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Glaube ich, dass meine Schuldgefühle mich erstickt – was hilft, ohne zu kiffen?

Seit Mama weg ist, hab ich das Haus allein regiert, und mein Vater hat immer noch meine Hilfe gebraucht, obwohl er eigentlich nicht helfen muss. Ich fühle mich total schuldig, weil ich nicht mehr für ihn da sein kann, und dann kommt die ganze Angst mit, wenn er plötzlich an die Tür klopft. Ich kiff immer öfter, um die Schwere zu verdrängen, aber das hilft nur kurz. Hat jemand andere Wege gefunden, diese Schuld zu mildern? Etwas, das nicht nur im Kopf bleibt, sondern mir wirklich hilft, den Tag zu überstehen? 🙏😔

12 Antworten

eberhard_oxy vor 2 Tagen
Ich hab das Gefühl, ich bin nicht der Einzige, der sich so fühlt. Vor ein paar Monaten habe ich auch darüber nachgedacht, wie ich meinem Vater helfen soll, obwohl er eigentlich nicht muss. Ich hab das Haus allein regiert, so wie du. Beim letzten Post in „Die Fremde im Spiegel“ hab ich erzählt, dass die Schuld manchmal ein bisschen wie ein Schatten ist, der immer mitkommt. Vielleicht hilft es, dir klar zu machen, dass du nicht die ganze Last tragen musst – das war mir klar, als ich nach der Tumortherapie immer wieder nach Oxy gefragt wurde. Ehrlich, manchmal hilft es, einfach mit jemandem darüber zu quatschen, ohne sich zu verurteilen.
kimraucht_nichtmehr vor 2 Tagen
@clara_84 genau das mit dem Alleinsein und der Verantwortung kenn ich nciht, auch wenn die Zeit seit Mama weg für mich schmalzlig war 😔 Man fuehlt sich so, als ob das eigene Dasein nur noch aus dem Stillen von Schuld besteht und das Rauchen dann zum schnellen Bremsdruck wird, obwohl es kaum hilft. @eberhard_oxy das mit dem Schatten und der Tumortherapie trifft es so hart, weil es mich auch an meine letzten Wochen erinnert, wo ich total durchgeknallt war... Statt zu drüber wegzusehen, versuch ich einfach klein anzufangen, den Druck zu mindern, also abzusagen, wenn er zu viel will, auch wenn der Vater dann an die Tür klopft und ich ein bisschen durchdrehe. Reden hilft wirklich, auch wenns nur vor dem Spiegel klingt, und so langsam werd ich mir klar, das ich nicht der Retter sein muss, damit ich selbst ein bisschen durchatmen kann 💪🙏.
clara_84 vor 2 Tagen
@"clara_84" das mit dem "Haus alleine regiert" hat total mit mir angefangen. Vor ein wochentag schrieb ich genau das, wie mein Vater das Gefühl hat, dass er meine Hilfe braucht, obwohl er gar nicht muss. Es ist, als ob er nicht وابestaunen kann, dass ich nicht mehr da bin, weißt du? Ich hab letztens noch über den Schatten gesagt, der mit mir trollt – bei mir ist es mehr wie ein Druck, dass ich immer noch da sein sollte. @eberhard_oxy, du hast recht, manchmal hilft auch einfach nur, zuzugeben, dass man nicht alles aushalten muss. Bei mir gehts auch so, wenn ich heute Abend nochmal Kiffen will, weil der Vater wieder Rummel macht. Aber ich merke, dass es nicht mehr so gut wird, wenn ich mich nur auf das konzentriere. Vielleicht lohnt es, mal anzunehmen, dass sein "Hilfe"-Ruf nur noch leer ist, weil er nicht versteht, wie ich jetzt bin. @kimraucht_nichtmehr, du hast mir was angezeigt mit dem "Ab
eberhard_oxy vor 2 Tagen
Der Satz „Seit Mama weg ist, hab ich das Haus allein regiert“ hat mich echt getroffen, weil ich das selbst kenne – nach meiner OP‑Therapie war ich plötzlich nicht nur Patient, sondern fast schon Familien‑manager. Und dann noch das Bild vom Vater, der meine Hilfe verlangt, obwohl er es nicht muss. Ich merke, wie sehr das Schuldgefühl mich früher im Kreis gedreht hat, bevor ich vor drei Monaten auf Buprenorphin umgestiegen bin. Manchmal hilft es, die Verantwortung bewusst zu benennen, statt sie zu verschlucken. Vielleicht ein kurzer Moment am Abend, einfach laut zu sagen: „Ich bin nicht mehr der Rettungsanker.“ Das schafft ein bisschen Abstand, bevor die Gedanken wieder um die Tür klopfen. 🙏 ( und ja, @kimraucht_nichtmehr – dein Hinweis, klein anzufangen, hat bei mir auch geklappt, wenn ich den Druck in kleine Schritte zerlege.)
nicole_tag14 vor 2 Tagen
Seit Mama weg ist, hab ich das Haus allein regiert… das klingt genau wie mein Kopf gerade. Ich hab jetzt 6 Tage sauber, aber jedes Mal, wenn der Vater an die Tür klopft, fuehlt es sich an, als muesste ich wieder der Retter sein. @clara_84, ich versteh dich, das Gewicht ist echt. @
ameliahealing vor 1 Tagen
Der Satz „Seit Mama weg ist, hab ich das Haus ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
nicole_tag14 vor 1 Tagen
Ich hab jetzt 6 Tage sauber, aber immer noch die Angst, dass der Vater an die Tuer klopft und ich muss irgendwie „Rettungsanker“ sein. @kimraucht_nichtmehr, du hast das mit dem kleinen Anfangen richtig getroffen – ich versuch jetzt, wenn er anklopft, nur ein kurzes „Sorry, hab gerade Zeit“ zu sagen, dann wieder weg. Das alte „Haus allein regiert“ ist wie ein Echo, das mich runterzieht, aber ich muss mich erinnern, dass ich nicht alles tragen muss. Vielleicht hilft’s, die Schuld als „nur ein Teil der Geschichte“ zu sehen, statt als ganze Last. 💪😔
kimraucht_nichtmehr vor 1 Tagen
Das mit dem Haus allein regieren hat mich voll getroffen, weil ich das Gefühl kenne, dass alles auf meinen Schultern liegt, obwohl ich eigentlich nur 16 bin. @clara_84 du hast gesagt, dein Vater braucht immer noch deine Hilfe – das klingt so, als ob er nicht kapiert, dass du jetzt clean bist und dich selbst schuetzen musst. Ich bin jetzt 28 Tage clean und jedes Mal, wenn er an die Tuer klopft, spuer ich diesen Druck, sofort zu springen, sonst kommt die Schuld zurueck. @eberhard_oxy hat ja erwähnt, dass reden hilft, und ich versuch's jetzt sogar mit meinem Tagebuch, statt mit nem Vape‑Zug. Manchmal fuehle ich mich total leer, aber ich merke, dass das Aufschreiben von dem, was mir im Kopf rumspukt, echt ein bisschen Luft gibt. Vielleicht kann man ja kleine Grenzen setzen, ohne gleich das
clara_84 vor 1 Tagen
boah, Seit Mama weg ist, hab ich das Haus allein regiert – das klingt, als wär’ der ganze Ballast auf meinen Schultern. Ich weiß, wie der Druck sitzt, wenn er anklopft, und ich mich dann sofort in die Rolle des Retters stürze. Ich hab versucht, am Ende des Tages kurze „Ich kann’s nicht“‑Antworten zu üben, damit er merkt, dass ich nicht immer da sein muss. Manchmal hilft es, das Kind im Kopf rauszuholen und zu sagen: „I’m not the anchor, just a person.“ srsly, das setzt ein bisschen Abstand. 😔💪
kimraucht_nichtmehr vor 1 Tagen
Der Satz „Seit Mama weg ist, hab ich das Haus allein regiert“ hat mir echt das Herz gestoppt, weil ich das total kenne. Bei mir ist das fast jeden Tag so: wenn mein Vater an die Tuer klopft, spuere ich sofort diesen Druck, wieder „der Retter“ zu sein, obwohl ich eigentlich nur noch versuche, clean zu bleiben. Ich bin jetzt 29 Tage sauber und merke, dass jedes Mal, wenn ich fast wieder zum Vape greife, genau dieser Moment der Schuld kommt. Was mir hilft, ist, laut zu sagen: „Ich schaffe das nicht allein, und das ist okay.“ Dann atme ich tief und gehe kurz raus, einfach ein paar Minuten an die frische Luft. Manchmal reicht das schon, um den inneren Sturm ein bisschen zu beruhigen. 🙏❤️ @clara_84 – dein Tipp mit den kurzen “Ich kann’s nicht”-Antworten probiere ich jetzt aus, weil ich sonst immer noch das ganze Haus „regiere“. Danke dafuer!
ameliahealing vor 1 Tagen
@clara_84 das mit dem Haus regieren fühlt sich an wie ein ständiger, leiser Totalschock. Ich hab ne Stunde lang alleine im Stuhl gezweifelt, dann die Wand an die Zahl geschaut – 298 Tage. Und plötzlich ist der Druck nur noch ein Schatten. 🙏💪
clara_84 vor 1 Tagen
Aaaah, das "Haus allein regieren" – ich hab's doch oft, bei 298 Tagen sauber bin das fast zu viel. Obwohl ich allein noch im Alltag zurecht komme, baut der Druck einfach immer mehr auf. Mehr kann ich nicht. Aber wo ich jetzt schonabbiege, sieht's so aus, das der Vpaß einfach immer noch da ist, wo er mir doch nicht mehr zusetzt. "Seit Mama weg ist, hab ich das Haus allein regiert"…, bin ein bisschen von dieser Mauer, die leer ist, amüsiert und auch schrecklich gebrochen. 💪
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