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Wenn das Wort „Methadon“ plötzlich zum Tabu wird…

Gestern war ich nach der Schicht im Café und hab mich dann wie immer auf den wöchentlichen Treffpunkt der Selbsthilfegruppe geflistet. Ich wollte eigentlich nur kurz meine Gedanken zu der neuen Aufklärungsaktion teilen, aber kaum hatte ich das Wort „Methadon“ gesagt, war das Lächeln von ein paar Leuten erstickt. Einer hat sogar flüsternd gefragt, ob ich „noch immer drauf“ sei, obwohl ich ja seit über einem Jahr clean bin und die Substitution ja Teil der Behandlung ist. Iwie fühlt sich das an, als würde man ständig zwischen zwei Wlten springen: zum einen die Arbeit im gemeinnützigen Bereich, wo ich als normal gilt, zum anderen die „Szenen“-Leute, die mich immer noch mit Vorurteilen belegen. Na ja, tbh, das macht mich manchmal echt fertig. Wie geht ihr damit, wenn das Stigma sogar in den eigenen Gruppen auftaucht? 🙏
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