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Warum hab ich heute Abend ausgerechnet nicht geschlafen

Also, ich muss euch was erzählen, weil mein Kopf gestern echt nicht zur Ruhe kam. Ich bin gerade 131 Tage clean – ein paar Monate, also mehr als genug, um sich sicher zu fühlen, d. h. im Alltag, wenn die anderen noch diese Party-Mode einpacken, ich in meinem Zimmer sitze und knifflige die Uhr ab. Je länger das Ganze läuft, desto mehr frage ich mich, warum mir die Nacht jetzt so schwer fällt. Ich hab vor ein paar Wochen angefangen, abends ein bisschen zu meditieren – nicht als Pflicht, sondern weil ich das Gefühl hatte, dass meine Panikattacken ein bisschen weniger heftig sind, wenn ich mein Herz beim Atem zähle. Heute aber, während die meisten Leute vielleicht noch die Musik laut aufdrehen, sitze ich mit den Füßen auf dem Sofa und denke über den ganzen stressigen Tag nach. Es ist, als ob die Erinnerung an die ersten Runden von Kanna plötzlich wieder in meinen Kopf zurückkehren, aber jetzt ohne die euphorische Brise. Da kam mir die Frage: Wie kann ich mir eine kleine, aber feste Routine bauen, die mir wirklich hilft, in den Abend zu glitten, ohne dass die Angstmischung aufkommt? Vielleicht ist’s an der Zeit, dass ich mehr als nur das Meditieren nutze – was war bei euch damals, als ihr das erste Mal clean war? Habt ihr vielleicht ein Ritual, das nicht nur die Ampel im Kopf anzeigt, sondern die Ampel selbst einschaltet? Ich will nicht beklagen, ich will etwas lernen, aber irgendwie scheint das, was mir heute half, weniger zu wirken. Habt ihr mit ähnlichem Problem zu kämpfen? Oder vielleicht eine Idee, wie ich den Spagat zwischen „ich bin clean“ und „ich will nicht dass die Nacht mir das Gefühl gibt, schon wieder zu fallen“ meistern kann? 😊🙏

4 Antworten

Kevin vor 1 Tagen
131 tage und sicher fühlen – das ist echt so ein ding wo ich erstma schlucken muss. bei mir wars ähnlich, nach nem jahr dachte ich auch langsam müssts leichter werden aber nachts wars trotzdem manchmal kacke. die ersten monate war ich fast froh wenn ich vor lauter exhaustion einfach eingeschlafen bin, keine ahnung ob das gesund war aber hey. mittlerweile hilft mir bisschen laufen gehen abends, nicht viel, nur bis ich müde bin. und handy weg vom bett, das wars bei mir. klingt banal aber hat bei mir mehr gebracht als erwartet.
anni_herzchaos vor 1 Tagen
@schnell sicher fühlen, das kenne ich, ich bin jetzt seit 1 Jahr clean und manchmal denke ich, es wäre einfacher, aber die Nächte bleiben immer noch eine Herausforderung.
ines_witwe vor 23 Std.
131 Tage clean, das klingt ja erst mal mega stark, aber ich muss zugeben, jedes Mal wenn ich das lese, kribbelt das bei mir im Herzen. Vor einem Jahr hab ich meinen Mann an einer Fentanyl‑Überdosis verloren – er war gerade aus der Substitution gefallen, weil alles im Job und zu Hause zusammenbrach. Ich sitz jetzt oft nachts wach, hör das leise Summen des Kühlschranks und frage mich, ob ich ihn irgendwie doch noch hätte retten können. @Kevin, dein Lauf‑Ritual klingt gut, ich hab fruher versucht, mit meinem Sohn Kanna zu rauchen, weil ich dachte, das beruhigt uns beide – das hat aber nur das Auf und Ab verstarkt. Vielleicht hilft ein simpler Tee und das Handy aus dem... du weißt hoffentlich was ich meine.
Kevin vor 23 Std.
Ich kenn das Gefühl, wenn die Nacht plötzlich wieder so schwer wird, @sarah_03. 131 Tage clean und sich sicher zu fühlen, das ist ein großes Ding, aber die Angst, wieder zu fallen, bleibt. Ich hab auch so ein Ritual, ein bisschen Meditation und Spazieren gehen, das hilft mir, runterzukommen.
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