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Warum fühle ich mich beim Grillen plötzlich so unsicher
Von sarah_03vor 11 Std.💬 4❤️ 3
Ich sitz gerade im Wohnheim, das Licht ist noch ein bisschen gedimmt und draußen riecht es nach Grillkohle. Heute Abend war das eine von denen, wo ein paar Kommilitonen spontan 'ne kleine Session angezündet haben – nur ein Joint, nur zum Chillen, nichts Großes. Ich war erstmal ganz cool, hab mein Bier getrunken und versucht, das Gespräch zu folgen. Aber dann kam das „Hey Sarah, willst du auch?“, und plötzlich war da dieses Ziehen im Magen, dass ich seit 138 Tagen nicht mehr so richtig gespürt habe.
Ich hab mich dann einfach zurückgezogen, hab mir ein bisschen Musik angehört und versucht, durch Meditation wieder runterzukommen. Das war eigentlich ganz gut, aber das Gedankenkreisen ging weiter: Was, wenn ich jetzt doch ein bisschen kiffe? Wird das die ganze clean‑Phase zerstören? Oder kann ich das ja „step by step“ angehen und vielleicht nur ein bisschen probieren, ohne gleich wieder voll zurückzufallen? Am liebsten würde ich einfach sagen, nein, das ist nicht mein Ding mehr, aber irgendwie fühlt es sich an, als würde ich mich selbst verkriechen, wenn ich jedes Mal sofort „nein“ sage.
4 Antworten
frank42vor 4 Std.
@sarah_03, das mit dem Gedanken „Wird das die ganze clean‑Phase zerstören?“ kenne ich zu gut. Ich hab mal fast einen Joint genommen, weil der Druck einfach zu groß war – und dann hab ich plötzlich gemerkt, wie schnell das alte Verlangen zurückkommt, fast wie ein Echo. Um ehrlich zu sein, das „step by step“ ist für mich ein gefährlicher Trugschluss, weil das Gehirn die Linie schnell verwischt. Ich brauch da meistens die Ablenkung, die mir meine Arbeit in der Jugendhilfe gibt, und dann bleibt der Gedanke klein. Es hilft mir, das Ganze als Signal zu sehen, nicht als Auslöser, und dann sofort was zu tun, das mir gut tut – ein kurzer Lauf, ein bisschen Musik, oder einfach das Gespräch mit jemandem, dem ich vertrau. Das war für mich das Gegenmittel, das mich vom Absturz abgehalten hat.
sabrina_koksvor 2 Std.
Diese Frage „Wird das die ganze clean‑Phase zerstören?“ hab ich mir auch ständig gestellt, grad am Anfang. Wenn man da so im Gedankenkarussell hängt und sich fragt, ob ein kleiner Rückfall gleich alles kaputt macht. Ich weiß noch, wie ich nach meiner Therapie immer wieder dachte, ob ein Glas Wein nach der Arbeit in der Bar jetzt wirklich schlimm ist. Das ist halt diese Linie, die so verschwommen ist, oder? Man will ja nicht als „der Süchtige“ dastehen, der bei jeder Kleinigkeit panisch wird. Aber zum anderen, wenn man einmal angefangen hat, die Regeln zu biegen, ist der Weg zurück echt steil. Hab neulich fast schon wieder angefangen, mir ne Nase zu legen, weil ein alter Bekannter meinte „Nur zur Feier des Tages!“. Hab mich dann zum Glück noch rausgezogen, war aber knapp.
sarah_03vor 1 Std.
Das mit dem „Wird das die ganze clean‑Phase zerstören?“ hat mich echt aus der Ruh gekriegt. Ich spüre das Ziehen im Bauch immer wieder, wenn jemand plötzlich anbietet – früher war das fast ein Automat, jetzt drückt sich das Ganze eher wie ein leiser Druck im Hinterkopf an. @frank42, dein Hinweis, das Ganze als Signal zu sehen, hat bei mir ein bisschen Klick gemacht. Statt zu überlegen, ob ich „ein bisschen probieren“ kann, versuche ich jetzt, das Aufblitzen sofort mit einer kurzen Atemübung oder einem schnellen Spaziergang zu überspannen. Letzte Woche war ich beim Grillen fast wieder dabei, hab aber einfach die Gitarre aus meinem Rucksack geholt und für fünf Minuten gezupft. Das hat den Drang echt gedämpft, obwohl das Herz noch schneller gerattert hat. Vielleicht hilft es ja, solche Mini‑Rituale zu sammeln, wenn das Verlangen plötzlich auftaucht. 🙏❤️
frank42vor 40 Min.
Ich hab neulich selber das „Wird das die ganze Clean‑Phase zerstören?“-Konstrukt auf dem Grillenkopf erlebt. Die kleinen „nur ein Joint“‑Momente sind wie Mini‑Stressfaktoren, die das Gehirn kurz in die alte Schaltfläche schieben. Was ich dann mache, ist einfach ein kurzes „Gespräch mit meinem inneren Coach“ – also eine Mini‑Atempause, ein kurzer Walk oder mir einfach das Telefon am Ohr behalten, damit der nächste Trigger nicht so unkontrolliert eintritt. So bleibt die Linie klar, auch wenn der Drang kommt. 🙏❤️
Warum fühle ich mich beim Grillen plötzlich so unsicher
Von sarah_03 · · 4 Antworten · 3 Reaktionen
Ich sitz gerade im Wohnheim, das Licht ist noch ein bisschen gedimmt und draußen riecht es nach Grillkohle. Heute Abend war das eine von denen, wo ein paar Kommilitonen spontan 'ne kleine Session angezündet haben – nur ein Joint, nur zum Chillen, nichts Großes. Ich war erstmal ganz cool, hab mein Bier getrunken und versucht, das Gespräch zu folgen. Aber dann kam das „Hey Sarah, willst du auch?“, und plötzlich war da dieses Ziehen im Magen, dass ich seit 138 Tagen nicht mehr so richtig gespürt habe.
Ich hab mich dann einfach zurückgezogen, hab mir ein bisschen Musik angehört und versucht, durch Meditation wieder runterzukommen. Das war eigentlich ganz gut, aber das Gedankenkreisen ging weiter: Was, wenn ich jetzt doch ein bisschen kiffe? Wird das die ganze clean‑Phase zerstören? Oder kann ich das ja „step by step“ angehen und vielleicht nur ein bisschen probieren, ohne gleich wieder voll zurückzufallen? Am liebsten würde ich einfach sagen, nein, das ist nicht mein Ding mehr, aber irgendwie fühlt es sich an, als würde ich mich selbst verkriechen, wenn ich jedes Mal sofort „nein“ sage.
4 Antworten
frank42 ·
@sarah_03, das mit dem Gedanken „Wird das die ganze clean‑Phase zerstören?“ kenne ich zu gut. Ich hab mal fast einen Joint genommen, weil der Druck einfach zu groß war – und dann hab ich plötzlich gemerkt, wie schnell das alte Verlangen zurückkommt, fast wie ein Echo. Um ehrlich zu sein, das „step by step“ ist für mich ein gefährlicher Trugschluss, weil das Gehirn die Linie schnell verwischt. Ich brauch da meistens die Ablenkung, die mir meine Arbeit in der Jugendhilfe gibt, und dann bleibt der Gedanke klein. Es hilft mir, das Ganze als Signal zu sehen, nicht als Auslöser, und dann sofort was zu tun, das mir gut tut – ein kurzer Lauf, ein bisschen Musik, oder einfach das Gespräch mit jemandem, dem ich vertrau. Das war für mich das Gegenmittel, das mich vom Absturz abgehalten hat.
sabrina_koks ·
Diese Frage „Wird das die ganze clean‑Phase zerstören?“ hab ich mir auch ständig gestellt, grad am Anfang. Wenn man da so im Gedankenkarussell hängt und sich fragt, ob ein kleiner Rückfall gleich alles kaputt macht. Ich weiß noch, wie ich nach meiner Therapie immer wieder dachte, ob ein Glas Wein nach der Arbeit in der Bar jetzt wirklich schlimm ist. Das ist halt diese Linie, die so verschwommen ist, oder? Man will ja nicht als „der Süchtige“ dastehen, der bei jeder Kleinigkeit panisch wird. Aber zum anderen, wenn man einmal angefangen hat, die Regeln zu biegen, ist der Weg zurück echt steil. Hab neulich fast schon wieder angefangen, mir ne Nase zu legen, weil ein alter Bekannter meinte „Nur zur Feier des Tages!“. Hab mich dann zum Glück noch rausgezogen, war aber knapp.
sarah_03 ·
Das mit dem „Wird das die ganze clean‑Phase zerstören?“ hat mich echt aus der Ruh gekriegt. Ich spüre das Ziehen im Bauch immer wieder, wenn jemand plötzlich anbietet – früher war das fast ein Automat, jetzt drückt sich das Ganze eher wie ein leiser Druck im Hinterkopf an. @frank42, dein Hinweis, das Ganze als Signal zu sehen, hat bei mir ein bisschen Klick gemacht. Statt zu überlegen, ob ich „ein bisschen probieren“ kann, versuche ich jetzt, das Aufblitzen sofort mit einer kurzen Atemübung oder einem schnellen Spaziergang zu überspannen. Letzte Woche war ich beim Grillen fast wieder dabei, hab aber einfach die Gitarre aus meinem Rucksack geholt und für fünf Minuten gezupft. Das hat den Drang echt gedämpft, obwohl das Herz noch schneller gerattert hat. Vielleicht hilft es ja, solche Mini‑Rituale zu sammeln, wenn das Verlangen plötzlich auftaucht. 🙏❤️
frank42 ·
Ich hab neulich selber das „Wird das die ganze Clean‑Phase zerstören?“-Konstrukt auf dem Grillenkopf erlebt. Die kleinen „nur ein Joint“‑Momente sind wie Mini‑Stressfaktoren, die das Gehirn kurz in die alte Schaltfläche schieben. Was ich dann mache, ist einfach ein kurzes „Gespräch mit meinem inneren Coach“ – also eine Mini‑Atempause, ein kurzer Walk oder mir einfach das Telefon am Ohr behalten, damit der nächste Trigger nicht so unkontrolliert eintritt. So bleibt die Linie klar, auch wenn der Drang kommt. 🙏❤️