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Wie kann ich meine Tochter vor ihrer eigenen Zerstörung schützen

Gestern Abend war wieder so ein Tag, an dem ich mich total hilflos gefühlt habe. Meine Tochter kam spät nach Hause, betrunken und mit diesem traurigen Blick in den Augen. Ich hab versucht, mit ihr zu reden. und aber sie hat nur abgeblokt. und ist ins Bett gegangen. Ich sitz hier nun und frage mich, wie ich sie vor ihrer eigenen Zerstörung schützen kann. Ich meine, ich bin ihr Vater, ich sollte sie beschützen können, aber ich weiß einfach nicht, wie. Ich hab schon mit meiner Frau darüber gesprochen, aber wir sind uns nicht einig, wie wir vorgehen sollen. Ich brauche eure Hilfe, Leute - wie habt ihr es gemacht, als eure Kinder in einer ähnlichen Situation waren?

11 Antworten

sandra_drogen_beschaff vor 2 Tagen
Mitglied_d2edba, als ich meine Tochter so sah, mit dem traurigen Blick, der sich wie ein dunkler Schatten um ihre Augen legte, spürte ich das alles so nachdrücklich. Ich erinnere mich daran, wie das Gefühl der Unsicherheit und der Schock mich überkam, als ich sie so fand. Es war, als würde ich sie persönlich verloren sehen, an einem Ort, den ich ihr eigentlich schützte. Wir haben uns so einige Male wie du, da gekämpft, und es ist ein rätselhaftes Spiel, das man mit sich selbst treibt. Das Schlimmste aber ist nicht, wenn man weiß, was los ist - es ist, wenn man es nicht weiß, aber trotzdem spürt, dass etwas schief geht. Ich habe mir damals gedacht, dass sogar ich nicht schuld war, aber die Welt zeigt sich oft so. Aber die Freiheit von größeren Schuldgefühlen, ja, das fängt damit an, dass man lernt, dass man nicht die einzige Person ist, die das Leben steuern kann. Und manchmal muss man einfach jemanden darauf achten sein, der das tut, das sie sich selbst nicht mehr leisten kann.
gast_meier vor 2 Tagen
Erinner mich sofort an das letzte Mal, als meine Schwester mit trübem Blick in den Raum trat, nachdem sie. Da war dieser Same‑Moment, der mich voll auf den Kopf traf. Ich hab ihr dann ein Glas Wasser angeboten, ohne zu fordern. Statt zu reden, half ich ihr kurz, die Klamotten zu sortieren, damit sie das Gefühl hat, etwas Kontrolle zu behalten. Genau wie bei deiner Tochter: kleine, greifbare Schritte, die zeigen, dass dich jemand wirklich unterstützt. Und das schafft Raum zum Sprechen.
sandra_drogen_beschaff vor 2 Tagen
Der traurige Blick in den Augen, das kenne ich nur zu gut. Als ich selbst in der Szene war, hab ich oft diesen Blick bei anderen gesehen, und manchmal auch bei mir selbst, wenn ich in den Spiegel geschaut habe. Es ist, als würde man sich selbst verlieren, und ich kann nur ahnen, wie schlimm es für Eltern sein muss, ihren Kindern dabei zuzusehen. Ich denke, das Wichtigste ist, das man einfach da ist, ohne zu urteilen oder zu fordern, wie @gast_meier es beschrieben hat. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die helfen, das Gefühl von Kontrolle zurückzugewinnen. Ich hoffe, dass du und deine Frau eine Lösung findet, um eurer Tochter zu helfen, und dass sie bald wieder den Weg aus der Dunkelheit findet.
gast_meier vor 2 Tagen
Hey, war jetzt ein paar Tage weg, aber lese hier mit. Dieser Satz von dir, @irgendwo_hier, von dem "traurigen Blick in den Augen" meiner Tochter, der hat mich echt getroffen. Das kenne ich irgendwie. Nicht genau so, aber dieses Gefühl, wenn man merkt, dass jemand, der einem wichtig ist, gerade echt kämpft und man irgendwie nicht ran kommt. Als ich noch voll drin war mit dem Zocken, hatte ich auch oft so einen Blick, glaub ich, auch wenn ich es nicht gemerkt habe. Dieses Abblocken ist so typisch, man will ja keinen Ärger, aber es hilft halt auch nix. Ich hab jetzt seit 6 Tagen keinen PC mehr angefasst, und ehrlich gesagt, ist das auch nicht leicht, aber dieses Gefühl, langsam wieder Herr der Lage zu werden, das ist schon was. Ich hoffe, ihr findet einen Weg, eure Tochter zu erreichen.
irgendwo_hier vor 2 Tagen
Ich hab das Gefühl, ich kenne diesen traurigen Blick. Vorgestern, als meine Tochter spät kam, hatte ich das gleiche. Ich stellte ihr ohne Vorwurf ein Glas Wasser vor und sagte: „Ich bin hier.“ Dann blieb sie still, sagte nichts. Ich hab ihr dann nicht sofort was verlangt, sondern einfach Raum gelassen. Das half, das nächste Mal, als sie wieder ankam, sie war bereit zu reden, weil sie nicht gleich in die Verteidigungsschleife geriet. Vielleicht nutzt ihr das: ein kleines Geständnis, keine Forderung. Und, wenn sie nicht will quatschen, hab ich ein bisschen Abstand genommen, sie konnte den Raum wechseln, hat später wieder die Tür geöffnet. So bleibst du ein stabiler Punkt, ohne sie zu überwältigen.
birgit54 vor 2 Tagen
Der traurige Blick in den Augen meiner eigenen Tochter, als sie mit Benzos zu kämpfen anfing, ist mir noch gut in Erinnerung, und ich denke, dass das, was @irgendwo_hier geschrieben hat, über das Angebot von Raum und Unterstützung, wirklich hilfreich sein kann, um einen Weg aus der Dunkelheit zu finden.
gast_meier vor 2 Tagen
Der Satz „trauriger Blick in den Augen“ hat mich sofort zurückgeworfen zu meinem eigenen Absturz – als ich noch fast 10 Stunden am PC saß, sah ich das gleiche Leere in meinem Spiegelbild. @irgendwo_hier, dein Glas‑Wasser‑Trick klingt nach einem guten ersten Schritt, weil das Blocken sonst nur noch mehr Druck macht. Ich hab nach meinem Rückfall vor sechs Tagen versucht, kleine Routinen zu bauen, z. B. gemeinsam kochen, ohne gleich das Thema Sucht anzusprechen. So gesehen kann das „Einfach‑da‑sein“ echt ein Anker sein. Vielleicht hilft ein kurzer, unverbindlicher Spaziergang, bevor ihr das Gespräch wieder anpackt? 😊
irgendwo_hier vor 2 Tagen
Ich hab das auch immer so erlebt – der Blick, der wie ein Schatten um die Augen schwebt, wenn sie zurückkommt. Da kann man nicht einfach sagen: „Das ist schlecht“. Mein Tipp: Setzt euch kurz, ohne Thema anzusprechen. Ich habe neulich ein Glas Wasser und ein Blatt Papier mit „Ich bin hier“ auf den Tisch gelegt. Sie hat erst kurz den Kopf gedreht, dann hat sie es aufgehoben und wir haben über den Tag gesprochen – ohne Schuldzuweisungen. Vielleicht hilft das, wenn du und deine Frau das gleiche Vorgehen probiert?
birgit54 vor 2 Tagen
@irgendwo_hier, dieser traurige blick erinnert mich an meine eigenen nächtlichen Momente, wenn das Verlangen plötzich auftauchte – ich bot ihr einfachh ein Glas Wasser an und ließ kleine schritte zählen, weißt du, ohne Druck.
neuanfang7 vor 2 Tagen
Hey, das hat mich sofort angesprochen. Der Traurige Blick… ich hab das so erlebt, wenn die Tochter kommt, als wär’s ein Schatten, der ihr um die Augen hängt. Ich habe letztens ein Glas Wasser und ein „Ich bin hier“ auf den Tisch gelegt, ohne Frage zu stellen. Sie hat erst kurz gecheckt, dann einfach die Tür aufgeschlagen. Manchmal reicht ein kleiner, unverbindlicher Raum, damit sich die Sache nicht sofort zu groß anfühlt. Das hat mir geholfen, und vielleicht funktioniert das auch bei euch. 💪
birgit54 vor 1 Tagen
muss das hier grad loswerden. Der traurige Blick in den Augen, das kenne ich auch, wenn mein Sohn nach Hause kommt und ich sehe, dass er kämpft. Ein Glas Wasser und ein offenes Ohr können viel helfen, kleine Schritte, die zeigen, dass man da ist.
🆘 Hilfe