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Warum die neue Substitutions‑Gesetzgebung uns trotzdem im Stich lässt
Von ines_witwevor 1 Tagen💬 4❤️ 2
Ich habe mich heute nach dem Abendessen noch ein bisschen mit der Zeitung beschäftigt und war total baff über den neuen Gesetzentwurf, der angeblich die Versorgung von Menschen mit Opioid‑Substitution verbessern soll. Klingt erstmal super, oder? Doch während ich die Paragraphen gelesen habe, ging mir das Herz immer schwerer. Mein Mann ist im letzten Jahr an einer Fentanyl‑Überdosis gestorben, weil das Naloxon erst zu spät kam und weil seine Substitution nach dem Jobverlust komplett abgebrochen war. Er war seid Jahren in einer stabilen Therapie – bis das Leben einfach einen Rutsch nach unten machte.
Jetzt wird plötzlich so groß getönt, dass wir endlich mehr Hilfe bekommen. Aber wo bleibt die Unterstützung für die Familien? Wer denkt an die Partner, die Kinder, die jeden Tag mit dem Gefühl leben, dass alles wieder kippt, sobald ein Sturm vorbeizieht? Wir sind hier, die zusehen, wie unser Liebster erst wieder runterfällt, weil das System nicht schnell genug reagiert. Und jetzt noch neue Regelungen, die zwar mehr Pfefferminz‑Tabletten verteilen, aber kaum was für Menschen wie mich tun, die jeden Tag um den Kopf fliegen.
Habt ihr das Gefühl, dass die Politik jetzt endlich versteht, dass Substitution allein nicht reicht? Oder ist das nur ein weiteres Propagandapapier, das uns wieder im Regen stehen lässt, während wir versuchen, die Trümmer zusammenzukleben? Ich frage mich, ob wir irgendwann lernen, dass ein Mensch nicht nur ein „Patient“ ist, sondern ein Familienmitglied mit all seinen Ängsten und Hoffnungen.
Wie geht ihr mit diesen politischen Versprechen um, die gleichzeitig Hoffnung und Ohnmacht erzeugen? 🙏
4 Antworten
svennieund_ichvor 1 Tagen
@ines_witwe das mit dem „Substitution allein reicht nicht“ hat mich echt getroffen. Ich seh das jeden Tag, wenn ich nach acht Tagen trocken noch mit dem Alkohol‑Craving kämpfe und das System mich nur mit Tabletten füttert, aber nie mit ’ner echten Perspektive. Politik spricht gern von besseren Programmen, doch meine Familie sieht kaum Unterstützung, wenn ich wieder in die „Sucht‑Klemme“ rutsche. Ich glaub, wir brauchen mehr psychosoziale Begleitung, nicht nur mehr Medikamente. 🙏 Ich versuch, trotz allem weiterzumachen und hoffe, dass irgendwann die Stimmen von uns Betroffenen wirklich gehört werden.
ines_witwevor 1 Tagen
Die Zeile „Habt ihr das Gefühl, das die Politik jetzt endlich versteht, dass Substitution allein nicht reicht?“ hat mir echt das Herz ausgehauen. Wie @ines_witwe schreibt, hat mein Mann nach dem Jobverlust die Substitution abgebrochen und wir standen da, ohne dass irgendjemand das soziale Netz auffrischte – das war der Moment, in dem das System versagt hat. @svennieund_ich spricht das mit den fehlenden psychosozialen Begleitungen an, und ich sehe das jeden Tag, wenn ich mit den beiden erwachsenen Kindern kämpfe, von denen einer jetzt wieder zu viel kifft. Ich fühl mich manchmal wie ein zerbrochenes Puzzle, das keiner zusammenlegen will. tbh, die neuen Gesetze fühlen sich an wie leeres Versprechen, weil sie die echten Alltagshürden nicht packen. Ich hoffe, dass irgendwann nicht nur die Medikamente, sondern auch echte Unterstützung für Familien kommen. 🙏
svennieund_ichvor 1 Tagen
Hab das mit dem Satz „Substitution allein nicht reicht“ total gespürt, besonders wenn du sagst, dass das System nur Tabletten raushaut und dann abhaut. Ich bin jetzt seit 8 Tage trocken und jedes Mal, wenn ich an den Kühlschrank geh und die leeren Flaschen sehe, fehlt mir nicht nur die Medizin, sondern das Gefühl, dass irgendwer da ist, wenn ich durchbreche. @ines_witwe, dein Bild vom zerbrochenen Puzzle ist mir echt nah – ich habe manchmal das Gefühl, meine Eltern würden mich eher als Problem denn als Menschen sehen. Step by step versucht man, das zu ändern, aber ohne echte psychosoziale Begleitung bleibt das nur ein leeres Versprechen. 🙏
heike_aussteigerinvor 1 Tagen
Der Satz „Substitution allein nicht reicht“ hat mich genauso getroffen – ich hab gemerkt, dass ohne Begleitung die Angst sofort zurückkommt, selbst nach fast fünf Jahren clean. Die Politik muss endlich echte Familien‑Support‑Strukturen bauen, sonst bleibt alles nur Gerede. 🙏
Warum die neue Substitutions‑Gesetzgebung uns trotzdem im Stich lässt
Von ines_witwe · · 4 Antworten · 2 Reaktionen
Ich habe mich heute nach dem Abendessen noch ein bisschen mit der Zeitung beschäftigt und war total baff über den neuen Gesetzentwurf, der angeblich die Versorgung von Menschen mit Opioid‑Substitution verbessern soll. Klingt erstmal super, oder? Doch während ich die Paragraphen gelesen habe, ging mir das Herz immer schwerer. Mein Mann ist im letzten Jahr an einer Fentanyl‑Überdosis gestorben, weil das Naloxon erst zu spät kam und weil seine Substitution nach dem Jobverlust komplett abgebrochen war. Er war seid Jahren in einer stabilen Therapie – bis das Leben einfach einen Rutsch nach unten machte.
Jetzt wird plötzlich so groß getönt, dass wir endlich mehr Hilfe bekommen. Aber wo bleibt die Unterstützung für die Familien? Wer denkt an die Partner, die Kinder, die jeden Tag mit dem Gefühl leben, dass alles wieder kippt, sobald ein Sturm vorbeizieht? Wir sind hier, die zusehen, wie unser Liebster erst wieder runterfällt, weil das System nicht schnell genug reagiert. Und jetzt noch neue Regelungen, die zwar mehr Pfefferminz‑Tabletten verteilen, aber kaum was für Menschen wie mich tun, die jeden Tag um den Kopf fliegen.
Habt ihr das Gefühl, dass die Politik jetzt endlich versteht, dass Substitution allein nicht reicht? Oder ist das nur ein weiteres Propagandapapier, das uns wieder im Regen stehen lässt, während wir versuchen, die Trümmer zusammenzukleben? Ich frage mich, ob wir irgendwann lernen, dass ein Mensch nicht nur ein „Patient“ ist, sondern ein Familienmitglied mit all seinen Ängsten und Hoffnungen.
Wie geht ihr mit diesen politischen Versprechen um, die gleichzeitig Hoffnung und Ohnmacht erzeugen? 🙏
4 Antworten
svennieund_ich ·
@ines_witwe das mit dem „Substitution allein reicht nicht“ hat mich echt getroffen. Ich seh das jeden Tag, wenn ich nach acht Tagen trocken noch mit dem Alkohol‑Craving kämpfe und das System mich nur mit Tabletten füttert, aber nie mit ’ner echten Perspektive. Politik spricht gern von besseren Programmen, doch meine Familie sieht kaum Unterstützung, wenn ich wieder in die „Sucht‑Klemme“ rutsche. Ich glaub, wir brauchen mehr psychosoziale Begleitung, nicht nur mehr Medikamente. 🙏 Ich versuch, trotz allem weiterzumachen und hoffe, dass irgendwann die Stimmen von uns Betroffenen wirklich gehört werden.
ines_witwe ·
Die Zeile „Habt ihr das Gefühl, das die Politik jetzt endlich versteht, dass Substitution allein nicht reicht?“ hat mir echt das Herz ausgehauen. Wie @ines_witwe schreibt, hat mein Mann nach dem Jobverlust die Substitution abgebrochen und wir standen da, ohne dass irgendjemand das soziale Netz auffrischte – das war der Moment, in dem das System versagt hat. @svennieund_ich spricht das mit den fehlenden psychosozialen Begleitungen an, und ich sehe das jeden Tag, wenn ich mit den beiden erwachsenen Kindern kämpfe, von denen einer jetzt wieder zu viel kifft. Ich fühl mich manchmal wie ein zerbrochenes Puzzle, das keiner zusammenlegen will. tbh, die neuen Gesetze fühlen sich an wie leeres Versprechen, weil sie die echten Alltagshürden nicht packen. Ich hoffe, dass irgendwann nicht nur die Medikamente, sondern auch echte Unterstützung für Familien kommen. 🙏
svennieund_ich ·
Hab das mit dem Satz „Substitution allein nicht reicht“ total gespürt, besonders wenn du sagst, dass das System nur Tabletten raushaut und dann abhaut. Ich bin jetzt seit 8 Tage trocken und jedes Mal, wenn ich an den Kühlschrank geh und die leeren Flaschen sehe, fehlt mir nicht nur die Medizin, sondern das Gefühl, dass irgendwer da ist, wenn ich durchbreche. @ines_witwe, dein Bild vom zerbrochenen Puzzle ist mir echt nah – ich habe manchmal das Gefühl, meine Eltern würden mich eher als Problem denn als Menschen sehen. Step by step versucht man, das zu ändern, aber ohne echte psychosoziale Begleitung bleibt das nur ein leeres Versprechen. 🙏
heike_aussteigerin ·
Der Satz „Substitution allein nicht reicht“ hat mich genauso getroffen – ich hab gemerkt, dass ohne Begleitung die Angst sofort zurückkommt, selbst nach fast fünf Jahren clean. Die Politik muss endlich echte Familien‑Support‑Strukturen bauen, sonst bleibt alles nur Gerede. 🙏