Öffentlich lesbarer Thread
Arbeit und Methadon – Wie viel ist zu viel
Heute Nachmittag habe ich wieder überlegt, ob ich mir noch ein paar Stunden extra im Büro aufhabe, obwohl ich ja eigentlich schon genug Stress habe. Ich bin seit etwa einem Jahr clean, aber die Substitution ist ja trotzdem ein Teil von mir und manchmal fühlt sich das im Job wie ein unsichtbares Tabu an. Letzte Woche, als ich beim Vorstand über ein neues Projekt reden musste, kam plötzlich das Stichwort „zu viel Arbeit“. Ich hab dann nur gezwinkert und dachte mir: „Vielleicht liegt das ja daran, dass ich ja immer noch Methadon nehme, das wird ja doch irgendwie stigmatisiert, sogar hier im Team.“ Hab ich mich jetzt zu sehr verausgabt, weil ich Angst hab, dass man mich sonst als „zu schwach“ abstempelt? Oder ist das einfach nur meine alte Arbeitssucht, die wieder hochkommt? Wie geht ihr mit dem Druck um, wenn ihr gleichzeitig mit Substitution jongliert? Ich würde gern eure Erfahrungen hören. 🙏
