Öffentlich lesbarer Thread
Wie halte ich den Arbeitsstress in der Kantine vom Alkohol fern
Also, ich sitz hier gerade in der Kantine, die Kälte der Kühltruhe piekst mir schon in die Finger und der Chef macht wieder seine tägliche „Du musst jetzt noch das Sondermenü fertig kriegen“-Show. Ich fühl mich wie ein Hamster im Rad, nur dass das Rad aus Akten und Bestelllisten besteht und das Hamster‑Ich immer wieder an den Tresen denkt, „ein Schnapsgläschen wär jetzt doch nur das Richtige“ – obwohl ich seit 7 Monaten clean bin (226 Tage, wenn man so genau sein will).
Gestern hab ich beim Aufräumen die alte Flasche aus der Schublade gefunden, die ich ja nach dem letzten Rückfall ja eigentlich entsorgt hab. Das war ein echter Mini‑Trigger, weil ich sofort an das erste Mal gedacht hab, als ich in der Bar hinter dem Restaurant „nur ein Bier“ gesagt hab und dann plötzlich das ganze Regal leer war. Ich musste erst mal tief durchatmen, ein Stückchen Schokolade in die Hand nehmen und mir sagen, dass das hier mein neuer Job ist – nicht das alte, wo die Nächte länger waren als die Schichten.
Habt ihr Tipps, wie man im Arbeitsalltag den Drang, „kurz was zu kippen“ zu überlisten kann, ohne dass das gleich wieder in die alte Routine zurückschießt? Ich probier gerade, meine Pausen mit kurzen Spaziergängen oder ein paar Minuten Yoga im Pausenraum zu füllen, aber das fühlt sich manchmal so an, als würde ich das Büro nur noch mit Yoga‑Matten füllen und das hilft nicht immer.
Vielleicht könnt ihr mir ein paar... ich krieg den gedanken grad selbst nicht sauber zu ende.
