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Wie geht ihr mit Cannabis um, wenn der Alltag wieder drunter und drüber geht
Von ute_bvor 1 Tagen💬 6❤️ 6
Ich muss das einfach mal loswerden, weil mir das gerade im Kopf rumspukt. Vor drei Jahren haben wir den Alkohol endlich aus dem Haus gekickt, mein Mann ist jetzt drei Jahre trocken und wir haben uns irgendwie wieder zusammengerauft. Trotzdem ist das Leben mit einem ehemals Suchtkranken nie ganz „normal“, besonders wenn ich nach einer langen Schicht im Krankenhaus nach Hause komme und das Haus plötzlich zu laut, zu chaotisch oder einfach zu anstrengend wird.
Letztes Wochenende hab ich aus reiner Verzweiflung ein kleines bisschen Cannabis probiert – nur ein kleiner Joint, den mir eine Kollegin aus der Pflegeabteilung geliehen hat, weil sie meinte, das könnte helfen, die Anspannung zu losen. Ich war ehrlich gesagt skeptisch, aber nach dem ersten Zug fuhlte ich mich plotzlich etwas leichter, die Gedanken waren nicht mehr so dicht wie sonst und ich konnte mit meinem Mann reden, ohne sofort in die Verteidigungshaltung zu gehen. Ich hab das Gefuhl, es hat mir einen Moment von Klarheit geschenkt, den ich sonst nur beim langen Spaziergang am Rhein finde.
Natürlich gibt es da die Angst, dass ich damit nur ein neues „Ventil“ finde, das irgendwann genauso belastend werden konnte, und das ist das, was mich nachts wach halt. Wenn er wieder das Fenster zuschlägt und ich nur…
Habt ihr das Gefühl, dass Cannabis euch in ahn... musste das grad einfach mal rauslassen.
6 Antworten
fayepanic_offvor 14 Std.
Die Zeile „…wir haben uns irgendwie wieder zusammengerauft“ hat mich echt getroffen – vor 10 Monaten war ich selbst noch im Dauer‑Kampf mit dem Alkohol. Ein kurzer Joint hat mir mal eben ein bisschen Abstand verschafft, aber ich fürchte das gleiche Kreislauf‑Gefühl, das du beschreibst. 😔
Schmetterlingsfrauvor 14 Std.
Das mit dem "wieder zusammengerauft" kenne ich auch, @ute_b. Ich hab mich nach meiner Trennung total verausgabt und den Alkohol als Flucht benutzt, aber jetzt, seid 1 Jahr, hab ich mich irgendwie wieder gefangen. Cannabis ist für mich kein Thema, aber ich verstehe, wie es helfen kann, mal runterzukommen.
ute_bvor 11 Std.
@ute_b das mit dem "irgendwie wieder ... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
Schmetterlingsfrauvor 10 Std.
Oh Mann, das mit dem "irgendwie wieder zusammengerauft" bei dir, @ute_b, das berührt mich echt. Ehrlich, das kenn ich. Nach der Trennung war ich erstmal total am Boden, hab dann ja auch zu den Flaschen gegriffen. Heute, seit gut einem Jahr sauber, denk ich manchmal noch drüber nach, wie man das alles hinkriegt, dass man wieder so ein bisschen zueinander findet. Diese Momente, wo man wieder reden kann, ohne gleich Streit zu haben, die sind Gold wert. Mit dem Cannabis... ja, ich versteh das total, dass man da vorsichtig ist, ob das nicht wieder so ein Abhängigkeitsding wird. Bin ja selbst noch am Üben, ehrlich.
fayepanic_offvor 9 Std.
Der Satz „wir haben uns irgendwie wieder zusammengerauft“ hat mich echt getroffen – ich seh das, weil ich nach 10 Monaten clean fast genauso das erste Wieder‑Lächeln mit meinem Partner erlebt hab. @ute_b, das kurze Aufatmen vom Cannabis klingt verlockend, aber ich frag mich auch, ob das nicht nur ein kurzer Patch ist. ❤️
ute_bvor 7 Std.
@fayepanic_off genau das mit dem "wieder zusammengerauft" hat mich auch so angesprochen, ehrlich. Es ist ja nicht so, als wäre nach der Sucht alles wieder im Lot, das stimmt schon. Wir haben die schlimmste Zeit mit dem Alkohol hinter uns, ja, Gott sei Dank. Aber das "zusammenraufen" ist ein Prozess, der ewig dauert. Bei uns war das auch so, dass es nicht von heute auf morgen besser wurde. Es gab immer wieder Rückschläge, Momente, wo ich dachte, wir schaffen das nie.
Und diese Momente, wo man redet, ohne sofort in die Abwehr zu gehen, wie @ute_b das beschreibt – die sind so kostbar. Ich hab dann auch oft gedacht, wie kann ich das schaffen, dass es öfter passiert. Naja, manchmal hilft es halt schon, wenn man sich einfach mal ein bisschen Luft verschafft. Dieses Gefühl, das du hattest, das leichte, das kenn ich. Aber die Angst, dass es ein neues Problem wird, die ist halt auch immer da.
Wie geht ihr mit Cannabis um, wenn der Alltag wieder drunter und drüber geht
Von ute_b · · 6 Antworten · 6 Reaktionen
Ich muss das einfach mal loswerden, weil mir das gerade im Kopf rumspukt. Vor drei Jahren haben wir den Alkohol endlich aus dem Haus gekickt, mein Mann ist jetzt drei Jahre trocken und wir haben uns irgendwie wieder zusammengerauft. Trotzdem ist das Leben mit einem ehemals Suchtkranken nie ganz „normal“, besonders wenn ich nach einer langen Schicht im Krankenhaus nach Hause komme und das Haus plötzlich zu laut, zu chaotisch oder einfach zu anstrengend wird.
Letztes Wochenende hab ich aus reiner Verzweiflung ein kleines bisschen Cannabis probiert – nur ein kleiner Joint, den mir eine Kollegin aus der Pflegeabteilung geliehen hat, weil sie meinte, das könnte helfen, die Anspannung zu losen. Ich war ehrlich gesagt skeptisch, aber nach dem ersten Zug fuhlte ich mich plotzlich etwas leichter, die Gedanken waren nicht mehr so dicht wie sonst und ich konnte mit meinem Mann reden, ohne sofort in die Verteidigungshaltung zu gehen. Ich hab das Gefuhl, es hat mir einen Moment von Klarheit geschenkt, den ich sonst nur beim langen Spaziergang am Rhein finde.
Natürlich gibt es da die Angst, dass ich damit nur ein neues „Ventil“ finde, das irgendwann genauso belastend werden konnte, und das ist das, was mich nachts wach halt. Wenn er wieder das Fenster zuschlägt und ich nur…
Habt ihr das Gefühl, dass Cannabis euch in ahn... musste das grad einfach mal rauslassen.
6 Antworten
fayepanic_off ·
Die Zeile „…wir haben uns irgendwie wieder zusammengerauft“ hat mich echt getroffen – vor 10 Monaten war ich selbst noch im Dauer‑Kampf mit dem Alkohol. Ein kurzer Joint hat mir mal eben ein bisschen Abstand verschafft, aber ich fürchte das gleiche Kreislauf‑Gefühl, das du beschreibst. 😔
Schmetterlingsfrau ·
Das mit dem "wieder zusammengerauft" kenne ich auch, @ute_b. Ich hab mich nach meiner Trennung total verausgabt und den Alkohol als Flucht benutzt, aber jetzt, seid 1 Jahr, hab ich mich irgendwie wieder gefangen. Cannabis ist für mich kein Thema, aber ich verstehe, wie es helfen kann, mal runterzukommen.
ute_b ·
@ute_b das mit dem "irgendwie wieder ... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
Schmetterlingsfrau ·
Oh Mann, das mit dem "irgendwie wieder zusammengerauft" bei dir, @ute_b, das berührt mich echt. Ehrlich, das kenn ich. Nach der Trennung war ich erstmal total am Boden, hab dann ja auch zu den Flaschen gegriffen. Heute, seit gut einem Jahr sauber, denk ich manchmal noch drüber nach, wie man das alles hinkriegt, dass man wieder so ein bisschen zueinander findet. Diese Momente, wo man wieder reden kann, ohne gleich Streit zu haben, die sind Gold wert. Mit dem Cannabis... ja, ich versteh das total, dass man da vorsichtig ist, ob das nicht wieder so ein Abhängigkeitsding wird. Bin ja selbst noch am Üben, ehrlich.
fayepanic_off ·
Der Satz „wir haben uns irgendwie wieder zusammengerauft“ hat mich echt getroffen – ich seh das, weil ich nach 10 Monaten clean fast genauso das erste Wieder‑Lächeln mit meinem Partner erlebt hab. @ute_b, das kurze Aufatmen vom Cannabis klingt verlockend, aber ich frag mich auch, ob das nicht nur ein kurzer Patch ist. ❤️
ute_b ·
@fayepanic_off genau das mit dem "wieder zusammengerauft" hat mich auch so angesprochen, ehrlich. Es ist ja nicht so, als wäre nach der Sucht alles wieder im Lot, das stimmt schon. Wir haben die schlimmste Zeit mit dem Alkohol hinter uns, ja, Gott sei Dank. Aber das "zusammenraufen" ist ein Prozess, der ewig dauert. Bei uns war das auch so, dass es nicht von heute auf morgen besser wurde. Es gab immer wieder Rückschläge, Momente, wo ich dachte, wir schaffen das nie.
Und diese Momente, wo man redet, ohne sofort in die Abwehr zu gehen, wie @ute_b das beschreibt – die sind so kostbar. Ich hab dann auch oft gedacht, wie kann ich das schaffen, dass es öfter passiert. Naja, manchmal hilft es halt schon, wenn man sich einfach mal ein bisschen Luft verschafft. Dieses Gefühl, das du hattest, das leichte, das kenn ich. Aber die Angst, dass es ein neues Problem wird, die ist halt auch immer da.