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Wie wirkt sich das neue Vape‑Verbot an Schulen eigentlich aus?

Ich hab gerade im Lehrerzimmer die Kaffeemaschine an und meine Gedanken kreisen wieder um die letzte Schulversammlung, wo das Landesamt das komplette Verbot von Vapes in allen Klassenräumen verkündet hat. Klar, das klingt erstmal nach einem Killer‑Move gegen das Vapen, aber ich frage mich, was das im Alltag wirklich bedeutet. Max hat letzte Woche nach der 9. Stunde versucht, ein altes Gerät in der Schultasche zu verstecken – ich hab's sofort entdeckt und ihm die Tasche weggenommen. Er war zwar sauer, aber er meinte, er müsse ja trotzdem "irgendwie" was finden, weil er das Gefühl hat, sonst fehlt ihm was in der Pause. Und das ist ja nicht nur ein Problem von ein paar Jungs, ich seh das bei vielen meiner Schüler: das Verlangen nach etwas, das plötzlich "verboten" ist, macht es nur noch verführerischer. Gibt es bei euch Erfahrungen, dass das Gesetz tatsächlich den Konsum senkt, oder wird das Ganze eher nach hinten gekehrt, weil die Kids jetzt heimlich in Bädern oder hinterm Sportplatz nach Alternativen suchen? Ich habe das Gefühl, dass wir Lehrer eher im Nebel stehen – zum einen wollen wir klare Regeln, zum anderen fehlt oft die Begleitung, wenn ein Schüler nach einem Rückfall sucht. Wie geht ihr mit dem Spannungsfeld zwischen harter Gesetzeslage und dem alltäglichen Umgang in der Klasse um? Habt ihr vielleicht schon Pragmatiken gefunden, die besser funktionieren als nur das Verbot durchzusetzen? Ich bin gespannt auf eure Meinungen und ob jemand von euch schon konkrete Beispiele aus der Praxis hat, die zeigen, ob das Verbot wirklich etwas ändert. 🙏

1 Antworten

patrick_meth vor 3 Std.
muss das hier grad loswerden. Das mit dem Nebel trifft's echt gut. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Verbote haben mich nie vom Konsum abgehalten, im Gegenteil – es wurde irgendwie noch spannender, quasi der Reiz des Verbotenen. Was mir fehlte, war jemand, der mich ernst nimmt und nicht nur sanktioniert. Klar, ihr seid Lehrer und keine Suchtberater, aber der Satz "wenn ein Schüler nach einem Rückfall sucht" – da klingeln bei mir alle Alarmglocken. Das ist doch der Punkt: Die Kids brauchen Ansprechpartner, die nicht nur Regeln durchsetzen. Bei uns in der Beratung arbeiten wir jetzt viel mit Schulen zusammen, aber das ist noch viel zu wenig verbreitet. Vielleicht wäre ein niedrigschwelliges Angebot in der Schule sinnvoller als nur das Verbot? So nach dem Motto: Kommt einfach mal vorbei, bevor's eskaliert.
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