Öffentlich lesbarer Thread
Wenn die "harte Liebe" zur Belastungsprobe wird
Ich lieg jetzt seit ein paar Stunden wach und überleg immer wieder, ob ich meinem Bruder noch Grenzen setzen kann, ohne mich dabei selbst zu zerreißen. Seit dem Einbruch in meine Wohnung habe ich fast komplett den Kontakt abgebrochen – er hat wieder bei Mama gewohnt, wir haben keinen festen Plan, wann er zurückkommt. Ich weiß, dass ich ihm nicht einfach alles wegnehmen kann, sonst fühl ich mich neben seiner Sucht wie ein schlechter Mensch. Aber gleichzeitig spür ich, wie meine eigenen Kinder immer mehr die Konsequenzen tragen – das Haus riecht manchmal nach Chemie und ich muss erklären, warum ich plötzlich mehr Geld in die Tasche stecke, das eigentlich nicht da ist. Habt ihr das Gefühl, dass "harte Liebe" irgendwann zur Selbstaufgabe wird? Oder gibt es einen Mittelweg, den ich noch nicht sehe? Ich will nicht wieder in die alte Schleife geraten, wo ich alles gebe und dann doch wieder leer aussehe. Wie geht ihr mit diesem inneren Konflikt um? Bitte teilt eure Gedanken, ich bin echt am Ende meiner Kräfte.
