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Wie geht ihr mit dem Drang nach “quick fix” um, wenn das Verlangen plötzlich hochkommt?

Morgen, ich hab gerade erst den ersten Kaffee des Tages und das Hirn fuhlt sich an wie… naja, ein bisschen neblig, tbh. Heute war einer dieser Tage, an denen das Verlangen nach einem schnellen Kick fast wie ein Schatten über mir hing. Ich hab versucht, mich mit meiner Routine zu beschaftigen – Vorlesungen, Lernplan, ein bisschen Yoga – aber irgendwann kam dieser Gedanke: “Vielleicht doch nur kurz eine Zigarette mit dem kleinen Kraut, das ich mir gerade besorgt hab, nur um den Stress zu killen.” Ich weiß, das das ein riskanter Pfad ist, weil ich ja eigentlich nur rauche, nicht spritze, aber die Versuchung, das “nur kurz” zu machen, ist doch irgendwie stark. In den letzten 10 Monaten clean war ich meistens mit Substitution und dann mit dem Fokus auf Safer Use, aber jetzt frage ich mich, wie ihr das eigentlich handhabt, wenn das Verlangen plötzlich so laut wird? Gibt’s bestimmte Techniken, die ihr nutzt, um den Impuls zu “pause” zu setzen? Ich habe mal von „grounding“ gehort – z.B. 5-4-3-2-1 Methode – und das hilft ja teilweise, aber ich frage mich, ob das genug ist, wenn man das Verlangen fast korperlich spurt. Und dann noch was: Ich habe ne kleine Dose Naloxon zu Hause, weil ich ja nicht vergessen will, dass das im Notfall ein echter Lifesaver ist. Aber was, wenn man das Verlangen nach einem “quick fix” nicht erst einmal unterdrucken kann? Soll ich mir vielleicht einen Notfall‑Plan schreiben, der auch sagt, dass ich bei starkem Drang sofort jemanden anrufe oder zu einer Gruppe gehe? Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Wie geht ihr mit dem inneren „Drum‑herum‑Gedanken‑Karussell“ um, das einen immer wieder zuruck zu alten Mustern zieht? Ich bin echt neugierig auf eure Strategien, danke schon mal! 🙏😊

12 Antworten

michael_subfrei vor 3 Tagen
@ohnenamen genau, das mit dem Notfall‑Plan klingt richtig. Ich hab früher einen geschrieben: bei starkem Drang sofort anrufen, oder zu einer Gruppe gehen. Ich hab's gemacht, als die Verlangen mich fast gefesselt haben – ein kurzer Anruf, ein bisschen chat, dann war die Angst weg. Der Plan hilft, weil er 'Blick' gibt, bevor der Drang voll ausbricht. Und das 5‑4‑3‑2‑1‑Grounding? Naja, kombinier das mit dem Plan, dann hast du zwei Ebenen, die dich halten. Seit 4 Jahren bin ich clean und hab das immer genutzt. 😊
ohnenamen vor 3 Tagen
Ich hab mich wirklich gefreut, @michael_subfrei, als ich deinen Beitrag las. Der Notfall-Plan, den du gemacht hast, klingt mir richtig gut. Ich hab auch einen gemacht, nachdem ich gelesen hatte, das das eine gute Idee ist. Ich hab mich dazu entschieden, zwei Nummern in mein Telefon einzuspeichern - die einer Freundin und die einer Gruppe, die ich regelmäßig besuche. Wenn das Verlangen besonders stark wird, rufe ich sie einfach an. Das hilft, weil ich dann nicht allein bin und über mein Problem afterdenken muss. Ich kann einfach jemanden um Rat fragen oder einfach nur rede. Und @michael_subfrei, deine Idee mit der Kombination des 5-4-3-2-1 Grounding mit dem Plan ist echt clever. Ich werde das auch probieren. Ich bin neugierig, ob das wirklich hilft, den Drang zu "pausen" zu setzen.
michael_subfrei vor 3 Tagen
@ohnenamen das freut mich echt, das dir das mit dem Notfall‑Plan so gut liegt. Die Idee mit den zwei Nummern ist super, das hab ich damals auch gemacht. Allein ist man da oft echt aufgeschmissen. Und ja, dieses "Drum‑herum‑Gedanken‑Karussell" das kenn ich nur zu gut, das zieht eien dann halt doch wieder zurück. Mit dem Grounding und dem Plan zusammen – das ist wie ein doppelter Schutzwall, finde ich. Man muss sich halt immer wieder neue Strategien überlegen, damit das Verlangen nicht die Oberhand gewinnt, naja. 💪
cedric_neuestart vor 3 Tagen
Oh Mann, dieses "Drum-herum-Gedanken-Karussell" kenn ich SO gut. @ohnenamen, deine Frage nach dem Notfall-Plan hat echt gesessen. Ich hab mir auch so nen Plan gemacht, so nach dem Motto: Wenn der Drang kommt, nicht erst nachdenken, sondern direkt jemanden anrufen oder halt raus. Hat mir letztens geholfen, als ich nach nem Auftritt dachte, ich muss kurz aufdrehen. Zum Glück hab ich dann einfach nen Kumpel angerufen, der auch clean ist. War echt knapp. Und ja, Michael hat recht, das mit dem Grounding zusammen ist ne gute Idee. Muss ich auch mal wieder öfter machen, sonst hab ich bald wieder den alten Headache. 😊 (war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)
ohnenamen vor 3 Tagen
Ich hab mich wirklich gefreut, @michael_subfrei, als ich deinen Beitrag las. Der Notfall-Plan, den du gemacht hast, klingt mir richtig gut. Ich hab auch einen gemacht, nachdem ich gelesen hatte, das das eine gute Idee ist. Ich hab mich dazu entschieden, zwei Nummern in mein Telefon einzuspeichern - die einer Freundin und die einer Gruppe, die ich regelmaßig besuche. Wenn das Verlangen besonders stark wird, rufe ich sie einfach an. Das hilft, weil ich dann nicht allein bin und uber mein Problem nachdenken muss. Ich kann einfach jemanden um Rat fragen oder einfach nur reden. Und @michael_subfrei, deine Idee mit der Kombination des 5-4-3-2-1 Grounding mit dem Plan ist echt clever. Ich werde das auch probieren. Ich bin neugierig, ob das wirklich hilft, den Drang zu "pausen" zu setzen. Dieses "Drum-herum-Gedanken-Karussell", wie du es nennst, kenn ich auch nur zu gut. Manchmal fühlt es sich an, als würde man im Kreis laufen, echt. Aber kleine Schritte sind ja auch Schritte, oder? So wie die Idee mit dem Notfall-Plan. Das gibt mir schon mal ein bisschen mehr Sicherheit.
michael_subfrei vor 3 Tagen
@ohnenamen, das mit dem Notfall‑Plan hab ich neulich nochmal überdacht – genau das, was du sagst, ist der Knackpunkt. Ich hab einen aufgeschrieben, wo steht: „Wenn der Drang kommt, erst an Nummer 1 rufen, dann 2, dann raus, wenn’s noch nicht weg ist.“ Bei mir hat das schon oft den Unterschied gemacht, weil die Stimme im Kopf plötzlich nicht mehr die alleinige Autorität hat. Und das 5‑4‑3‑2‑1‑Grounding? Kombiniert mit dem Plan, das ist wie ein zweiter Schutz, der die Aufmerksamkeit auf den Hier und Jetzt lenkt. Wenn es dann noch zu stark wird, habe ich immer noch die Naloxon‑Dose bereit, aber der Plan verhindert meistens, dass ich überhaupt zum „quick fix“ greife. Ka, das hat mir seit vier Jahren geholfen. 💪😊
leise_im_raum vor 3 Tagen
Der Gedanke an den Notfall‑Plan hat mich jetzt echt getroffen – „bei starkem Drang sofort jemanden anrufen oder zu einer Gruppe gehen“ klingt für mich nach einem kleinen Rettungsboot, wenn das Meer plötzlich hochschwappt. Ich habe keinen Clean‑Counter, aber ich habe mir eine Notiz an den Kühlschrank geklebt: „Drang? Ruf Anna an, dann die Selbsthilfe‑Gruppe.“ Wenn die Enkel gerade im Garten rumtollen, greife ich zum Handdy und rufe meine Nachbarin, die immer ein offenes Ohr hat. Das Gespräch lenkt mich ab, und die Stimme einer anderen Person ist wie ein Anker, bevor ich wieder zum Fläschchen greife. @michael_subfrei, dein Beispiel mit den zwei Nummern hat mir gezeigt, dass es nicht nur ein Plan auf Papier sein muss, sondern etwas, das man sofort erreichen kann. Und ja, das 5‑4‑3‑2‑1‑Grounding hilft, wenn ich das Herz schneller schlägt – dann atme ich tief und zähle die Schritte zum Fenster, wo die Luft noch frisch ist. Danke für die Anregungen, das gibt mir ein bisschen mehr Mut, das Karussell zu bremsen. ❤️😊
cedric_neuestart vor 3 Tagen
Genau, @michael_subfrei hat das gut gesagt, die Stimme im Kopf verliert die Autorität. Das ist das Wichtigste. @leise_im_raum, die Notiz am Kühlschrank für Anna, das macht den Plan echt greifbar udn hilft, naja, den ersten Impuls zu durchbrechen. 💪
michael_subfrei vor 3 Tagen
schreib vom handy, sry für tippfehler @leise_im_raum das ist super, wie du das mit der Notiz am Kühlschrank machst. Das ist ja genau das Ding, den Plan wirklich greifbar zu haben, nciht nur im Kopf. Und @ohnenamen, diese Idee mit den festen Nummern, die man einfach wählt, das nimmt echt Druck raus, weil man nicht erst überlegen muss. Es geht darum, diesen Automatismus zu durchbrechen, den man sich über Jahre antrainiert hat. Habe ich damals auch gemacht, als ich die ersten Jahre clean war. So ein Rettungsboot, wie du sagst, @leise_im_raum, das ist es wirklich. Man muss sich das halt immer wieder vor Augen führen, das man einen Ausweg hat.
leise_im_raum vor 3 Tagen
Ja, @cedric_neuestart, das mit der Stimme im Kopf, die ihre Autorität verliert – das ist genau das, was ich meine. Nicht, dass ich selber den Drang hab, Drogen zu nehmen, Gott bewahre, aber diese ständigen Sorgen um meine Tochter, die sind wie so ein leises Flüstern, das einen frtig macht. Wenn ich dann so
cedric_neuestart vor 3 Tagen
@leise_im_raum, ja genau das mein ich. Dass die Stimme nicht mehr das Sagen hat. Die Notiz am Kühlschrank ist echt mega, macht den Plan halt greifbar. Gut gemacht! 💪
ohnenamen vor 2 Tagen
Dieses "Drum-herum-Gedanken-Karussell" ist echt zermürbend, oder? @leise_im_raum, deine Notiz am Kuhlschrank, das ist so eine gute Idee, das macht den Plan echt greifbar. Und ja, @michael_subfrei, das mit dem "sofort jemanden anrufen oder zu einer Gruppe gehen" hat mich auch total angesprochen. Es ist wie ein Anker, wenn man droht, wegzudriften. Ich hab auch eine feste Nummer in meinem Handy, die ich sofort wähle, wenn das Verlangen zu stark wird. Ein kurzer Anruf, nur reden, manchmal reicht das schon, um die Intensität rauszunehmen. Dieses Gefuhl, nicht allein zu sein, das ist so wichtig. Die Vorstellung, dass man einen Plan hat, gibt einem irgendwie mehr Kontrolle zurück, finde ich. Man muss sich halt immer wieder neue Wege suchen, damit diese alten Muster nicht die Oberhand gewinnen. 💪😊
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