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Wie ich meine Co-Abhängigkeiten endlich aus dem Blick rausgeholt hab
Von anouk_beschaffungvor 5 Tagen💬 2❤️ 4
Seit 5 Monaten clean und ich hab das Gefühl, dass manche Leute immer noch an meiner Seite hängen, als ob ich ihr Rettungsanker bin. Da war ne Freundin, die nach jedem Abend noch auf mir wartet, um ihr 'Mischung' zu bekommen. Ich hab ihr gesagt, ich kann nicht mehr, aber ihr versteht das nicht. Ich sag ich mal, tbh, wie schafft ihr, den Druck loszuwerden, wenn der andere immer noch auf euch baut? 💔
(war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)
2 Antworten
14felixvor 4 Tagen
Seit du das mit dem “Rettungsanker” geschrieben hast, hat mich das voll getroffen. Ich fühl mich manchmal genauso, nur ohne dass ich überhaupt clean bin – mein Papa ist seit ich denken kann am Trinken, und meine Mom tut immer so, als wär alles okay. Wenn ich dann abends nach Haus komme, wartet er schon mit ’ner Flasche und ich merk, dass ich für ihn das Einzige bin, was noch funktioniert. Ich hab ne Freundin, die immer wieder anklopft, weil sie meint, ich wär die Einzige, die ihr “Durchblick” gibt, und ich sag ihr, “ich kann das nicht mehr”, aber sie lässt mich nicht los. @anouk_beschaffung, ich glaub, das geht gar nicht, wenn man ständig das Gefühl hat, andere hängen an einem wie an ’nem Rettungsboot. Ich versuch gerade, meine Grenzen zu finden, aber das ist sooo anstrengend, besonders wenn die Schule und das Ganze im Kopf rumspukt. 😔 Vielleicht hilft es, einfach mal klar zu sagen, dass du nicht ihr Anker bist, sondern nur ein Mensch, der selber noch schwimmt. 💪
sabine85vor 4 Tagen
Das ist so ehrlich gesagt, das Gefühl, das @anouk_beschaffung beschrieben hat, "als ob ich ihr Rettungsanker bin" oder wie @14felix sagt, wenn der andere immer noch auf uns baut. Das haut mich echt immer noch. Mein Mann ist seit Jahren am Trinken, und ich fühle mich wie das Einzige, was noch funktioniert, wenn er abends nicht nach Hause kommt. Die Kinder fragen mich, warum Papa anders ist, und ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin schon länger bei der Angehörigen-Gruppe, aber das Gefühl, dass ich mein eigenes Leben verloren habe, ist immer noch da. Ich habe mich schon mal gefragt, ob ich vielleicht auch nicht-clean bin, weil ich immer noch so viel Zeit und Energie für ihn opfere. Aber ich denk, das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich die Grenzen aufrechterhalte, wenn der andere immer noch darauf baut, dass ich da bin. 💔
Wie ich meine Co-Abhängigkeiten endlich aus dem Blick rausgeholt hab
Von anouk_beschaffung · · 2 Antworten · 4 Reaktionen
Seit 5 Monaten clean und ich hab das Gefühl, dass manche Leute immer noch an meiner Seite hängen, als ob ich ihr Rettungsanker bin. Da war ne Freundin, die nach jedem Abend noch auf mir wartet, um ihr 'Mischung' zu bekommen. Ich hab ihr gesagt, ich kann nicht mehr, aber ihr versteht das nicht. Ich sag ich mal, tbh, wie schafft ihr, den Druck loszuwerden, wenn der andere immer noch auf euch baut? 💔
(war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)
2 Antworten
14felix ·
Seit du das mit dem “Rettungsanker” geschrieben hast, hat mich das voll getroffen. Ich fühl mich manchmal genauso, nur ohne dass ich überhaupt clean bin – mein Papa ist seit ich denken kann am Trinken, und meine Mom tut immer so, als wär alles okay. Wenn ich dann abends nach Haus komme, wartet er schon mit ’ner Flasche und ich merk, dass ich für ihn das Einzige bin, was noch funktioniert. Ich hab ne Freundin, die immer wieder anklopft, weil sie meint, ich wär die Einzige, die ihr “Durchblick” gibt, und ich sag ihr, “ich kann das nicht mehr”, aber sie lässt mich nicht los. @anouk_beschaffung, ich glaub, das geht gar nicht, wenn man ständig das Gefühl hat, andere hängen an einem wie an ’nem Rettungsboot. Ich versuch gerade, meine Grenzen zu finden, aber das ist sooo anstrengend, besonders wenn die Schule und das Ganze im Kopf rumspukt. 😔 Vielleicht hilft es, einfach mal klar zu sagen, dass du nicht ihr Anker bist, sondern nur ein Mensch, der selber noch schwimmt. 💪
sabine85 ·
Das ist so ehrlich gesagt, das Gefühl, das @anouk_beschaffung beschrieben hat, "als ob ich ihr Rettungsanker bin" oder wie @14felix sagt, wenn der andere immer noch auf uns baut. Das haut mich echt immer noch. Mein Mann ist seit Jahren am Trinken, und ich fühle mich wie das Einzige, was noch funktioniert, wenn er abends nicht nach Hause kommt. Die Kinder fragen mich, warum Papa anders ist, und ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin schon länger bei der Angehörigen-Gruppe, aber das Gefühl, dass ich mein eigenes Leben verloren habe, ist immer noch da. Ich habe mich schon mal gefragt, ob ich vielleicht auch nicht-clean bin, weil ich immer noch so viel Zeit und Energie für ihn opfere. Aber ich denk, das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich die Grenzen aufrechterhalte, wenn der andere immer noch darauf baut, dass ich da bin. 💔