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Mein Sohn und ich - wie kann ich ihm helfen?
Von dritteReihe15.04.2026💬 4❤️ 4
Also, ich sitz hier so am Nachmittag und denk udn wieder über mein Leben nach. Als Ex-Journalist hab ich viel gesehen, aber nix hat mich so sehr beeinflusst wie die Sucht meines Sohnes. Ich meine, ich war ja auch kein Engel, Whisky war bei mir im Beruf einfach dazugehörig, aber irgendwie hab ich gedacht, ich hab alles im Griff. Erst als ich in Rente ging, merk ich, dass ich nicht aufhören kann. Und jetzt, 8 Monate trocken, frag ich mich, wie ich meinem Sohn helfen kann, der auch mit derselben Sucht kämpft. Halt, ich weiß nicht, ob ich das richtig mache, aber ich will ihm einfach helfen. Ich erinnere mich, wie ich früher immer dachte, dass ich ein guter Vater sei, weil ich für meine Familie sorgte, aber jetzt seh ich, dass das nicht genug war. Ich war so sehr in meinem eigenen Rausch gefangen, dass ich nicht gemerkt hab, wie mein Sohn leidet. Naja, ich will jetzt nicht jammern, aber ich frag mich echt, wie ich es besser machen kann. Hat jemand Erfahrungen damit, wie man einem suchtkranken Kind hilft, ohne dass man selbst wieder in die Sucht fällt? Ich bin halt so unsicher, ob ich das richtig mache... 🙏
4 Antworten
nora_trauma16.04.2026
Boah, FensterZumHof, das berührt mich echt tief. Dein Text... ich hab Gänsehaut bekommen, ehrlich. Dieses Gefühl, dass man dachte, man hätte alles im Griff und dann merkt man, wie man selbst gefangen war, während das eigene Kind leidet. Das kenn ich so gut. Meine Kindheit war ja auch nicht gerade einfach, mein Vater... naja, der Alkohol hat bei uns zuhause immer eine große Rolle gespielt, und ich dachte echt lange, das ist normal. Dass man das halt so macht.
Und dann, wenn man selbst anfängt, sich zu quälen, und merkt, dass man dem Kind, das man liebt, nicht die Eltern sein kann, die es braucht. Das tut weh. Aber dass du jetzt so offen bist und dir Gedanken machst, wie du ihm helfen kannst, obwohl du selbst noch kämpfst... das ist so stark. Ich finde es toll, dass du den Mut hast, das anzugehen. Man macht sich ja auch so viele Sorgen, ob man nicht alles noch schlimmer macht, oder? Ob man die richtigen Worte findet, oder ob man sich selbst wieder verliert. Ist halt echt ein Balanceakt, glaub ich. Aber du bist nicht allein damit.
Marc16.04.2026
Ich verstehe was du meinst @FensterZumHof. Ich denke, dass es nicht nur darum geht, wie du deinem Sohn helfen kannst, sondern auch darum, wie du dich selbst heilen kannst, bevor du ihm helfen kannst. Ich habe mich auch selbst lange mit demselben Problem auseinandergesetzt, wie du. Als ich dann merkte, wie sehr ich selbst in meiner eigenen Sucht gefangen war, hatte ich auch Schwierigkeiten, dem anderen zu helfen. Naja, ich bin halt langsam angekommen und habe erst mal mich selbst auf den Weg gebracht, bevor ich anderen helfen konnte. Ich denke, das ist ein wichtiger Schritt. Ich habe auch erfahren lernen müssen, dass es wichtig ist, sich zu Hause abzukapseln, bevor man anderen helfen kann. Man muss sich vorher selbst einigermaßen stabil haben, damit man nicht wieder in die alte Gewohnheit fällt. Und dass man nicht alles alleine durchmachen muss, das ist auch wichtig. Ich habe ja auch mich auf Menschen verlassen, die mir geholfen haben, um mein Leben wieder in den Griff zu kriegen. Und das ist auch so, wenn man einem anderen hilft, man muss auch nicht alleine sein. 🙏
ute_b16.04.2026
@FensterZumHof, @nora_trauma, @Marc, ich muss sagen, dass ich euch alle sehr bewundere, dass ihr euch öffentlich mit euren Herausforderungen auseinandersetzt. Als Frau, deren Mann 10 Jahre alkoholabhängig war, kann ich nur verstehen, wie viel Kraft und Mut dazu gehört, sich mit diesen Problemen auseinanderzusetzen. Ich denke, dass @Marc absolut recht hat, dass wir uns selbst heilen müssen, bevor wir anderen helfen können. Ich habe mich auch lange Zeit nicht um mich gekümmert, weil ich dachte, dass ich nur meinen Mann retten musste. Aber ich hab's falsch gemacht, das war nicht mein Weg.
Ich denke, dass es wichtig ist, sich nicht alleine zu fühlen. Wenn man nicht weiß, wie man weitermachen soll, kann man einfach jemanden anrufen, der sich versteht. Ich habe einen Selbsthilfegruppe für Angehörige von Suchterkrankten besucht und das hat mir so viel geholfen. Das ist ein wichtiger Schritt, sich nicht alleine zu fühlen, sondern sich auf andere Menschen zu verlassen. 💪
nina_b16.04.2026
Verstehe, was ihr meint mit dem sich selbst heilen, bevor man anderen hilft. Tbh, das ist echt krass, weil ich ja selbst noch so drin stecke, zumindest gefühlt. Ich meine, ich zock halt nicht mehr so viel und die Wetten sind auch fast weg, seit 5 Monaten jetzt, aber trotzdem... diese Gedanken sind halt immer noch da, so unterschwellig. Und dann dieser Druck, dass man irgendwie helfen muss, weil man ja selbst auch weiß, wie Scheiße das ist.
Ich sitz halt auch noch bei meinen Eltern, was echt peinlich ist, aber das ist nochmal ein anderes Thema, glaub ich. Aber dieses Gefühl, nicht allein zu sein und sich auf andere verlassen zu können, das find ich wichtig. Bin halt eher so der Typ, der alles allein regeln will, aber das klappt halt nicht immer. Muss da echt noch viel lernen. Weiß nicht, ob ich dem Vater von FensterZumHof da wirklich was raten kann, bin ja selbst noch am struggle. Aber gut, dass er sich Gedanken macht, ist ja schon mal ein Anfang.
Mein Sohn und ich - wie kann ich ihm helfen?
Von dritteReihe · · 4 Antworten · 4 Reaktionen
Also, ich sitz hier so am Nachmittag und denk udn wieder über mein Leben nach. Als Ex-Journalist hab ich viel gesehen, aber nix hat mich so sehr beeinflusst wie die Sucht meines Sohnes. Ich meine, ich war ja auch kein Engel, Whisky war bei mir im Beruf einfach dazugehörig, aber irgendwie hab ich gedacht, ich hab alles im Griff. Erst als ich in Rente ging, merk ich, dass ich nicht aufhören kann. Und jetzt, 8 Monate trocken, frag ich mich, wie ich meinem Sohn helfen kann, der auch mit derselben Sucht kämpft. Halt, ich weiß nicht, ob ich das richtig mache, aber ich will ihm einfach helfen. Ich erinnere mich, wie ich früher immer dachte, dass ich ein guter Vater sei, weil ich für meine Familie sorgte, aber jetzt seh ich, dass das nicht genug war. Ich war so sehr in meinem eigenen Rausch gefangen, dass ich nicht gemerkt hab, wie mein Sohn leidet. Naja, ich will jetzt nicht jammern, aber ich frag mich echt, wie ich es besser machen kann. Hat jemand Erfahrungen damit, wie man einem suchtkranken Kind hilft, ohne dass man selbst wieder in die Sucht fällt? Ich bin halt so unsicher, ob ich das richtig mache... 🙏
4 Antworten
nora_trauma ·
Boah, FensterZumHof, das berührt mich echt tief. Dein Text... ich hab Gänsehaut bekommen, ehrlich. Dieses Gefühl, dass man dachte, man hätte alles im Griff und dann merkt man, wie man selbst gefangen war, während das eigene Kind leidet. Das kenn ich so gut. Meine Kindheit war ja auch nicht gerade einfach, mein Vater... naja, der Alkohol hat bei uns zuhause immer eine große Rolle gespielt, und ich dachte echt lange, das ist normal. Dass man das halt so macht.
Und dann, wenn man selbst anfängt, sich zu quälen, und merkt, dass man dem Kind, das man liebt, nicht die Eltern sein kann, die es braucht. Das tut weh. Aber dass du jetzt so offen bist und dir Gedanken machst, wie du ihm helfen kannst, obwohl du selbst noch kämpfst... das ist so stark. Ich finde es toll, dass du den Mut hast, das anzugehen. Man macht sich ja auch so viele Sorgen, ob man nicht alles noch schlimmer macht, oder? Ob man die richtigen Worte findet, oder ob man sich selbst wieder verliert. Ist halt echt ein Balanceakt, glaub ich. Aber du bist nicht allein damit.
Marc ·
Ich verstehe was du meinst @FensterZumHof. Ich denke, dass es nicht nur darum geht, wie du deinem Sohn helfen kannst, sondern auch darum, wie du dich selbst heilen kannst, bevor du ihm helfen kannst. Ich habe mich auch selbst lange mit demselben Problem auseinandergesetzt, wie du. Als ich dann merkte, wie sehr ich selbst in meiner eigenen Sucht gefangen war, hatte ich auch Schwierigkeiten, dem anderen zu helfen. Naja, ich bin halt langsam angekommen und habe erst mal mich selbst auf den Weg gebracht, bevor ich anderen helfen konnte. Ich denke, das ist ein wichtiger Schritt. Ich habe auch erfahren lernen müssen, dass es wichtig ist, sich zu Hause abzukapseln, bevor man anderen helfen kann. Man muss sich vorher selbst einigermaßen stabil haben, damit man nicht wieder in die alte Gewohnheit fällt. Und dass man nicht alles alleine durchmachen muss, das ist auch wichtig. Ich habe ja auch mich auf Menschen verlassen, die mir geholfen haben, um mein Leben wieder in den Griff zu kriegen. Und das ist auch so, wenn man einem anderen hilft, man muss auch nicht alleine sein. 🙏
ute_b ·
@FensterZumHof, @nora_trauma, @Marc, ich muss sagen, dass ich euch alle sehr bewundere, dass ihr euch öffentlich mit euren Herausforderungen auseinandersetzt. Als Frau, deren Mann 10 Jahre alkoholabhängig war, kann ich nur verstehen, wie viel Kraft und Mut dazu gehört, sich mit diesen Problemen auseinanderzusetzen. Ich denke, dass @Marc absolut recht hat, dass wir uns selbst heilen müssen, bevor wir anderen helfen können. Ich habe mich auch lange Zeit nicht um mich gekümmert, weil ich dachte, dass ich nur meinen Mann retten musste. Aber ich hab's falsch gemacht, das war nicht mein Weg.
Ich denke, dass es wichtig ist, sich nicht alleine zu fühlen. Wenn man nicht weiß, wie man weitermachen soll, kann man einfach jemanden anrufen, der sich versteht. Ich habe einen Selbsthilfegruppe für Angehörige von Suchterkrankten besucht und das hat mir so viel geholfen. Das ist ein wichtiger Schritt, sich nicht alleine zu fühlen, sondern sich auf andere Menschen zu verlassen. 💪
nina_b ·
Verstehe, was ihr meint mit dem sich selbst heilen, bevor man anderen hilft. Tbh, das ist echt krass, weil ich ja selbst noch so drin stecke, zumindest gefühlt. Ich meine, ich zock halt nicht mehr so viel und die Wetten sind auch fast weg, seit 5 Monaten jetzt, aber trotzdem... diese Gedanken sind halt immer noch da, so unterschwellig. Und dann dieser Druck, dass man irgendwie helfen muss, weil man ja selbst auch weiß, wie Scheiße das ist.
Ich sitz halt auch noch bei meinen Eltern, was echt peinlich ist, aber das ist nochmal ein anderes Thema, glaub ich. Aber dieses Gefühl, nicht allein zu sein und sich auf andere verlassen zu können, das find ich wichtig. Bin halt eher so der Typ, der alles allein regeln will, aber das klappt halt nicht immer. Muss da echt noch viel lernen. Weiß nicht, ob ich dem Vater von FensterZumHof da wirklich was raten kann, bin ja selbst noch am struggle. Aber gut, dass er sich Gedanken macht, ist ja schon mal ein Anfang.