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Es ist Samstagnachmittag, und ich sitze hier mit einer Tasse Kaffee, irgendwie so ein bisschen nachdenklich. Heute Morgen fiel mir wieder ein, wie krass diese Scham ist, die einen packt, wenn man selbst betroffen ist und dazu noch in einem Heilberuf arbeitet. Ich hab ja neulich schon mal was dazu geschrieben, aber es beschäftigt mich echt. Man fühlt sich doppelt falsch, oder? Nicht nur wegen der Sucht, sondern auch, weil man ja eigentlich helfen soll und dann selbst... naja. Manchmal denke ich, ob das bei uns Ärztinnen und Pflegern nicht nochmal eine ganz andere Nummer ist. Habt ihr da ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie geht man damit um, wenn man sich in der eigenen Arbeitsumgebung so entblößt fühlt? Ich stecke da noch echt in meinen Gedanken fest.

2 Antworten

linda_23tage vor 1 Tagen
Der Samstagnachmittag mit Kaffee und nachdenken... kenn ich irgendwie. Bei mir ist es halt die Scham wegen den Kindern. und die beim Vater sind,. und dann noch die Sucht. Doppelt falsch fühlen ist echt krass. Weiß nicht, ob das bei Heilberufen anders ist, aber ich glaub die Scham ist erstmal überall gleich. 🤔
antje_politox vor 1 Tagen
Die Tasse Kaffee am Samstag, dieses Stille-Da-Sitzen — manchmal ist das echt das Lauteste, was man zustande bringt. Ich finds krass, was du sagst mit dem "doppelt falsch". Bei mir wars ahnlich, nur anders verpackt — ich war ja nicht in nem Heilberuf, aber ich hatte lange das Gefühl, ich muss mich rechtfertigen,warum ich überhaupt Hilfe suche, wo ich doch "nur" Polyconsum hatte und nicht wie andere Leute "einen klaren Fall". Dieses ständige Gefuhl, nicht in die Schublade zu passen, war auch ne Art Scham irgendwie. Was mir geholfen hat? Irgendwann aufzuhören, mich für die Form meiner Sucht zu entschuldigen. Ob Arzt, Pfleger, Mutter, Vater — wir sind erstmal Menschen, die kämpfen. Der Rest ist Ranking, das ich mir selbst aufgedrückt hab.
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