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Ein Abend mit den Kindern - wie helfe ich ihnen zu verstehen
Von julian88vor 21 Std.💬 4❤️ 5
Heute Abend war ich mit meinen beiden Kindern zusammen, wir haben einfach nur geredet und ich habe mich gefragt, ob ich ihnen gegenüber ehrlich genug bin. Sie wissen, dass ich früher getrunken habe, aber ich glaube, sie verstehen nicht wirklich, warum. Ich hab mir überlegt, ob ich ihnen mehr erzählen sollte, aber ich will nicht, dass sie sich Sorgen machen oder mich falsch verstehen. Ich frage mich, wie andere das machen - wie viel teilt man mit den Kindern, wenn man selbst mit Suchtproblemen zu kämpfen hat? Ich will, dass sie mich verstehen, aber ich will auch, dass sie sich nicht zu sehr um mich Sorgen machen. Ka, irgendwie ist das ganz schön schwierig...
4 Antworten
zwischendurchvor 17 Std.
Ich kann das total nachempfinden, weil ich gerade erst seit drei Tag clean bin und die Angst, dass meine Eltern das wieder merken, ständig im Hinterkopf spinnt. Bei mir war das ein bisschen einfacher, weil meine kleine Schwester erst sieben ist – ich hab ihr gesagt, dass ich “manche Sachen trinke, die mir nicht guttun” und dass ich jetzt versuche, das zu ändern. Ich hab nicht ins Detail gegangen, weil ich nicht wollte, dass sie sich Sorgen macht, aber ich hab ihr gezeigt, dass ich dranbleibe, indem ich öfter zusammen gekocht und ‘ne Runde spazieren gegangen bin. Vielleicht reicht es, erstmal kleine Stückchen zu teilen, anstatt alles auf einmal zu entladen. ❤️
aydincleancrewvor 14 Std.
Ey, diese Frage, wie viel man mit den Kids teilt, das ist echt nicht einfach. Ich hab ja keine Kinder, aber ich stell mir das total krass vor. @julian88, dein Gedanke, das sie nicht zu viel Sorgen haben sollen, aber trotzdem verstehen sollen... das ist echt ne Gratwanderung. Bei mir war's halt die Crew, die musste checken, was los ist, wenn ich plötzlich anders drauf war oder weg war. Aber Kinder sind ja noch mal was ganz anderes. Ich denk, kleine Häppchen und zeigen, dass man dran ist, so wie @zwischendurch das mit seiner Schwester macht, das ist wahrscheinlich der beste Weg. Also das mit dem "Sachen trinken, die mir nicht guttun". Pack schlägt sich, pack verträgt sich, aber Hauptsache, man zeigt, dass man kämpft. 💪
sven_benzo_tapervor 9 Std.
Bei meinen Kindern bin ich ähnlich vorsichtig vor. Sie sind noch recht klein, aber ich hab schon vorweg gesagt, dass ich "manche Dinge" was früher getrunken habe. Seit ich fast 4 Monate ohne Diazepam, Lorazepam und Alprazolam bin, hab ich versucht, alles rhythmisch und allmählich zu gehen. Das ging teilweise gut, aber manchmal wirkt es kindisch, wenn ich sag: "Hier, mach’s mit mir", dann erst du – so ein bisschen schmissig. Aber so spät, dass man ja auch immer fragt: Hat man noch Träume, die man nicht erfüllen kann? Hat man noch alte Ängste? Ja, weiß man, muss man ja auch leben... Hier kommt eine Teasche mit Bärla und "Assi" und dann mauern die Kids: "Trinkst Du das auch?". Und so frag ich mich manchmal: Ist das trotzdem falsch, wenn man von Jugend auf das Verbot kennt und jetzt sagt: Ja, das nehme ich jetzt wieder... und was nimmst du? 😔 Aber ja, ich versuche, das hilfreichste zu sein, soweit’s geht. Und wie gesagt, ich gebe nicht alles aus: Nie. Aber ich gebe immer was Mit: Nicht zu viel, aber genug, um’s zu sehen. 💪❤️
zwischendurchvor 8 Std.
Ich kann total verstehen, was du mit „wie viel teilt man“ meintest – das hat mich letzte Woche echt nachts wachgehalten. Ich hab erst vor ein paar Tagen den Rückfall gehabt, war dann aber wieder clean und musste meinem kleinen Neffen erklären, warum ich plötzlich keinen „Shot“ mehr mache. Ich habe einfach gesagt, das ich “manche Sachen trinke, die mir nicht guttun” und dass ich jetzt versuche, besser zu werden. Seine große Frage war: “Bist du jetzt immer stark?” – das war für mich ein Hinweis, dass kleine Häppchen OK sind, aber sie wollen trotzdem spüren, dass ich kämpfe. Vielleicht hilft es, wenn man das „nicht alles“ erst nach und nach ein Stückchen mehr preisgibt, sodass die Kids nicht gleich mit Sorgen überhäuft werden. 🙏
(30 Wörter)
Ein Abend mit den Kindern - wie helfe ich ihnen zu verstehen
Von julian88 · · 4 Antworten · 5 Reaktionen
Heute Abend war ich mit meinen beiden Kindern zusammen, wir haben einfach nur geredet und ich habe mich gefragt, ob ich ihnen gegenüber ehrlich genug bin. Sie wissen, dass ich früher getrunken habe, aber ich glaube, sie verstehen nicht wirklich, warum. Ich hab mir überlegt, ob ich ihnen mehr erzählen sollte, aber ich will nicht, dass sie sich Sorgen machen oder mich falsch verstehen. Ich frage mich, wie andere das machen - wie viel teilt man mit den Kindern, wenn man selbst mit Suchtproblemen zu kämpfen hat? Ich will, dass sie mich verstehen, aber ich will auch, dass sie sich nicht zu sehr um mich Sorgen machen. Ka, irgendwie ist das ganz schön schwierig...
4 Antworten
zwischendurch ·
Ich kann das total nachempfinden, weil ich gerade erst seit drei Tag clean bin und die Angst, dass meine Eltern das wieder merken, ständig im Hinterkopf spinnt. Bei mir war das ein bisschen einfacher, weil meine kleine Schwester erst sieben ist – ich hab ihr gesagt, dass ich “manche Sachen trinke, die mir nicht guttun” und dass ich jetzt versuche, das zu ändern. Ich hab nicht ins Detail gegangen, weil ich nicht wollte, dass sie sich Sorgen macht, aber ich hab ihr gezeigt, dass ich dranbleibe, indem ich öfter zusammen gekocht und ‘ne Runde spazieren gegangen bin. Vielleicht reicht es, erstmal kleine Stückchen zu teilen, anstatt alles auf einmal zu entladen. ❤️
aydincleancrew ·
Ey, diese Frage, wie viel man mit den Kids teilt, das ist echt nicht einfach. Ich hab ja keine Kinder, aber ich stell mir das total krass vor. @julian88, dein Gedanke, das sie nicht zu viel Sorgen haben sollen, aber trotzdem verstehen sollen... das ist echt ne Gratwanderung. Bei mir war's halt die Crew, die musste checken, was los ist, wenn ich plötzlich anders drauf war oder weg war. Aber Kinder sind ja noch mal was ganz anderes. Ich denk, kleine Häppchen und zeigen, dass man dran ist, so wie @zwischendurch das mit seiner Schwester macht, das ist wahrscheinlich der beste Weg. Also das mit dem "Sachen trinken, die mir nicht guttun". Pack schlägt sich, pack verträgt sich, aber Hauptsache, man zeigt, dass man kämpft. 💪
sven_benzo_taper ·
Bei meinen Kindern bin ich ähnlich vorsichtig vor. Sie sind noch recht klein, aber ich hab schon vorweg gesagt, dass ich "manche Dinge" was früher getrunken habe. Seit ich fast 4 Monate ohne Diazepam, Lorazepam und Alprazolam bin, hab ich versucht, alles rhythmisch und allmählich zu gehen. Das ging teilweise gut, aber manchmal wirkt es kindisch, wenn ich sag: "Hier, mach’s mit mir", dann erst du – so ein bisschen schmissig. Aber so spät, dass man ja auch immer fragt: Hat man noch Träume, die man nicht erfüllen kann? Hat man noch alte Ängste? Ja, weiß man, muss man ja auch leben... Hier kommt eine Teasche mit Bärla und "Assi" und dann mauern die Kids: "Trinkst Du das auch?". Und so frag ich mich manchmal: Ist das trotzdem falsch, wenn man von Jugend auf das Verbot kennt und jetzt sagt: Ja, das nehme ich jetzt wieder... und was nimmst du? 😔 Aber ja, ich versuche, das hilfreichste zu sein, soweit’s geht. Und wie gesagt, ich gebe nicht alles aus: Nie. Aber ich gebe immer was Mit: Nicht zu viel, aber genug, um’s zu sehen. 💪❤️
zwischendurch ·
Ich kann total verstehen, was du mit „wie viel teilt man“ meintest – das hat mich letzte Woche echt nachts wachgehalten. Ich hab erst vor ein paar Tagen den Rückfall gehabt, war dann aber wieder clean und musste meinem kleinen Neffen erklären, warum ich plötzlich keinen „Shot“ mehr mache. Ich habe einfach gesagt, das ich “manche Sachen trinke, die mir nicht guttun” und dass ich jetzt versuche, besser zu werden. Seine große Frage war: “Bist du jetzt immer stark?” – das war für mich ein Hinweis, dass kleine Häppchen OK sind, aber sie wollen trotzdem spüren, dass ich kämpfe. Vielleicht hilft es, wenn man das „nicht alles“ erst nach und nach ein Stückchen mehr preisgibt, sodass die Kids nicht gleich mit Sorgen überhäuft werden. 🙏
(30 Wörter)