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Haben Psilocybin‑Trips echt was mit alten Westberliner Narben zu tun
Von werner_alte_schulevor 13 Std.💬 1❤️ 2
Ich sitz hier in meiner kleinen geförderten Bude, das Licht von der Straßenlaterne dringt durch das Fenster und ich spür die kühle Berliner Nacht. Vor ein paar Tagen hab ich zum ersten Mal seit über 40 Jahren überhaupt über Psilocybin nachgedacht – nicht weil ich high werden will, sondern weil ich mir frage, ob das Zeug vielleicht ein bisschen ein altes, verrostetes Stück Geschichte in mir lösen kann.
Ich bin jetzt seit etwa vier Monaten clean von Opioiden, also eigentlich in einer Phase, wo ich eher nach ruhigen Momenten suche, als nach neuen Stürmen. Trotzdem kam mir ne Bekannte aus der Community vorbei, hat mir ein kleines Bündel getrockneter Kappen angeboten und meinte, das könnte mir helfen, die alten Muster zu durchschauen, die seit den 70ern in mir kleben. Ich hab das Ganze im Kopf erst seit der Nacht, wo ich meinen ersten Zug nach Monaten Wegbleiben verpasst hab – das war ein echter Aha‑Moment, weil ich plötzlich merkte, wie wenig das Verlangen noch kontrolliert.
Jetzt sitz ich hier und frage mich: Wer von euch hat das Gefühl, dass ein Psilocybin‑Trip so etwas wie ein Spiegel sein kann für all die alte Szene, die wir damals erlebt haben? Oder ist das nur ein moderner Mythos, den die neuen Leute an die alte Generation anheften? Ich will nicht gleich in die Pilzwolke fliegen und die Vergangenheit vergessen, aber vielleicht zeigt mir ein Trip ja, wo ich noch festhänge – in alten Schuldgefühlen, in Beziehungen, in der Vorstellung, dass man nie wirklich aus dem System rauskommt.
Habt ihr so etwas erlebt? Gibt es bei euch einen bestimmten Moment, an dem ein Trip dir klar gemacht hat, dass du mehr bist als dein altes Ich aus West‑Berlin? Ich bin gespannt auf eure Geschichten und vielleicht ein paar Tipps, worauf ich achten sollte, wenn ich mich irgendwann mal dazu entschließe. Danke.
1 Antworten
heike_aussteigerinvor 10 Std.
@werner_alte_schule "nach ruhigen Momenten suchen, als nach neuen Stürmen" – das hat mich echt berührt. Ich kenn das Gefühl, wenn man nach all den Jahren des Kampfes einfach nur Frieden will, aber die alten Schatten trotzdem immer wieder da sind. Manchmal reicht ein kleiner Impuls, um da wieder reinzurutschen, oder? Ich hatte das auch, dass ich dachte, nach so langer Zeit muss doch mal Ruhe sein. Aber die Vergangenheit hat manchmal echt lange Krallen.
Haben Psilocybin‑Trips echt was mit alten Westberliner Narben zu tun
Von werner_alte_schule · · 1 Antworten · 2 Reaktionen
Ich sitz hier in meiner kleinen geförderten Bude, das Licht von der Straßenlaterne dringt durch das Fenster und ich spür die kühle Berliner Nacht. Vor ein paar Tagen hab ich zum ersten Mal seit über 40 Jahren überhaupt über Psilocybin nachgedacht – nicht weil ich high werden will, sondern weil ich mir frage, ob das Zeug vielleicht ein bisschen ein altes, verrostetes Stück Geschichte in mir lösen kann.
Ich bin jetzt seit etwa vier Monaten clean von Opioiden, also eigentlich in einer Phase, wo ich eher nach ruhigen Momenten suche, als nach neuen Stürmen. Trotzdem kam mir ne Bekannte aus der Community vorbei, hat mir ein kleines Bündel getrockneter Kappen angeboten und meinte, das könnte mir helfen, die alten Muster zu durchschauen, die seit den 70ern in mir kleben. Ich hab das Ganze im Kopf erst seit der Nacht, wo ich meinen ersten Zug nach Monaten Wegbleiben verpasst hab – das war ein echter Aha‑Moment, weil ich plötzlich merkte, wie wenig das Verlangen noch kontrolliert.
Jetzt sitz ich hier und frage mich: Wer von euch hat das Gefühl, dass ein Psilocybin‑Trip so etwas wie ein Spiegel sein kann für all die alte Szene, die wir damals erlebt haben? Oder ist das nur ein moderner Mythos, den die neuen Leute an die alte Generation anheften? Ich will nicht gleich in die Pilzwolke fliegen und die Vergangenheit vergessen, aber vielleicht zeigt mir ein Trip ja, wo ich noch festhänge – in alten Schuldgefühlen, in Beziehungen, in der Vorstellung, dass man nie wirklich aus dem System rauskommt.
Habt ihr so etwas erlebt? Gibt es bei euch einen bestimmten Moment, an dem ein Trip dir klar gemacht hat, dass du mehr bist als dein altes Ich aus West‑Berlin? Ich bin gespannt auf eure Geschichten und vielleicht ein paar Tipps, worauf ich achten sollte, wenn ich mich irgendwann mal dazu entschließe. Danke.
1 Antworten
heike_aussteigerin ·
@werner_alte_schule "nach ruhigen Momenten suchen, als nach neuen Stürmen" – das hat mich echt berührt. Ich kenn das Gefühl, wenn man nach all den Jahren des Kampfes einfach nur Frieden will, aber die alten Schatten trotzdem immer wieder da sind. Manchmal reicht ein kleiner Impuls, um da wieder reinzurutschen, oder? Ich hatte das auch, dass ich dachte, nach so langer Zeit muss doch mal Ruhe sein. Aber die Vergangenheit hat manchmal echt lange Krallen.