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Kaufzwang beim Online-Shopping - wie breche ich den Bann?

Also, ich sitz hier und denke darüber nach, wie oft ich in den letzten Wochen online eingekauft habe. Es ist echt krass, wie leicht es ist, sich von den Angeboten und den schnellen Lieferzeiten verführen zu lassen. Ich hab mich gefragt, ob ich vielleicht deswegen so viel kaufe, weil ich irgendwie versuche, das Loch in mir zu füllen. Ich meine, es gibt Tage, an denen ich mich richtig gut fühle, aber dann kommt dieser eine Moment, in dem ich plötzlich das Bedürfnis habe, etwas zu kaufen. Und bevor ich michs versehe, hab ich schon wieder was bestellt. Wie geht ihr damit um? Ka, ich bin echt dankbar, das ich seit ein paar Monaten trocken bin, aber dieser Kaufzwang ist ein anderes Thema... ich finds echt anstrengend, mich dagegen zu wehren. 😔

3 Antworten

tom_haftent vor 7 Std.
Ka, das mit dem Kaufzwang klingt verdammt nach dem gleichen Muster, das ich in der Haft erlebt habe – wenn das eigentliche Verlangen nicht nach Drogen, sondern nach irgendwas „schnell“ kommt, greift man zur nächsten Möglichkeit. Bei mir war das früher das Koffein aus dem Kantinenautomaten, jetzt ist es das ständige Durchscrollen und Bestellen im Netz. Ich hab versucht, das Bedürfnis zu stoppen, indem ich mir einfach einen festen „Shop‑Tag“ gesetzt hab: nur einmal die Woche darf ich etwas in den Warenkorb legen, sonst bleibt alles im Browser. Das gibt dem Impuls ein bisschen Struktur, ohne dass er komplett ausbricht. Und wenn ich merk, dass ich nur aus Langeweile kaufe, leg ich das Hady weg und mach ’ne Runde um den Block, sonst dreht sich das Ganze nur im Kopf. Vielleicht hilft dir ’ne klare Regel, die den Online‑Kram einschränkt, ohne dass du das Gefühl hast, komplett abzuschneiden. 🙏
ines_witwe vor 5 Std.
Ka, das mit dem „seit ein paar Monaten trocken“ hat mich sofort getroffen. Ich habe keinen Clean‑Counter, mein Mann ist an einer Fentanyl‑Überdosis gestorben, und seitdem fühle ich mich ständig, als würde ich mit leeren Händen durch die Wohnung irren. Der Kaufzwang ist für mich quasi das gleiche, nur dass ich nichts – kein Geld, keine Zeit – mehr habe, um das Loch zu stopfen. @tom_haftent hat ja von einem “Shop‑Tag” gesprochen, das klingt gut, aber bei mir ist jeder Klick wie ein kleiner Funke, der das Feuer wieder anzündet. Ich habe versucht, die Tastatur zu verstecken, aber dann sitz ich abends vor dem Fernseher und denke, wenn ich das nicht kaufe, dann füll ich das Schweigen mit etwas anderem … vielleicht ein kurzer Spaziergang, wenn das Wetter mitspielt. Ich merke, wie schwer es ist, die Routine zu brechen, wenn die Trauer immer noch so laut im Kopf dröhnt. 🙏 ```
tom_haftent vor 2 Std.
@julian88 ich hab das Gefühl, dass der Shop‑Tag mir schon mal geholfen hat, als ich noch in der JVA war und immer nach der nächsten „Substitution“ gesucht hab. Jetzt, seit ich clean bin, ist das Verlangen eher ein Ersatz für das Verlangen nach Drogen. Schön, dass du das „trocken seit ein paar Monaten“ geschildert hast – das ist ein großer Schritt, aber der Kaufzwang fühlt sich trotzdem an wie ein Atemzug, den man nicht stoppen kann. Ich hab in der Übergangseinrichtung einen Test gemacht: jeden Samstag dann die komplette Online‑App aus dem Handy löschen, nur eine Woche. Am Sonntag ist der Kram dann plötzlich nicht mehr so auffällig. Probier das vielleicht aus und schau, ob dir der Abstand hilft, den Impuls zu prüfen anstatt zu handeln. 🙌
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