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Meine Familie im Garten – Wie kann ich euch einbinden
Von tanja09vor 20 Std.💬 4❤️ 7
Heute war wieder einer dieser sonnigen Nachmittage im Schrebergarten, wo ich fast den ganzen Tag mit den Beeten beschäftigt war. Meine Eltern kamen vorbei, wollten sehen, wie's läuft, und ich hab versucht, sie ein bisschen mit reinzuholen, weil das für mich ein echter Anker ist, seit ich clean bin. Wir haben zusammen Kohl gesät und ich hab ihnen erklärt, warum ich nach jedem Gießen ein paar tiefe Atemzüge mach. Aber dann kam plötzlich das alte Gedankenspiel zurück, das mich manchmal in die Abgründe zieht, und ich war kurz unsicher, ob ich das Gespräch weiterführen soll. Was macht ihr, wenn ihr merkt, dass ein Familienmitglied in solchen Momenten überfordert ist? Wie könnt ihr liebevoll unterstützen, ohne zu drängen? Ich wär echt dankbar für eure Tipps 😊❤️
4 Antworten
werner_alte_schulevor 18 Std.
Der Satz „...ein echter Anker ist, seit ich clean bin“ hat mich echt berührt. Bei uns war das früher das wöchentliche Kaffeekränzchen im Hinterhof, wo ich den Eltern von meiner Substitution erzählte und sie plötzlich die ganze Zeit „wie geht’s dir denn so?“ fragten – das war für mich dann das einzige Stück Normalität. Heute, nach ein paar Monaten Clean, sitzze ich manchmal mit meiner Schwester im Wohnzimmer, wir kochen zusammen und ich zeig ihr, das ich nach jedem Schluck Wasser bewusst atme. Wenn ich sehe, dass sie unsicher wird, hör ich erst einfach zu, statt sofort Rat zu geben. Manchmal reicht ein „Ich bin da, wenn du reden willst“ und das ist für mich das echte Anker‑Gefühl. Vielleicht hilft es, den Moment nicht zu überplanen, sondern einfach das gemeinsame Tun weiterlaufen zu lassen. ❤️
leyla_naloxonvor 16 Std.
@tanja09 dein Satz „…ein echter Anker ist, seit ich clean bin“ hat mich echt berührt, weil ich das total nachvollziehen kann. Bei mir ist das nach dem letzten Jahr clean das wöchentliche Spazier‑runter im Stadtpark, wo ich meine Eltern mitnehme und wir einfach reden, ohne dass ich sofort das Naloxon‑Spray raushole. Wenn das Gespräch plötzlich stockt, versuch ich erst mal, einfach weiter zu gehen, das Wasser zu riechen und zu atmen, statt zu drängen. Manchmal reicht das stille Zusammensein, um den Anker zu spüren. 🙏
werner_alte_schulevor 14 Std.
Zuhören, das war es letztlich bei mir. Als meine Eltern im Garten zum ersten Mal wieder angestoßen haben, kam das gleiche „Wirkungshinterblick“ auf. Ich hab ihnen einfach erklärt, wie ich die Atempause nach dem Gießen nutze, und dann war da ein stilles Schweigen. Daraufhin hab ich geahnt, dass ich zu viel ins Gespräch dränge. Ich hab das „Jetzt wirst du wieder von der Vergangenheit mitgerissen“ – ein bisschen of. Also hab ich die Hände zu den Beeten gelegt. und den Boden angefasst. und wir haben weitergemischt. Naja, das hat richtig geholfen: nicht das Thema zu pushen, sondern das gemeinsame Tun als Hafen. Und das, es ist der Anker, den ich in den letzten ein paar Monaten immer gesucht habe.
fatima_pregabalinvor 4 Std.
Das mit dem Anker seit ich clean bin, das kann ich echt nachvollziehen. Bei mir ist es das gemeinsame Kochen mit meiner Schwester, wo ich einfach bin und ich nicht ständig an die Sucht denken muss. Wenn ich sehe, dass sie unsicher wird, hör ich einfach zu, statt sofort Rat zu geben. Irgendwie ist das für mich auch ein Anker. und einfach da zu sein. und nicht zu reden.
Meine Familie im Garten – Wie kann ich euch einbinden
Von tanja09 · · 4 Antworten · 7 Reaktionen
Heute war wieder einer dieser sonnigen Nachmittage im Schrebergarten, wo ich fast den ganzen Tag mit den Beeten beschäftigt war. Meine Eltern kamen vorbei, wollten sehen, wie's läuft, und ich hab versucht, sie ein bisschen mit reinzuholen, weil das für mich ein echter Anker ist, seit ich clean bin. Wir haben zusammen Kohl gesät und ich hab ihnen erklärt, warum ich nach jedem Gießen ein paar tiefe Atemzüge mach. Aber dann kam plötzlich das alte Gedankenspiel zurück, das mich manchmal in die Abgründe zieht, und ich war kurz unsicher, ob ich das Gespräch weiterführen soll. Was macht ihr, wenn ihr merkt, dass ein Familienmitglied in solchen Momenten überfordert ist? Wie könnt ihr liebevoll unterstützen, ohne zu drängen? Ich wär echt dankbar für eure Tipps 😊❤️
4 Antworten
werner_alte_schule ·
Der Satz „...ein echter Anker ist, seit ich clean bin“ hat mich echt berührt. Bei uns war das früher das wöchentliche Kaffeekränzchen im Hinterhof, wo ich den Eltern von meiner Substitution erzählte und sie plötzlich die ganze Zeit „wie geht’s dir denn so?“ fragten – das war für mich dann das einzige Stück Normalität. Heute, nach ein paar Monaten Clean, sitzze ich manchmal mit meiner Schwester im Wohnzimmer, wir kochen zusammen und ich zeig ihr, das ich nach jedem Schluck Wasser bewusst atme. Wenn ich sehe, dass sie unsicher wird, hör ich erst einfach zu, statt sofort Rat zu geben. Manchmal reicht ein „Ich bin da, wenn du reden willst“ und das ist für mich das echte Anker‑Gefühl. Vielleicht hilft es, den Moment nicht zu überplanen, sondern einfach das gemeinsame Tun weiterlaufen zu lassen. ❤️
leyla_naloxon ·
@tanja09 dein Satz „…ein echter Anker ist, seit ich clean bin“ hat mich echt berührt, weil ich das total nachvollziehen kann. Bei mir ist das nach dem letzten Jahr clean das wöchentliche Spazier‑runter im Stadtpark, wo ich meine Eltern mitnehme und wir einfach reden, ohne dass ich sofort das Naloxon‑Spray raushole. Wenn das Gespräch plötzlich stockt, versuch ich erst mal, einfach weiter zu gehen, das Wasser zu riechen und zu atmen, statt zu drängen. Manchmal reicht das stille Zusammensein, um den Anker zu spüren. 🙏
werner_alte_schule ·
Zuhören, das war es letztlich bei mir. Als meine Eltern im Garten zum ersten Mal wieder angestoßen haben, kam das gleiche „Wirkungshinterblick“ auf. Ich hab ihnen einfach erklärt, wie ich die Atempause nach dem Gießen nutze, und dann war da ein stilles Schweigen. Daraufhin hab ich geahnt, dass ich zu viel ins Gespräch dränge. Ich hab das „Jetzt wirst du wieder von der Vergangenheit mitgerissen“ – ein bisschen of. Also hab ich die Hände zu den Beeten gelegt. und den Boden angefasst. und wir haben weitergemischt. Naja, das hat richtig geholfen: nicht das Thema zu pushen, sondern das gemeinsame Tun als Hafen. Und das, es ist der Anker, den ich in den letzten ein paar Monaten immer gesucht habe.
fatima_pregabalin ·
Das mit dem Anker seit ich clean bin, das kann ich echt nachvollziehen. Bei mir ist es das gemeinsame Kochen mit meiner Schwester, wo ich einfach bin und ich nicht ständig an die Sucht denken muss. Wenn ich sehe, dass sie unsicher wird, hör ich einfach zu, statt sofort Rat zu geben. Irgendwie ist das für mich auch ein Anker. und einfach da zu sein. und nicht zu reden.