Öffentlich lesbarer Thread
Wenn das Ende der Sucht nicht das Ende des Schmerzes bedeutet
Ich lieg gerade auf dem Sofa, das Licht ist schon gedimmt und draußen hör ich das leise Rauschen der Straße. Heute ist Mittwoch, ich bin total müde von den Gedanken, die immer wieder um die gleiche Frage kreisen: Wie soll ich jetzt leben, wenn er clean ist, aber ich mich immer noch wie ein Gefangener fühle?
Wie ich letztens im Post über das Croissant geschrieben hab, sitz ich jetzt mit nem leeren Teller und fühl mich, als ob ich noch immer im Nebel der vier Jahre stecke. Er hat aufgehört zu saufen, das ist ja super, aber er kommt immer noch mit diesen süßen, manipulativen Worten, die mich wieder in die alte Spirale ziehen. Ich merk, dass ich immer noch die „Co‑Abhängige“ bin, die jedes seiner Worte wie ein Versprechen sieht, obwohl ich weiß, dass es nur ein Echo seiner alten Muster ist.
Gestern hat er mich angerufen, meinte, er wolle „nur reden“, und ich hab fast sofort ja gesagt, obwohl mein Herz schon laut „nein!“ geschrien hat. Ich hab das Gefühl, ich kann nicht einfach loslassen, weil ich immer noch das Bild von dem Mann sehe, den ich geliebt hab, bevor das Kokain alles zerfetzt hat. Und dann… die Schuld, weil ich mich frage, ob ich ihn damit nicht noch mehr belast’… tbh, das ist ein krasser Kreislauf.
Kennt ihr das, wenn das Ende der Sucht nicht das Ende des emotionalen Chaos bedeutet? Wie schafft ihr es, euch selbst aus diesem Netz zu befreien, ohne euch schuldig zu fühlen? Ich brauch echt ein bisschen Unterstützung, sonst dreh ich hier im Kreis. ❤️ 🙏
