Öffentlich lesbarer Thread
Rebellischer kleines „Papa“ – und wo tanken wir eigentlich
Heute bin ich total verbissen. Ich sitze gerade mit den beiden und sie machen aus dem ganzen Kitten‑Klartext plötzlich ein Bild. Der kleine Karl hat da einen roten Kuscheltier‑Rückruf hinterlassen: „Papa kommt nicht mehr.“ Und ich meine, was soll ich so antworten, wenn die Zähne schon halb gebrochen sind? 😔
Ich hab das Gefühl, ich muss ständig ein „Wir schaffen das“ ausatmen, damit nicht die ganze Luft im Raum knistert. Ich meine, was fühlt dein Vater? Ich frage mich, ob wir das Ganze gar nicht erst lösen, sondern nur im Kreis drehen. Die Kinder fragen mich immer wieder, warum Papa anders ist, und ich bin hin und her, zwischen diesem stillen Schein, dass ich irgendwie stark sein muss und diesem legitimen Riss im Herz, der mitten durch die Luft bohrt.
Als ich letzte Woche in der Therapie sitzt und mein Mann das Glas wie ein „Abkühleungsgerät“ benutzt, habe ich sofort an die Kids gedacht. Ich hab die kleine kann ich es nicht spucken lassen, und der große, der unzählige„Wie?“-Fragen im Kopf. Ich habe mir einen Moment lang die Mauer im Kopf gebaut, um die Schläge der Realität abzuwehren, bevor ich aber den eigenen Atemkasten auflösen muss, um zu spüren, dass ich Teil des Problems bin – zumindest für sie.
Ich frage euch also: Wo hat ihr die Grenzen gemacht, bevor ihr eure Kinder immer noch in die Lage stellt, den Vater durch einen Schluck zur Sicherheit zu behalten? Und wie geht ihr damit um, wenn ihr merkt, dass ihr keine Rettung mehr seid, sondern nur noch die volle Last trägt?
