Öffentlich lesbarer Thread
Cannabis & das kleine Stück Selbstakzeptanz – geht das?
Ich sitz gerade auf meinem Balkon, die Dämmerung ist fast da und ich hab mir eine kleine Joints gedreht – natürlich nur die milde Sorte, die ich von der Apotheke bekomme, weil ich ja nicht zurückfallen will. Sag ich mal, das Ritual hilft mir, den Tag ein bisschen ruhiger zu beenden, aber ich frage mich: Wie kann ich das eigentlich nutzen, um ein bisschen mehr Selbstliebe zu üben, anstatt nur den Stress zu betäuben?
Vor ein paar Tagen hab ich wieder einen dieser „quick fix“ Momente gehabt, wo das Verlangen nach einem sofortigen Kick fast überhand genommen hat. Ich habe dann bewusst den Joint angezündet, aber anstatt zu inhalieren, hab ich einfach nur den Geruch genommen und tief durchgeatmet. Ein kurzer Moment, in dem ich mir gesagt hab, dass ich das hier nicht als Flucht, sondern als kleine Pause sehe.
Jetzt bin ich seid ungefähr 10 Monaten clean, und das fühlt sich manchmal wie ein langer Marsch an – kleine Schritte, sag ich mal. Und doch gibt es immer wieder diese Momente, wo ich mich frage, ob das, was ich jetzt tue, wirklich zu mir passt oder ob ich nur eine alte Gewohnheit nachahme.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Nutzt ihr Cannabis eher als meditativen Begleiter oder eher als schnellen Ausgleich? Wie schafft ihr es, dass es nicht wieder zur Sucht wird, sondern wirklich ein Werkzeug für mehr Achtsamkeit bleibt? Ich freu mich auf eure Gedanken, vielleicht kann ich ja was mitnehmen. ❤️
