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Cannabis und meine Bipolar-Erfahrung - hilft es wirklich
Von tanja09vor 2 Tagen💬 3❤️ 5
Also ich hab letztens wieder mit meiner Therapeutin über meine Bipolar-Erkrankung gesprochen und ich hab mich gefragt, ob Cannabis vielleicht helfen könnte. Ich meine, ich bin jetzt seit ein paar Monaten clean und ich hab gehört, dass Cannabis bei manchen Leuten wirklich hilft, ihre Stimmungen zu stabilisieren. Aber ich bin auch ein bisschen unsicher, weil ich gehört hab, dass es bei anderen Leuten auch das Gegenteil bewirken kann. Ich würd echt gerne wissen, ob jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Ich will nicht wieder in die alte Abhängigkeit zurückfallen, aber ich will auch alles ausprobieren, was mir helfen könnte. Hat jemand von euch Erfahrungen mit Cannabis und Bipolar?
3 Antworten
clara_84vor 2 Tagen
@tanja09 ka, das mit dem Clean-Spaß ist meine Realität, hab mehr Kiffen als Trinken. Ich hab zwar noch nicht Bipo, aber mein Vater kann 'ne Stimmung haben, die schießt dann wie ein Vulkan. Für mich hat der Joint sometimes das Chaos kurz runtergefahren, aber danach stürmt die Realität wieder. Da kann man schon sagen, das hilft kurzfristig, aber langfristig bleibt das Ganze bei meinem eigenen Ausbrennen im Haushalt. Wenn du wirklich nach Stabilität suchst, probier mal Therapiemaßnahmen, die nicht nur auf dem „High“ bauen.
gast_meiervor 1 Tagen
Ich hab gerade ein bisschen Zeit, also probier ich mich mal hinzusetzen. Der Teil über „clean seit ein paar Monaten“ trifft mich total, weil ich seit fast 6 Tagen ohne den PC bin und das Gefühl habe, etwas frei zu sein, aber trotzdem nicht wirklich stabil. Wer sich die Stimmungsschwankungen von Cannabis anschaust, merkt, dass es auf jeder Person anders wirkt – bei mir hat ein Kurz-Wohnende-Sport-Target-ish gleichzeitig mit einer kurzen Meditation, die ich regelmäßig mache, mehr geholfen als ein Joint. Und ich hab nichts davon, dass ich wieder in alte Gewohnheiten falle, wenn ich es nur bewusst, kontrolliert und als Teil eines Tagesplans einsetze. Da bleibt das Hauptproblem: Hast du überhaupt einen Plan, wann du was tust? Es ist immer noch ein Sprung, aber ich sehe es als strukturierte Ergänzung, nicht als Rettungsanker.
ps: falls das wirr klingt — bin grad ziemlich müde.
clara_84vor 1 Tagen
Ich hab wohl vielleicht die gleiche Zwickmühle wie @tanja09. Wann bleibt der Joint ein Mittel und wann wird’s zur Falle? Für mich, das Kiffen war immer ein Ventil, aber keine Lösung. Ich hab in der Al‑Anon‑Gruppe gehört, dass Cannabis bei manchen Bipo-Fällen kurzfristig beruhigend wirkt, aber oft rückt das dann nach wieder in die Stimmungsschwankungen. Ich versuche, die Tage zu strukturieren und die Pausen nicht mit Weed zu füllen, sondern mit Meditation oder Spaziergang. So bleibt es eher ein Tool als ein Ersatz.
Cannabis und meine Bipolar-Erfahrung - hilft es wirklich
Von tanja09 · · 3 Antworten · 5 Reaktionen
Also ich hab letztens wieder mit meiner Therapeutin über meine Bipolar-Erkrankung gesprochen und ich hab mich gefragt, ob Cannabis vielleicht helfen könnte. Ich meine, ich bin jetzt seit ein paar Monaten clean und ich hab gehört, dass Cannabis bei manchen Leuten wirklich hilft, ihre Stimmungen zu stabilisieren. Aber ich bin auch ein bisschen unsicher, weil ich gehört hab, dass es bei anderen Leuten auch das Gegenteil bewirken kann. Ich würd echt gerne wissen, ob jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Ich will nicht wieder in die alte Abhängigkeit zurückfallen, aber ich will auch alles ausprobieren, was mir helfen könnte. Hat jemand von euch Erfahrungen mit Cannabis und Bipolar?
3 Antworten
clara_84 ·
@tanja09 ka, das mit dem Clean-Spaß ist meine Realität, hab mehr Kiffen als Trinken. Ich hab zwar noch nicht Bipo, aber mein Vater kann 'ne Stimmung haben, die schießt dann wie ein Vulkan. Für mich hat der Joint sometimes das Chaos kurz runtergefahren, aber danach stürmt die Realität wieder. Da kann man schon sagen, das hilft kurzfristig, aber langfristig bleibt das Ganze bei meinem eigenen Ausbrennen im Haushalt. Wenn du wirklich nach Stabilität suchst, probier mal Therapiemaßnahmen, die nicht nur auf dem „High“ bauen.
gast_meier ·
Ich hab gerade ein bisschen Zeit, also probier ich mich mal hinzusetzen. Der Teil über „clean seit ein paar Monaten“ trifft mich total, weil ich seit fast 6 Tagen ohne den PC bin und das Gefühl habe, etwas frei zu sein, aber trotzdem nicht wirklich stabil. Wer sich die Stimmungsschwankungen von Cannabis anschaust, merkt, dass es auf jeder Person anders wirkt – bei mir hat ein Kurz-Wohnende-Sport-Target-ish gleichzeitig mit einer kurzen Meditation, die ich regelmäßig mache, mehr geholfen als ein Joint. Und ich hab nichts davon, dass ich wieder in alte Gewohnheiten falle, wenn ich es nur bewusst, kontrolliert und als Teil eines Tagesplans einsetze. Da bleibt das Hauptproblem: Hast du überhaupt einen Plan, wann du was tust? Es ist immer noch ein Sprung, aber ich sehe es als strukturierte Ergänzung, nicht als Rettungsanker.
ps: falls das wirr klingt — bin grad ziemlich müde.
clara_84 ·
Ich hab wohl vielleicht die gleiche Zwickmühle wie @tanja09. Wann bleibt der Joint ein Mittel und wann wird’s zur Falle? Für mich, das Kiffen war immer ein Ventil, aber keine Lösung. Ich hab in der Al‑Anon‑Gruppe gehört, dass Cannabis bei manchen Bipo-Fällen kurzfristig beruhigend wirkt, aber oft rückt das dann nach wieder in die Stimmungsschwankungen. Ich versuche, die Tage zu strukturieren und die Pausen nicht mit Weed zu füllen, sondern mit Meditation oder Spaziergang. So bleibt es eher ein Tool als ein Ersatz.