Öffentlich lesbarer Thread
Wie halte ich den Griff vom Handy, wenn der Whisky längst weg ist
Seit sechs Tagen habe ich keinen Tropfen mehr aus der Flasche genommen – und jetzt sitz ich hier, den Laptop offen, die Zeilen flimmern, und das Handy liegt wie ein stiller Zeuge auf dem Tisch. Früher war's der Whisky, der mich durch die Redaktionsnächte getrieben hat, heute ist es das ständige Pingen, das Aufblitzen der Benachrichtigungen. Ich frage mich, ob ich das alte Muster nur umbenannt habe.
Gestern, nach dem Kaffee, hat mich die Facebook‑Timeline mit einem Bild von meinem alten Kameramann aus den 80ern überfallen. Ein kurzer Schwall Nostalgie, dann sofort das Drücken auf „Like“, das Scrollen, das Suchen nach mehr. Ich spürte, wie das alte Verlangen nach Ablenkung in mir aufstieg, fast wie das Kribbeln vor einem Glas Whisky. Und dann dachte ich: Warum? Warum fülle ich die Leere mit Bits, wenn ich doch gerade erst die Flasche leergeräumt habe?
Ich habe versucht, das Handy in die Schublade zu stecken, aber das Klingeln ist wie ein Echo aus der Kneipe, das mich ruft. Habt ihr Tipps, wie man das digitale Verlangen in den Griff kriegt, ohne gleich wieder zu etwas zu greifen, das man eigentlich loslassen will? Oder ist das einfach ein neuer Kampf, den man lernen muss zu tragen? Ich bin dankbar für jede Idee, die ihr teilen könnt. 😊
