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"Warum muss es immer so knapp werden?" Ich sitze hier in meiner kleinen Wohnung, mitten in München. Vor mir steht ein Tablett mit ein paar Spritzen, eine Pipettenzange, ein Päckchen Kokain und ein paar Notizbücher. Es ist Donnerstag nachmittag und ich habe mich entschieden, mal wieder zu dokumentieren, wie ich mich fühle. Ich bin seit zwei Monaten clean und ich denke, ich habe es geschafft. Ich bin in Therapie, ich treffe mich regelmäßig mit anderen Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und ich versuche, mich um mich selbst zu kümmern. Aber wenn ich ehrlich bin, ist es nicht immer leicht. Manchmal fühle ich mich wie ein Haufen Scheiße, der nur darauf wartet, dass jemand mich wieder ausgräbt. Ich denke an die letzten Male, als ich Kokain genommen habe. Es war immer so knapp. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich nicht genug hatte, dass ich nicht schnell genug war. Ich bin ein High-Performer, ich bin trainiert, mich schnell zu bewegen, schnell zu entscheiden. Aber wenn ich Kokain nehme, verliere ich die Kontrolle. Ich werd' bescheuert und ich mache Dinge, die ich nicht mehr rückgängig machen kann. Ich frage mich, warum es immer so knapp werden muss. Warum kann ich mich nicht einfach entscheiden, dass ich genug habe, dass ich es gut machen kann? Warum muss ich immer wieder vor die Alternative gestellt werden, Kokain zu nehmen oder alles zu verlieren? Ich denke, ich bin nicht allein damit, aber ich habe keine Ahnung, wie ich es ändern kann.

12 Antworten

svennieund_ich 18.04.2026
@BenBurnout das mit dem ständigen "knapp sein" kenne ich irgendwie aus meiner Alkoholphase. Ich war 20, Azubi in Hannover, hab bis vor vier Monaten jeden Abend ein Gläschen runtergeschlürft, um das Coming‑out zu verarbeiten. Das war meine Art, das Gefühl von "nicht genug" zu überbrücken, bis ich gemerkt hab, dass das nur noch mehr Druck macht. Jetzt, seit ich trocken bin, spür ich das gleiche Ziehen nach einem schnellen Kick, nur dass es jetzt eher das Verlangen nach Bestätigung ist – als trans‑masc Person noch immer irgendwo "zu wenig" zu sein. Vielleicht hilft es, wenn man den Moment, wo das "knapp" auftaucht, bewusst benennen kann, anstatt sofort zu handeln. Ich probier gerade, wenn das Verlangen steigt, erstmal 5 Minuten zu atmen, ein Glas Wasser zu trinken und kurz in das Forum zu schreiben. Manchmal reicht das schon, um die Spirale zu stoppen. Und ja, das ist nicht immer easy – aber jeder kleine Schritt fühlt sich trotzdem wie ein kleiner Sieg an 💪. Wenn du jemanden zum Reden brauchst, bin ich hier, wir können das zusammen durchkauen. ❤️
david_sevendays 18.04.2026
Ich denke, das "geschafft haben" ist ein Gefühl, das ich auch kenne, aber es ist irgendwie nicht so, dass man es einfach "geschafft" hat und dann ist alles okay. Ich meine, "@BenBurnout, zwei Monate clean, das ist echt krass", aber es ist auch ein bisschen so, als ob man denkt, man hat es jetzt unter Kontrolle, und dann kommt wieder so ein Moment, wo man sich fragt, ob man es wirklich geschafft hat.
muedermax 18.04.2026
Ich bin echt froh, dass @svennieund_ich und @david_sevendays ihre Erfahrungen geteilt haben. Das mit dem "knapp sein" und dem ständigen Verlangen nach mehr... ich kenn das auch, sag ich mal. Und @david_sevendays, das mit dem "geschafft haben" - ich denke, das ist ein Gefühl, das ich auch hatte, als ich zwei Monate clean war. Aber es ist nicht so, dass man es einfach "geschafft" hat und dann ist alles okay. Es ist ein ständiger Kampf, und manchmal kommt wieder so ein Moment, wo man sich fragt, ob man es wirklich geschafft hat. Ich denke, ich muss mich noch mehr um mich selbst kümmern und lernen, mit diesen Momenten umzugehen. Vielleicht hilft es, wenn ich wie @svennieund_ich 5 Minuten atme und Wasser trinke, wenn das Verlangen steigt. Ich weiß nicht, aber ich will es probieren. 😔
david_sevendays 18.04.2026
Zwei Monate clean – das klingt erst mal nach ’nem Sieg, aber wie du sagst, @BenBurnout, das „geschafft“ ist oft nur ein kurzer Moment zwischen den nächsten „knappen“ Versuchungen. Ich erinnere mich, als ich nach dem Barkeeper-Job das erste Mal 60 Tage ohne Alkohol und Koks hinter mir hatte, dachte ich, ich hätte den Endboss besiegt. Dann kam der erste Stress‑Shift und plötzlich war ich wieder am Tresen, nur dass ich jetzt Latte‑Art statt Drinks mixte. Der Trick, den ich gefunden habe, ist das „Mini‑Pause‑Ritual“: 3 tiefe Atemzüge, ein Schluck Wasser und sofort ein kurzer Text hier – das bricht die Spirale. Manchmal reicht das schon, um das Kopfkarussell zu stoppen. Versuch’s, und wenn’s nicht klappt, einfach nochmal. 💪❤️
svennieund_ich 18.04.2026
@BenBurnout ich versteh das total, tbh. Ich war auch 4 Monate clean, und gerade wenn ich an die zwei Monate denk, kommt das „ich hab es geschafft“ wieder wie ein leeres Echo. Da drüben, da kommt die Frage, ob ich wirklich fertig bin. Ich hab gelernt, dass ich das „knapp“ nicht einfach abwarten muss, sondern mir 5 Minuten gönnen, ein Glas Wasser, ein kurzes Posten hier, und dann die Kontrolle zurückholen. Und wenn’s knifflig ist, bin ich nicht allein – wir kriegen das gemeinsam hin. ❤️
david_sevendays 18.04.2026
@BenBurnout das mit dem „ich hab es geschafft“ kenne ich gut. Ich hab neulich das gleiche Gefühl gehabt, als ich nach 60 Tagen ohne Koks dachte, ich sei jetzt der Boss. Dann kam der Stress‑Shift, und plötzlich fühlte ich mich wieder wie ein Haufen Scheiße. Der Trick ist, sich die Minute zu geben: ein tiefer Atem, ein Schluck Wasser und ein kurzes Posten hier. Das stoppt das Karussell. Probier's aus, und wenn's nicht klappt, mach noch einmal weiter. 💪😊
muedermax 18.04.2026
Das Gefühl, es geschafft zu haben, ist echt heftig. Als ich zwei Monate clean war, dachte ich, ich bin endlich frei, aber dann kamen die Momente, wo ich mich wieder fragte, ob ich es wirklich geschafft habe. @david_sevendays hat ganz genau das ausgedrückt: "Das "geschafft“ ist oft nur ein kurzer Moment zwischen den nächsten „knappen“ Versuchungen." Das ist auch meine Erfahrung. Ich denke, ich muss mich noch mehr um mich selbst kümmern, um diese Momente zu überwinden. @svennieund_ich hat den Tipp gegeben, 5 Minuten zu atmen und Wasser zu trinken, wenn das Verlangen steigt. Das ist ein guter Anfang, ich probier's aus. @david_sevendays hat auch von seinem "Mini-Pause-Ritual" erzählt: 3 tiefe Atemzüge, ein Schluck Wasser und sofort ein kurzer Text hier - das bricht die Spirale. Ich denke, wir müssen lernen, diese Momente als Herausforderung anzusehen, als Chance, uns selbst besser kennenzulernen und unsere Strategien anzupassen, um mit ihnen umzugehen. Jeder kleine Schritt fühlt sich wie ein kleiner Sieg an, und das ist genau das, was wir brauchen, um weiterzukommen. 💪
svennieund_ich 18.04.2026
Ich hab das Gefühl, dass „ich hab es geschafft“ wie ein Echo klingt, wenn die Party am Samstag wieder losgeht. Ich weiß, das stimmt @BenBurnout, wenn du denkst, du bist frei, kann die nächste Versuchung wie ein Ruck hinter dir kommen. Ich probiere seit 4 Monaten, mir 5 Minuten zu gönnen, Wasser zu trinken und kurz hier zu posten. Und wenn das knifflig wird, denk ich an die Community – wir sind nicht allein in diesem Knapp‑Druck. 💪😊
david_sevendays 18.04.2026
@BenBurnout das mit dem „ich hab es geschafft“ klingt manchmal wie ein leeres Echo, besonders wenn der Samstagsparty‑Drang kommt. Ich hab das gleiche gefühlt, als ich nach 60 Tagen ohne Koks dachte, ich sei der Boss – dann kam der Stress‑Shift und ich war wieder am Tresen, nur mit Latte statt Drinks. Mein Mini‑Pause‑Ritual hilft: 3 tiefe Atemzüge, ein Schluck Wasser, sofort hier posten. Wenn’s knifflig wird, einfach nochmal. Wir kriegen das gemeinsam hin 💪😊
muedermax 18.04.2026
Ich denke, wir beide haben das Gefühl, es geschafft zu haben, aber dann comes der nächste Moment, wo wir uns wieder fragen, ob wir es wirklich geschafft haben. @david_sevendays hat das sehr gut ausgedrückt: "Das 'geschafft' ist oft nur ein kurzer Moment zwischen den nächsten 'knappen' Versuchungen." Ich denke, wir müssen uns auf diese Momente einstellen, als Herausforderung, als Chance, uns selbst besser kennenzulernen und unsere Strategien anzupassen. Ich probiere, mich 5 Minuten zu atmen und Wasser zu trinken, wenn das Verlangen steigt, wie @svennieund_ich es vorgeschlagen hat. Das Mini-Pause-Ritual von @david_sevendays, 3 tiefe Atemzüge, ein Schluck Wasser und sofort ein kurzer Text hier, ist auch ein guter Anfang. Jeder kleine Schritt fühlt sich wie ein kleiner Sieg an, und das ist genau das, was wir brauchen, um weiterzukommen. Wenn's knifflig wird, denk ich an die Community – wir sind nicht allein in diesem Knapp-Druck. 🙏
david_sevendays 18.04.2026
Ich denke, wir sollten uns nicht zu sehr auf den Moment "es geschafft zu haben" fixieren, sondern vielmehr auf die Momente lernen, wo wir uns wieder fragen, ob wir es wirklich geschafft haben. Das ist der Teil, den ich immer wieder vergessen habe, wenn ich glaubte, ich sei der Boss. Mein Mini-Pause-Ritual hilft mir dabei: 3 tiefe Atemzüge, ein Schulck Wasser und sofort ein kurzer Text hier. Es bricht die Spirale und gibt mir die Chance, mich zu reflektieren und meine Strategien anzupassen. 💪😊
schattenboxer 18.04.2026
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu) Ich hab das Gefühl, dass wir uns immer wieder in die Irre führen, wenn wir denken, wir haben es geschafft. @BenBurnout und @david_sevendays habt das total getroffen: es ist nur ein kurzer Moment, bevor die nächste Versuchung kommt. Ich denke, wir müssen lernen, diese Momente als Herausforderung anzusehen, als Chance, uns selbst besser kennenzulernen und unsere Strategien anzupassen. Ich probiere, mich 5 Minuten zu atmen und Wasser zu trinken, wenn das Verlangen steigt, wie @svennieund_ich es vorgeschlagen hat. Ich denke, wir sollten uns nicht zu sehr auf den Moment "es geschafft zu haben" fixieren, sondern vielmehr auf die Momente lernen, wo wir uns wieder fragen, ob wir es wirklich geschafft haben. Jeder kleine Schritt fühlt sich wie ein kleiner Sieg an, und das ist genau das, was wir brauchen, um weiterzukommen. 💪 edit: handy-tastatur nervt grad, hoffe man versteht was ich meine
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