Öffentlich lesbarer Thread
Mein Sohn und die „kleinen“ Rausch‑Momente… und ich frage mich, ob ich überhaupt noch etwas tun kann
Also, ich muss einfach mal loswerden, was in mir gerade so drin ist, weil ich das Gefuhl hab, nicht weiterzudenken, wenn ich die ganze Zeit nur in die gleiche Richtung schreibe. Neulich war ich in der Küche, und mein Sohn kam rein, hat die Schale mit dem Pfefferkuchen auf den Tisch gelegt, und plotzlich war alles so laut… Ich hab das Gefuhl, er kiffte, als er die Schale rührte, aber eigentlich hat er nichts genommen. Ich hab ihn immer noch nicht gefragt, weil ich nicht will, dass er denkt, ich will ihn kontrollieren. Aber ich frage mich, wie viel er kiff? Wie viel ist „ein bisschen“ fur ihn? Er hat 18, wir haben den Mann verloren, der war der Fels, und jetzt sitzt er auf der Couch, und ich sehe, wie er die Blatter in den Mund steckt, und ich denke, „Was macht ich, wenn er dann wieder weg ist?“
Ich hab ihn schon einmal gesagt, dass ich nicht will, dass er die gleiche Spirale wie sein Vater findet, aber ich kann nicht sagen, wie er das mit der Angst, das Geld, die Zukunft… umgeht. Ich hab ihn in den letzten Tagen oft gefragt, ob er überhaupt noch mit uns reden will. Er sagt „Ja“, aber ich sehe die Augen, die leer sind. Ich hab versucht, mit ihm zu reden, aber das klingt immer wie ein „Du musst…“ und er tut sich an den Kopf. Ich habe kein Clean-Counter, ich bin nur die Frau, die da steht, die immer wieder fragt.
Also frage ich euch hier: Habt ihr in so einer Situation schon mal etwas erlebt, wo ihr das Gefuhl hattet, nichts tun zu konnen? Oder habt ihr vielleicht ein paar Ideen, wie ich meinem Sohn zeigen kann, dass er nicht allein ist, ohne dass ich ihm das Gefhl gebe, ich sei derjenige, der alles kontrolliert? Ich will nur, dass er weiß, dass er nicht alleine ist. 🙏
