Öffentlich lesbarer Thread
Wie halte ich das TikTok‑Gefühl von "nur noch ein Video" im Griff, wenn der Alltag leer...
Sonntag Nachmittag, sitz ich hier in der Übergangseinrichtung und das Licht ist irgendwie zu grell. Meine Hände haben nichts zu tun, also greif ich automatisch zum Handy – ich will ja nur kurz nen Clip von diesem neuen Tanz sehen, der gerade überall läuft. Und plötzlich ist da das gleiche Muster wie früher: ein Video nach dem anderen, das Gefühl, dass ich gleich noch eins, noch eins sehen muss, bis ich irgendwann merke, dass die ganze Stunde weg ist und ich wieder nur im Kopf das alte Rausch‑Gefühl habe.
Ich hab's jetzt fast vier Monate clean, die Substitutionspille läuft noch, aber das Internet ist das neue "Killer‑Ding". Früher war es die Nadel, jetzt ist's das Handy. Noch krasser: Wenn ich das nicht sofort checke, fange ich an zu grübeln, warum ich hier so viel Zeit habe, warum ich nicht mehr viel zu tun hab und das macht das Verlangen nach Ablenkung noch stärker.
Habt ihr Tipps, wie man den automatischen "nur noch ein Video" Loop unterbricht? Ich versuch's mit ner Alarm‑App, die mich nach 15 Minuten erinnert, aber das wirkt irgendwie wie ein Nagel im Kopf. Oder vielleicht einfach das Handy in die andere Ecke legen, bis ich fertig mit dem Essen oder dem Workout bin? Ich weiß, ich muss mir klar machen, dass das nur "Klicks" sind und kein echter Kick, aber im Moment fühlt sich das so an, als wär's das Einzige, das mich beschäftigt hält.
Wie geht ihr mit diesem Dauer‑Scrollen um, gerade wenn ihr neu im clean‑Leben seid? Bin für jeden kleinen Trick dankbar, der das Handy kurzzeitig aus der Hand nimmt. 🙏
