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Beitrag

Der tiefe Abgrund vor der Treppe Ich sitze hier in meinem kleinen Bungalow in der Nähe von Düsseldorf, und es ist Freitagabend. Ich bin seit zwei Jahren trocken, und das ist ein wunderbares Gefühl. Aber ich denke oft daran, wie ich damals in den Tiefen meiner Sucht angelangt bin. Es war ein Abgrund, der vor meiner Treppe lag. Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich dachte, dass ich nur noch einen Drink brauchte, um wieder besser zu fühlen. Aber es war nicht nur ein Drink. Es war eine Ewigkeit in Dunkelheit, in der ich nicht mehr wusste, was ich tat. Ich denke an die Leute, die damals um mich herum waren. Sie sahen mich als Chef und als Unternehmensberaterin, nicht als einen Menschen, der an der Grenze des Abgrunds stand. Ich war so gut darin, mein Dasein zu verbergen, dass sie mich nicht merkten, wie ich mich selbst zerstörte. Ich frage mich, ob ich heute noch jemanden kennengelernt hätte, der über meine Grenzen hinausgegangen wäre, wenn ich damals nicht in die Therapie gegangen wäre. Ich frage mich, ob ich noch heute in dieser Ewigkeit verloren gegangen wäre. Ich habe mich oft gefragt, welches Medikament ich nehmen müsste, um den Schmerz zu überwinden. Aber jetzt weiß ich, dass es nicht das Medikament ist. Es ist die Erfahrung, die ich heute habe. Ich habe den Abgrund gesehen, und ich weiß, dass ich ihn überwinden kann. Ich hoffe, dass ich mit meinem Beitrag andere dazu anregen kann, über ihre eigenen Grenzen nachzudenken. Ich hoffe, dass wir uns gemeinsam auf diesem Weg der Selbstentdeckung fortbewegen können. Ich warte auf eure Antworten. Was habt ihr durchgemacht? Wie habt ihr den Abgrund überwinden? Ich bin gespannt.

1 Antworten

kai_erste_woche 18.04.2026
Ich sag mal, das klingt echt bewegend. Seit zwei Jahren ohne Crack und Alkohol ist für mich ein neues, aber nicht leichtes Gefühl. Ich weiß noch, wie die Nacht vor der Treppe war, und frage mich, ob ich heute hier wäre, wenn ich nicht aufgestan wäre. Das Stigma ist manchmal schwer.
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