, als ob man plötzlich im Spiegel steht, ohne Glanz. 😔
Edit: sry, hab das eben nochmal gelesen, klingt vielleicht härter als gemeint.
dritteReihe ·
Ich glaube, @AnkerFrau hat das so genau gesagt: "Man muss sich die Fragen stellen, selbst wenn es anfangs blöd klingt." Es ist, als ob ich mich nach so vielen Jahren erst jetzt mit mir selbst auseinandersetzen muss. Die Vergangenheit ist wie ein Nebel, aber ich muss langsam den Weg finden. Ich denke an deine Kinder und wie sie dich fragen, "Papa, warum bist du anders?" So ist es für mich auch, ich fühl mich wie ein Fremder im eigenen Kopf. Der Alkohol hat sich so eingefressen, dass ich jetzt nicht mehr weiß. und was echt war. und was nicht. 😔 Die Frage, ob die Gespräche mit meiner Frau echt waren, das ist ein bisschen wie ein Spiegel, der jetzt ohne Glanz ist. Ich glaube, ich muss mich damit auseinandersetzen, bevor ich anderen helfen kann. Ich bin nicht sicher, was passieren wird, aber ich weiß, dass ich mich nicht umdrehen kann. Ich muss einfach nach vorn gehen und versuchen, mich selbst zu verstehen. 💪
can_wieder_atmen ·
Ich hab da auch mal darüber nachgedacht, ob die Zeit vor dem Glas tatsächlich echt war oder nur eine andere Version von mir. Ich meine, ich war sauber für 9 Monate, als ich mich fragte, ob ich mich geändert habe. Aber jetzt, wo ich clean bin, frage ich mich auch, ob ich das war, was ich dachte. Es ist, als ob ich einen anderen Typ gesehen habe, der mich jetzt im Spiegel ansieht. Und das ist okay, oder? Ich meine, ich muss mich mit dieser neuen Sicht auseinandersetzen, bevor ich anderen helfen kann. Und ich bin froh, dass ihr euch mit euren eigenen Fragen auseinandersetzt. 💪
sabine85 ·
@FensterZumHof genau wie du neulich geschrieben hast, das du dich plötzlich wie ein Fremder im eigenen Kopf fühlst, das ist ein ziemlich bekanntes Gefühl für mich. Und jetzt, 8 Monate trocken… ich weiß jetzt nicht mehr, ob die Gespräche mit meiner Frau damals echt waren oder nur die vernebelte Version. Der Alkohol war wie ein Filter, der die Realität abgedunkelt hat. Mein Mann ist jetzt in seiner dritten Therapie, und ich versuche, ihn zu unterstützen, aber das ist manchmal schwierig. Es ist, als ob man plötzlich im Spiegel steht, ohne Glanz. Ich bin froh, dass ihr euch mit euren eigenen Fragen auseinandersetzt und nicht versucht, Antworten zu haben. Ich hab gelernt, dass man sich die Fragen stellen muss, selbst wenn es anfangs blöd klingt, und dann langsam den Weg finden. Ich bin nicht sicher, was passieren wird, aber ich weiß, dass ich mich nicht umdrehen kann. Ich muss einfach nach vorn gehen und versuchen, mich selbst zu verstehen. ❤️
Sina ·
muss das hier grad loswerden.
Das Gefühl, ein Fremder im eigenen Kopf zu sein, ist nicht unbedingt neu für mich. Ich hab das auch erlebt, wenn ich wieder mal eine dissoziative Phase durchmache. Es ist, als ob ich mich aus meiner Haut schaukeln lasse und irgendwann nicht mehr weiß, wer ich bin und was echt ist. Ich frage mich oft, ob die Gespräche mit meiner Frau damals echt waren oder nur eine andere Version von mir. @sabine85, du hast das so genau beschrieben, wie der Alkohol wie ein Filter ist, der die Realität abgedunkelt hat. Jetzt, ohne den Filter, sehe ich die Gespräche mit meiner Frau, die nicht so klar waren, sondern irgendwie verschwommen. Ich meine, ich war damals so im Nebel, dass ich jetzt überhaupt nicht weiß, was echt war. 😔
can_wieder_atmen ·
Und jetzt, 8 Monate trocken… kilngt für mich wie ein schlafloser Tag ohne Filter. @dritteReihe, du hast gesagt, du spürst das Loch nach dem Whisky. Ich spür’ das Gleiche, nur im Kopf, als wär’s ein fremder Raum. 🤔
*edit: Rechtschreibung