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Wenn der Job zum Trigger wird – was tun?
Montag, nach dem Kaffee, und ich sitz wieder am Schreibtisch, das Handy glueht und die Mails stapeln sich wie immer. Ich hab mich jetzt fast 7 Monate clean, und doch fühlt sich das hier manchmal an wie das alte „Rausch‑Gehaeuse“, nur mit Zahlen und Deadlines statt Spritzen. Ich frage mich: Wie lange kann ich noch so weitermachen, ohne dass das alles wieder zum Auslöser für die alte Sucht wird?
Ich hab ja seit ein paar Wochen wieder das Gefühl, dass ich mich beweisen muss – nicht nur gegenueber dem Chef, sondern irgendwie auch gegenüber mir selbst, weil ich ja jetzt „sauber“ bin. Ich arbeite laenger, mach Ueberstunden, sag „Ja“ zu jedem Projekt, weil ich Angst hab, dass ein Fehltritt gleich wieder die alte Leere fuellt. Und dann kommt das unangenehme Ziehen im Bauch, das ich sonst nur von den Benzos kenne, wenn ich mich überfordert fuehl.
Letztes Wochenende hab ich versucht, einfach mal den Laptop zu schließen und mit den Kindern zu chillen. Das war schön, aber am Montag war ich wieder voll im Stress‑Modus. Vielleicht liegt das ja an der Angst, dass ich sonst wieder nur das Gefuehl von „nichts tun“ habe, das mich frueher immer zurueck ins alte Muster gezogen hat.
Habt ihr aehnliche Phasen erlebt, wo der Job eigentlich das ist, was euch eigentlich helfen soll, aber gleichzeitig zum Risiko wird? Wie schafft ihr es, das Gleichgewicht zu halten, ohne dass der Druck euch wieder in alte Fallen treibt? Ich wuerd mich freuen, wenn jemand ein paar Tipps oder einfach ein bisschen Verständnis teilen könnte. 🙏
Ich versuch jetzt, ein paar klare Grenzen zu setzen, aber das ist leichter gesagt als getan. Vielleicht hilft ja ein bisschen Austausch hier. Danke!
