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Wenn das Geld plötzlich weg ist – wie sturmt man denn da aus

Ich sitz gerade mit ‘nem leeren Teller in der Küche, draußen ist es schon kühl und der Regen trommelt an die Fensterscheiben. Mein Bruder, der seit fast vier Jahren mit seiner Spielsucht kämpft, hat mir heute wieder einen „kleinen“ Betrag von 500 Euro abgekauft, weil er angeblich dringend “ne Wette” hat. Ich hab sofort das Bild von den unbezahlten Rechnungen meiner Eltern vor mir, die seit Monaten im Keller liegen, und von den Kindern, die nächstes Jahr nicht mehr in die Kita dürfen, wenn das so weitergeht. Ich weiß, dass ich eigentlich nie mein ganzes Geld in die Sucht-„Krise“ stecken sollte – das habe ich aus der Fachliteratur und aus meinem Job als Sozialarbeiterin immer wieder gehört. Aber jedes Mal, wenn er an der Tür ist und mich mit seinem harten Blick ansieht, spür ich diesen inneren Drang, ihn nicht im Stich zu lassen. Und dann fühle ich mich gleichzeitig wie ein Versager, weil ich immer wieder die gleichen Grenzen überschreite. Habt ihr schon mal versucht, das Geld komplett zu blockieren, z. B. ein separates Konto? Oder wie habt ihr das Thema “keine weitere finanzielle Unterstützung” angesprochen, ohne dass gleich die ganze Familie in Flammen aufgeht? Ich hab das Gefühl, ich muss jetzt entweder total durchgreifen oder mich weiter auflösen. Wenn jemand von euch ‘ne Idee hat, wie man das Gespräch mit dem Betroffenen führt, ohne dass er gleich ausflippt, wäre ich echt dankbar. Vielleicht gibt’s ja einen kleinen Trick, den ich noch nicht kenn… Und noch: Wie geht ihr mit dem Schuldgefühl um, das so richtig sitzt, wenn ihr doch wieder „ausgeliehen“ habt? Ich bin echt am Ende meiner Kräfte. 🙏

2 Antworten

ralf_bruder vor 1 Std.
Das mit dem leeren Teller und dem Regen, das kann ich echt nachvollziehen. Sitzt man da und fühlt sich irgendwie allein, obwohl man weiß, dass man nicht allein ist. Hab das früher auch oft erlebt, wenn mein Bruder mal wieder vor der Tür stand. Dieses Gefühl, nicht loslassen zu können, aber gleichzeitig genau zu wissen, dass man sich damit selbst kaputt macht, das kenne ich nur zu gut. Ich hab auch immer wieder Geld geliehen, udn dann dieser blöde Versuch, doch noch irgendwas zu retten. Aber ich hab echt keine Ahnung, wie man das Gespräch führt, ohne dass es eskaliert. Manchmal frag ich mich, ob wir uns damit nicht selbst verraten, wenn wir immer wieder die gleichen Fehler machen.
antje_politox gerade eben
Dieser leere Teller mit Regen draußen... genau so steh ich auch manchmal da. Nur dass bei mir die Rechnungen meine eigenen waren. Das mit den Geldgrenzen war bei mir die schwerste... kenn ich leider zu gut.
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