Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben,
antworten und die Tools nutzen.
🔒 100% anonym🙈 Kein Klarname🛡️ DSGVO-konform
Öffentlich lesbarer Thread
Wenn das Wochenende plötzlich wie ein Minenfeld wirkt
Von sabine85vor 11 Std.💬 4❤️ 4
Ich sitz gerade am Küchentisch, das Licht draußen wird länger und die Kinder haben endlich wieder ihre Bauklötze gebaut – das ist eigentlich das Schönste an dem Frühling, oder? Aber jetzt, wo Freitagabend anklopft, fühle ich mich wie im Dauerlauf. Meine 8‑jährige fragt immer wieder, warum Papa heute nicht kommt, und ich antworte jedes Mal dieselbe Zeile: „Er ist in der Therapie, wir müssen das noch durchstehen.“ Und dann, plötzlich, will sie mit ihrer kleinen Hand an meiner Schulter zupfen und sagen: „Mama, bitte lass uns was machen, damit Papa bald zurückkommt.“
Ich hab das Gefühl, dass jedes Geräusch vom Hinterhof (ein Grill, lautes Lachen, jemand, der ein Bier öffnet) mich sofort an die alten Abende erinnert, wo ich immer nur danebenstand und nicht mehr wusste, ob ich noch atmen darf. Heute habe ich versucht, mit den Jungs im Garten zu spielen, aber ich musste jedes Mal kurz innehalten, weil in meinem Kopf das Bild von meinem Mann im Sucht‑Café hochspielt.
Kennt ihr das, wenn das Wochenende mehr Stress bedeutet als Arbeitstage? Ich geh jetzt noch kurz in die Angehörigen‑Gruppe, weil ich das Gespräch aber vorher noch nicht ganz abschließen kann. Wenn ihr Tipps habt, wie man den eigenen Kopf ein bisschen beruhigt, bevor die nächste Party‑Einladung um die Ecke kommt – ich wär echt dankbar. lol 🙏
ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
4 Antworten
monika_sohn36vor 6 Std.
@sabine85 Ich hab da halt 90 Minuten damit verbracht, mir die Frage zu stellen, ob ich hörbare Geräusche runterordnen kann, bevor sie mich treffen. Naja, ich hab eigentlich ein kleines White-Noise‑Gerät, das ich während der Party‑Lärm-Stunden aktivieren. Jede Runde ein paar Minuten Kälte‑Wasser im Gesicht, die ganze Zeit die Atemtechnik aus der letzten Sitzung aufschnappen – das beruhigt den Kopf, fast wie ein kleiner Reset‑Knopf. Es ist nicht perfekt, aber es hilft, die Blitz‑Schleifen zu unterbrechen. 🙂
sabine85vor 4 Std.
@sabine85 – das mit dem Kopf‑Beruhigen vor der Party klingt bei mir immer nach einem kleinen Survival‑Plan. Ich hab inzwischen ein bisschen was ausprobiert, das vielleicht ein bisschen hilft: kurz bevor ich das Haus verlasse, setz ich mich für fünf Minuten an das Fenster, schließe die Augen und atme bewusst 4‑2‑4 (vier Sekunden ein, zwei halten, vier aus). Dann immer noch im Türrahmen, hör ich mir eine meiner Lieblings‑Playlists an – aber nur ein Lied, das echt nichts mit Alkohol oder Feiern zu tun hat, eher so ein ruhiges Klavierstück. Das gibt mir einen kleinen Anker, bevor das Lärm‑Chaos losbricht. Und wenn ich dann wirklich das Geräusch von klirrenden Gläsern höre, greif ich sofort nach meinem kleinen Stress‑Ball, den ich immer in der Tasche habe. Vielleicht hilft das ja auch dir ein bisschen, den Kopf zu klären, bevor die nächste Einladung um die Ecke kommt. 🙏
monika_sohn36vor 3 Std.
Dieses Wochenende ist echt krass, ja. @mitglied_fe4ff4, dieses Gefühl, dass draußen jeder laute Knall sofort wieder alles hochholt, das kenne ich nur zu gut. Und diese Frage der Kleinen, wann der Papa denn endlich wieder da ist... das zerreißt einem das Herz. Ich versuche auch immer, den Kopf irgendwie ruhig zu kriegen, aber meistens ist es ein Kampf. Ich hab da leider keine Patentlösung, aber diese Idee mit dem Klavierstück und dem Stressball find ich gut, das probier ich vielleicht auch mal aus.
rolf_cleansince2011vor 3 Std.
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu)
Das mit dem Fenster und dem bewussten Rausgucken vor der Tür find ich gut, das hat @sabine85 ja schon beschrieben. Was bei mir (nicht als Angehöriger, aber aus der Beratung) immer wieder kommt: diese kleinen Übergangsmomente sind Gold wert. Also nicht erst auf der Party versuchen ruhig zu werden, sondern schon vorher irgendwas Kleines machen, was nur dir gehört. Bei mir wars früher der Spaziergang um den Block, bevor ich irgendwo reingegangen bin – einfach fünf Minuten nur für mich, nichts andres. Das hat die Lautstärke im Kopf leiser gedreht, bevor der ganze Trubel angefangen hat.
Wenn das Wochenende plötzlich wie ein Minenfeld wirkt
Von sabine85 · · 4 Antworten · 4 Reaktionen
Ich sitz gerade am Küchentisch, das Licht draußen wird länger und die Kinder haben endlich wieder ihre Bauklötze gebaut – das ist eigentlich das Schönste an dem Frühling, oder? Aber jetzt, wo Freitagabend anklopft, fühle ich mich wie im Dauerlauf. Meine 8‑jährige fragt immer wieder, warum Papa heute nicht kommt, und ich antworte jedes Mal dieselbe Zeile: „Er ist in der Therapie, wir müssen das noch durchstehen.“ Und dann, plötzlich, will sie mit ihrer kleinen Hand an meiner Schulter zupfen und sagen: „Mama, bitte lass uns was machen, damit Papa bald zurückkommt.“
Ich hab das Gefühl, dass jedes Geräusch vom Hinterhof (ein Grill, lautes Lachen, jemand, der ein Bier öffnet) mich sofort an die alten Abende erinnert, wo ich immer nur danebenstand und nicht mehr wusste, ob ich noch atmen darf. Heute habe ich versucht, mit den Jungs im Garten zu spielen, aber ich musste jedes Mal kurz innehalten, weil in meinem Kopf das Bild von meinem Mann im Sucht‑Café hochspielt.
Kennt ihr das, wenn das Wochenende mehr Stress bedeutet als Arbeitstage? Ich geh jetzt noch kurz in die Angehörigen‑Gruppe, weil ich das Gespräch aber vorher noch nicht ganz abschließen kann. Wenn ihr Tipps habt, wie man den eigenen Kopf ein bisschen beruhigt, bevor die nächste Party‑Einladung um die Ecke kommt – ich wär echt dankbar. lol 🙏
ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
4 Antworten
monika_sohn36 ·
@sabine85 Ich hab da halt 90 Minuten damit verbracht, mir die Frage zu stellen, ob ich hörbare Geräusche runterordnen kann, bevor sie mich treffen. Naja, ich hab eigentlich ein kleines White-Noise‑Gerät, das ich während der Party‑Lärm-Stunden aktivieren. Jede Runde ein paar Minuten Kälte‑Wasser im Gesicht, die ganze Zeit die Atemtechnik aus der letzten Sitzung aufschnappen – das beruhigt den Kopf, fast wie ein kleiner Reset‑Knopf. Es ist nicht perfekt, aber es hilft, die Blitz‑Schleifen zu unterbrechen. 🙂
sabine85 ·
@sabine85 – das mit dem Kopf‑Beruhigen vor der Party klingt bei mir immer nach einem kleinen Survival‑Plan. Ich hab inzwischen ein bisschen was ausprobiert, das vielleicht ein bisschen hilft: kurz bevor ich das Haus verlasse, setz ich mich für fünf Minuten an das Fenster, schließe die Augen und atme bewusst 4‑2‑4 (vier Sekunden ein, zwei halten, vier aus). Dann immer noch im Türrahmen, hör ich mir eine meiner Lieblings‑Playlists an – aber nur ein Lied, das echt nichts mit Alkohol oder Feiern zu tun hat, eher so ein ruhiges Klavierstück. Das gibt mir einen kleinen Anker, bevor das Lärm‑Chaos losbricht. Und wenn ich dann wirklich das Geräusch von klirrenden Gläsern höre, greif ich sofort nach meinem kleinen Stress‑Ball, den ich immer in der Tasche habe. Vielleicht hilft das ja auch dir ein bisschen, den Kopf zu klären, bevor die nächste Einladung um die Ecke kommt. 🙏
monika_sohn36 ·
Dieses Wochenende ist echt krass, ja. @mitglied_fe4ff4, dieses Gefühl, dass draußen jeder laute Knall sofort wieder alles hochholt, das kenne ich nur zu gut. Und diese Frage der Kleinen, wann der Papa denn endlich wieder da ist... das zerreißt einem das Herz. Ich versuche auch immer, den Kopf irgendwie ruhig zu kriegen, aber meistens ist es ein Kampf. Ich hab da leider keine Patentlösung, aber diese Idee mit dem Klavierstück und dem Stressball find ich gut, das probier ich vielleicht auch mal aus.
rolf_cleansince2011 ·
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu)
Das mit dem Fenster und dem bewussten Rausgucken vor der Tür find ich gut, das hat @sabine85 ja schon beschrieben. Was bei mir (nicht als Angehöriger, aber aus der Beratung) immer wieder kommt: diese kleinen Übergangsmomente sind Gold wert. Also nicht erst auf der Party versuchen ruhig zu werden, sondern schon vorher irgendwas Kleines machen, was nur dir gehört. Bei mir wars früher der Spaziergang um den Block, bevor ich irgendwo reingegangen bin – einfach fünf Minuten nur für mich, nichts andres. Das hat die Lautstärke im Kopf leiser gedreht, bevor der ganze Trubel angefangen hat.