Öffentlich lesbarer Thread
Endlich ein Abend ohne das Verlangen nach dem ersten Zug?
Bin ein paar Tage weg gewesen, lag ein bisschen flach, doch jetzt sitz ich wieder hier in meiner kleinen geförderten Bude und will euch was erzählen. Heute Abend, nach etwa vier Monaten clean, habe ich zum ersten Mal seid meiner Westberliner Jugend einen ganzen Spaziergang durch den Prenzlauer Berg gemacht – ganz ohne das ständige Ziehen nach einem Joint oder das Verlangen nach einem Pulver. Die Lichter an den Häusern haben mich an die Clubs von damals erinnert, wo ich nach dem Auftritt immer noch ein bisschen nach mehr gesucht hab. Und doch war da nichts, nur die kühle Luft und das leise Rauschen der Spree.
Ich hab mir ein altes Radio mitgenommen, das noch die 70er‑Hits spielt, und dachte mir: Wenn ich das hier hör, könnte ich fast wieder in die alte Szene zurückfallen. Manchmal, wenn das Radio die alte Melodie von 1979 spielt... Aber dann kam mir das Bild von meiner Polamidon‑Tabelle zurück, die ich immer neben dem Küchentisch liegen habe, und das hat mich geerdet.
Jetzt frage ich mich, wie ihr mit solchen Momenten umgeht, wenn plötzlich ein Geräusch oder ein Geruch alte Muster auslöst. Habt ihr kleine Rituale, die euch zurückholen in den Moment? Ich habe angefangen, nach jedem Spaziergang ein paar Zeilen zu schreiben, so wie ich das hier mache, und das hilft mir, die Gedanken zu ordnen. Vielleicht kann das ja auch euch ein bisschen Halt geben. Wer hat noch ähnliche Erfahrungen und teilt gern, was bei euch funktioniert? ❤️
