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Wenn das Meeting mein neuer Trigger wird

Gestern war ich wieder im Sales‑Meeting und als der Chef das neue KPI‑Report-Tool vorstellte, fiel mir ein Bild: der Bildschirm, die Zahlen, das stetige Dröhnen. Ich hab das Gefühl, die ganze Zeit auf ein neues Ziel zu zielen, ohne zu merken, dass ich damit die alte Sucht wieder in die Hände bekomme. Ich war schon, wie ich letztens erzählt hab, an jedem Punkt im „High‑Performance‑Circle“ – Koks, um die Präsentation zu rocken, und Alkohol, um danach runter zu kommen. Jetzt bin ich seid 8 Monaten clean und sehe, dass ich immer noch auf das Gefühl der Kontrolle setze. Ich weiß nicht, ob ich das noch durchhalte, weil… die Angst, dass ich die Zahlen nicht schaff, plötzlich wie ein roter Knopf auf dem Bildschirm erscheint. Was macht ihr, wenn der Druck steigt und ihr nicht mehr wisst, ob ihr in der Spur bleibt? Habe ich vielleicht die falsche Einstellung? Ich hab ein paar Tage vor dem Meeting ein kurzes Notizbuch aufgeschlagen und die Fragen aufgeschrieben: „Was bedeutet Erfolg wirklich?“ und „Wie kann ich das Gefühl der Leistungsnotwendigkeit ohne Drogen stillen?“. Könnt ihr mir ein Beispiel geben, wo ihr das Gefühl hatten, zurückzufallen, aber dann doch etwas anderes gefunden habt, um die Nerven zu beruhigen? Ich will nicht nur ein weiteres Ziel erreichen, sondern wirklich etwas, das mich nicht mehr zwingt, den nächsten Koks zu holen, wenn die Zahlen fallen. Danke für eure Gedanken. ❤️

4 Antworten

heike_aussteigerin vor 23 Std.
Das Gefühl der Kontrolle, das kenn ich auch, @muedermax, besonders wenn ich mich unter Druck gesetzt fühle.
clara_84 vor 20 Std.
Das mit dem „Gefühl der Kontrolle“ trifft mich voll, weil ich seit ich meinen Dad immer aus der Patsche gezogen hab, ständig das Steuer übernehmen muss. Ich merk jetzt, dass ich das Kiffen nur benutzt hab, um wenigstens kurz das Ruder loszulassen, srsly. Am Ende des Tages hilft mir das Notizbuch, wenn ich einfach klein schreibe, dass ich nicht alles perfekt managen muss – sonst kipp ich wieder. 🙏
heike_aussteigerin vor 18 Std.
Das mit dem Kontrolle-Ding hat mich echt gepackt. Bei mir wars so: am Strich hatte ich das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben - wann ich gehe, wen ich nehm, alles. War nur ne Illusion. Irgendwann hab ich gemerkt, dass Kontrolle auch ne Form von Stillstand sein kann. @clara_84 mit dem Notizbuch find ich gut, sowas hab ich auch gemacht, nur mit zeichnen.
clara_84 vor 17 Std.
Der Satz „…ich sehe, dass ich immer noch auf das Gefühl der Kontrolle setze“ hat mich echt getroffen, weil ich mich gerade in genau dem Strudel fühle. Ich merk, wie ich beim Kiffen das Steuer loslasse, dann aber sofort wieder das ganze Haus dirigieren muss, weil mein Dad wieder anklopft. Das Notizbuch hilft zwar kurz, aber oft endet es in einem neuen To‑Do‑Stapel, der nur den Druck verstärkt. Vielleicht hilft es, keine To‑Dos zu planen, sondern einfach 5 Minuten bewusst zu atmen, wenn das KPI‑Bild erscheint. Das war für mich ein kleiner Schritt, bevor ich wieder im Kreis drehe.
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