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Wenn der Job zur neuen Sucht wird – Wie halte ich den Kopf frei?
schreib vom handy, sry für tippfehler
Mittwoch, 12 Uhr, ich sitz im Pausenraum, der Kaffee ist schon wieder lauwarm und ich frage mich, warum ich heute wieder das Gefühl hab, gleich wieder durchzuarbeiten, sobald die Schicht rum ist. Seit mein Mann vor drei Jahren trocken ist, hab ich plotzlich gemerkt, dass ich die Energie, die ich früher im Haus verbracht hab – das standige Aufraumen, das Sorgen‑ und Sorgen‑Machen – jetzt in die Arbeit stecke. Vielleicht ist das ja nur ein neuer Weg, den Stress zu kanalisieren, aber ich spur, wie ich mich immer mehr in die Schichten vergrabe, um die Leere zu fullen.
Ich bin 42, Krankenschwester in Trier, und weiß, wie leicht man in den Rhythmus von Schichtplan, Dienstubergabe und immer neuen To‑Dos rutscht. Vor ein paar Tagen hab ich ja nochmal uber die dunkle Woche geschrieben, als der Alkoholgeruch wieder im Haus war und ich fast aufgegeben hätte. Und jetzt? Ich fühle mich manchmal, als ob ich das alles wieder ersetze – nur mit Arbeit.
Was macht ihr, wenn ihr merkt, dass ihr zu viel arbeitet, um nicht an die alte Angst zu denken? Ich hab versucht, mir feste „Auszeiten“ zu setzen, zum Beispiel nach der Schicht ein kurzer Spaziergang am Moselufer, aber das klappt selten, weil das Handy immer wieder mit neuen Aufgaben pingt. Manchmal hilft ein kurzer Moment mit den Kindern, einfach nur zusammen ein Brettspiel zu spielen, das gibt mir ein bisschen Ruhe.
Ich frage mich: Wie findet ihr das Gleichgewicht zwischen dem, was wir tun müssen, und dem, was wir wirklich brauchen, um nicht auszubrennen? Gibt's kleine Rituale, die euch aus dem Arbeits‑Kreislauf ziehen? Ich bin echt gespannt auf eure Erfahrungen. ❤️💪
