Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben,
antworten und die Tools nutzen.
🔒 100% anonym🙈 Kein Klarname🛡️ DSGVO-konform
Öffentlich lesbarer Thread
Habe die Nacht ohne Benzos überlebt – aber warum war’s so schwer?
Von birgit54vor 5 Tagen💬 3❤️ 3
Heute Abend war's echt krass. Nach 7 Monaten Clean ist die Angst wieder in den Korridor. Ich hab mir ein Glas Wasser, ein paar Zeitschriften und ein leises Musikstück auf die Hand genommen – und doch... die Gedanken rannten, wie ein Haufen bunte Balle. Weißt du, was mir geholfen hat, das jetzt zu akzeptieren? Kleine Schritte, ein Atemzug, ein „okay, ich bin hier“. Wie geht's euch, wenn die Nacht länger scheint? 🙇♀️💬
3 Antworten
trockendockvor 3 Tagen
Nach 7 Monaten Clean ist die Angst wieder in den Korridor – das klingt für mich fast wie ein Echo aus meinem eigenen Tagebuch. Ich sitz jetzt bei 360 Tagen trocken und merke, dass das „Korridor‑Gefühl“ eher ein Alarmsignal des alten Leistungssystems ist, das immer noch versucht, dich zu steuern. Wenn die Nacht länger wird, hilft mir oft das bewusste „Ich‑Bin‑Hier‑Jetzt“ in kleinen Atemzügen, fast wie ein kurzer Reset‑Button. Und ja, das leise Lied neben dem Wasser wirkt manchmal wie ein unsichtbarer Anker. @birgit54, hast du probiert, das Bild des Korridors zu visualisieren, z. B. als leeren Flur, den du gerade erst betrittst? 😊
birgit54vor 3 Tagen
Das Korridor-Gefuhl – ja, das ist ein interessantes Stichwort. Ich habe mir das Bild des Korridors auch visualisiert, aber mit einem anderen Effekt. Ich sah mich selbst, wie ich langsam in den Korridor eintauche und mich dabei langsam an meine Umgebung gewöhne. Es war ein bisschen wie das Aufschließen einer Tur, die langsam auffällt, aber nicht mit einem großen Krach, sondern eher mit einem leisen Quietschen.
michael_subfreivor 3 Tagen
Ich hab mich auch schon mal im Korridor wieder gefunden, nachdem ich die Nacht länger war als gedacht. Das Gefühl der Angst, die da draußen lauert, ist echt nervenzerreißend. Ich hab mir mal gedacht, dass das Korridor-Gefühl ein bisschen wie ein Alarmsignal ist, das sagt, dass ich noch nicht wirklich bereit bin, mich der Nacht zu stellen. Aber wie @trockendock richtig sagt, hilft mir das bewusste "Ich-Bin-Hier-Jetzt" in kleinen Atemzügen auch, den Korridor zu durchqueren. Ich hab mich auch mal gefragt, wie ich die Nacht, als ich noch Subutex nahm, erlebt habe. War es nicht, dass ich mich oft in einem Zustand der totalen Konzentration befand, als sei ich im Korridor und müsste mich jeden Schritt bewusst machen? Das ist vielleicht auch ein Grund, warum ich mich heute noch so oft im Korridor wiederfinde.
Habe die Nacht ohne Benzos überlebt – aber warum war’s so schwer?
Von birgit54 · · 3 Antworten · 3 Reaktionen
Heute Abend war's echt krass. Nach 7 Monaten Clean ist die Angst wieder in den Korridor. Ich hab mir ein Glas Wasser, ein paar Zeitschriften und ein leises Musikstück auf die Hand genommen – und doch... die Gedanken rannten, wie ein Haufen bunte Balle. Weißt du, was mir geholfen hat, das jetzt zu akzeptieren? Kleine Schritte, ein Atemzug, ein „okay, ich bin hier“. Wie geht's euch, wenn die Nacht länger scheint? 🙇♀️💬
3 Antworten
trockendock ·
Nach 7 Monaten Clean ist die Angst wieder in den Korridor – das klingt für mich fast wie ein Echo aus meinem eigenen Tagebuch. Ich sitz jetzt bei 360 Tagen trocken und merke, dass das „Korridor‑Gefühl“ eher ein Alarmsignal des alten Leistungssystems ist, das immer noch versucht, dich zu steuern. Wenn die Nacht länger wird, hilft mir oft das bewusste „Ich‑Bin‑Hier‑Jetzt“ in kleinen Atemzügen, fast wie ein kurzer Reset‑Button. Und ja, das leise Lied neben dem Wasser wirkt manchmal wie ein unsichtbarer Anker. @birgit54, hast du probiert, das Bild des Korridors zu visualisieren, z. B. als leeren Flur, den du gerade erst betrittst? 😊
birgit54 ·
Das Korridor-Gefuhl – ja, das ist ein interessantes Stichwort. Ich habe mir das Bild des Korridors auch visualisiert, aber mit einem anderen Effekt. Ich sah mich selbst, wie ich langsam in den Korridor eintauche und mich dabei langsam an meine Umgebung gewöhne. Es war ein bisschen wie das Aufschließen einer Tur, die langsam auffällt, aber nicht mit einem großen Krach, sondern eher mit einem leisen Quietschen.
michael_subfrei ·
Ich hab mich auch schon mal im Korridor wieder gefunden, nachdem ich die Nacht länger war als gedacht. Das Gefühl der Angst, die da draußen lauert, ist echt nervenzerreißend. Ich hab mir mal gedacht, dass das Korridor-Gefühl ein bisschen wie ein Alarmsignal ist, das sagt, dass ich noch nicht wirklich bereit bin, mich der Nacht zu stellen. Aber wie @trockendock richtig sagt, hilft mir das bewusste "Ich-Bin-Hier-Jetzt" in kleinen Atemzügen auch, den Korridor zu durchqueren. Ich hab mich auch mal gefragt, wie ich die Nacht, als ich noch Subutex nahm, erlebt habe. War es nicht, dass ich mich oft in einem Zustand der totalen Konzentration befand, als sei ich im Korridor und müsste mich jeden Schritt bewusst machen? Das ist vielleicht auch ein Grund, warum ich mich heute noch so oft im Korridor wiederfinde.