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Öffentlich lesbarer Thread
Warum hab ich immer noch Angst vor dem Arzt
Von eberhard_oxyvor 1 Tagen💬 8❤️ 1
Also, ich sitz hier und denk darüber nach, warum ich immer noch so eine Angst vor dem Arzt hab. Ich mein, ich bin jetzt seit ein paar Monaten clean und stabil auf Bup, aber wenn ich zum Arzt muss, kriecht mir die Angst in die Knochen. Ich denk, es ist, weil ich früher immer nur Tabletten und mehr Tabletten bekommen hab, ohne dass mir jemand erklärt hat, was da passiert. Und jetzt hab ich das Gefühl, das ich nicht mehr vertrauen kann. Ich mein, ich hab mich gefragt, ob das bei anderen auch so ist? Hattet ihr ähnliche Erfahrungen? Ich will einfach nur, dass ich wieder normal zum Arzt gehen kann, ohne dass ich gleich Panik krieg. Ka, ich weiß nicht, vielleicht ist das alles nur Einbildung, aber ich würde gerne hören, wie es bei anderen so ist.
8 Antworten
nicole_tag14vor 1 Tagen
Ich fühl das total, wenn du sagst „kriecht mir die Angst in die Knochen“ – bei mir war das nach dem Entzug fast jeden Arzttermin ein Mini‑Panikschub. Vor ein paar Tagen hab ich wieder einen Check‑Up gehabt und mir hat das Herz bis zum Hals gerissen, obwohl ich ja nur Blut abnehmen lassen sollte. Ich merk dann erst, wie sehr das ganze „ich werd wieder verarscht“ aus den Kliniktagen nachhängt. Vielleicht hilft es, vorher kurz zu sagen, was du genau erwartest, und wenn's zu viel wird, einfach kurz rauszufragen, was gerade passiert. Das hat mir den einen Moment ein bisschen gezähmt.
stefan_rivotrilvor 1 Tagen
Das mit dem „Angst kriecht in die Knochen“ kenne ich zu gut – bei mir war das vor dem ersten Entzug fast jedes Mal das gleiche Bild, weil ich nie wusste, was hinter den Spritzen steckt. Ich hab früher die ganze Zeit nur dosiert, dann plötzlich im Krankenhaus ohne Erklärung. Heute, nach fast sechs Monaten clean, merke ich, dass ich beim Anruf beim Arzt erst mal tief durchatme, dann laut sage: „Ich weiß nicht, was gerade passiert, bitte erklär’s mir kurz.“ Das hat mir geholfen, den Schock abzuschwächen, und ich fühle mich nicht sofort von vornherein überwältigt. @nicole_tag14, dein Tipp mit dem kurzen Rückfrage‑Moment hat bei mir auch einen Unterschied gemacht. 😊
nicole_tag14vor 1 Tagen
@eberhard_oxy das mit dem „Angst kriecht in die Knochen“ trifft mich gerade voll – ich hab erst 11 Tage clean und jedes Klingeln am Telefon lässt mein Herz wie ein Presslufthammer stampfen. Heute war bei mir das erste Mal, dass ich wieder zum Hausarzt musste, und ich hab mich fast im Flur weggerannt, weil ich nicht wusste, ob sie wieder meine Substitution prüfen wollen. Ich hab dann versucht, leise zu sagen: „Bitte erklären Sie mir, was Sie machen, ich fühl mich unsicher.“ Das hat ein bisschen geholfen, aber das Zittern bleibt. @stefan_rivotril, dein Tipp, tief durchzuatmen, war bei mir jetzt auch das Erste, was ich gemacht habe. 🙏
eberhard_oxyvor 1 Tagen
@stefan_rivotril, ich kann das total nachvollziehen – meine Angst vor dem Arzt war schon die Dauer. Früher, als ich noch auf Oxy war und die Ärzte immer nur verschrieben, fand ich das „Feinheiten erklären“ fehlte komplett. Jetzt, seit ein paar Monaten clean, kommt mir das Wort „nachsorge“ wie ein Messer in den Bizeps. Ich hab versucht, beim letzten Termin die Frage zu stellen: „Was checkt ihr an meinem Blut?“ Das hat ein bisschen Licht gebracht, aber das Zittern bleibt. Danke, dass du das auch rüberbringst. 🙏
stefan_rivotrilvor 1 Tagen
schreib vom handy, sry für tippfehler
@eberhard_oxy das mit dem “Krieg ihr Angst in die Knochen” kommt bei mir auch richtig früh, kaum 6 Monate clean, und jedes Anruf ist ein kleiner Schock. Ich hab mir ein kleines Skript abgelernt: “Sag mir, was geht, ich will das klar haben.” Da hilft der Arzt, die Angst ein bisschen zu brechen, weil er klar macht, was er tut. Und wenn das Gefühl kommt, einfach kurz hinzusetzen. und tiefe Atemzüge. und die Frage wiederholen. Da baut die Panik ein bisschen ab, weil du mehr Mitspracherecht hast. 💪
sven_benzo_tapervor 1 Tagen
"kriecht mir die Angst in die Knochen" hat mich echt getroffen, weil ich das nach 4 Monaten clean genauso spüre, wenn ich das Wartezimmer betrete. Bei mir hilft's, sofort zu sagen: „Bitte erzählen Sie mir, was gerade passiert“, sonst dreht sich das ganze Bild im Kopf. Ich hab ne halbe Stunde vorher noch einen kurzen Spaziergang gemacht, dann atme ich bewusst 4‑4‑4 und sage dem Arzt, dass ich noch unsicher bin – das nimmt den Schock ein bisschen. @nicole_tag14, dein Tipp mit dem kurzen Ausstieg hat mir auch schon geholfen, ich spring manchmal fast aus dem Raum, wenn das Blut abgenommen wird. 😊
nicole_tag14vor 1 Tagen
Das mit dem "kriecht mir die Angst in die Knochen" kenne ich zu gut, wenn ich zum Arzt muss. Ich hab jetzt 11 Tage clean und jedes Mal, wenn das Telefon klingelt, zittere ich. Ich probiere, tief durchzuatmen und sage dem Arzt, das ich unsicher bin, aber das Zittern bleibt. Ich denke, es hilft, wenn man einfach fragt, was genau passiert, und sich nicht zu sehr unter Druck setzt. Ka, ich hoffe, das wird besser mit der Zeit.
stefan_rivotrilvor 1 Tagen
@mitglied_2b5b88 genau das mit dem „Angst kriecht in die Knochen“ kenne ich auch. Vor ein paar Wochen war ich zum Zahnarzt und das Herz war echt bis zum Hals. Ich musste dann einfach sagen:,,Hören Sie, ich war ne Weile nicht da, erklären Sie mir bitte, was Sie machen.“ Das hat einen Moment geholft, weil ich wieder etwas Kontrolle hatte. Man traut sich nicht mehr, weil man Angst hat, wieder als Junkie abgestempelt zu werden. Aber hey, wenn der Arzt nicht mithört, geht es halt mit anderen weiter. 💪
Warum hab ich immer noch Angst vor dem Arzt
Von eberhard_oxy · · 8 Antworten · 1 Reaktionen
Also, ich sitz hier und denk darüber nach, warum ich immer noch so eine Angst vor dem Arzt hab. Ich mein, ich bin jetzt seit ein paar Monaten clean und stabil auf Bup, aber wenn ich zum Arzt muss, kriecht mir die Angst in die Knochen. Ich denk, es ist, weil ich früher immer nur Tabletten und mehr Tabletten bekommen hab, ohne dass mir jemand erklärt hat, was da passiert. Und jetzt hab ich das Gefühl, das ich nicht mehr vertrauen kann. Ich mein, ich hab mich gefragt, ob das bei anderen auch so ist? Hattet ihr ähnliche Erfahrungen? Ich will einfach nur, dass ich wieder normal zum Arzt gehen kann, ohne dass ich gleich Panik krieg. Ka, ich weiß nicht, vielleicht ist das alles nur Einbildung, aber ich würde gerne hören, wie es bei anderen so ist.
8 Antworten
nicole_tag14 ·
Ich fühl das total, wenn du sagst „kriecht mir die Angst in die Knochen“ – bei mir war das nach dem Entzug fast jeden Arzttermin ein Mini‑Panikschub. Vor ein paar Tagen hab ich wieder einen Check‑Up gehabt und mir hat das Herz bis zum Hals gerissen, obwohl ich ja nur Blut abnehmen lassen sollte. Ich merk dann erst, wie sehr das ganze „ich werd wieder verarscht“ aus den Kliniktagen nachhängt. Vielleicht hilft es, vorher kurz zu sagen, was du genau erwartest, und wenn's zu viel wird, einfach kurz rauszufragen, was gerade passiert. Das hat mir den einen Moment ein bisschen gezähmt.
stefan_rivotril ·
Das mit dem „Angst kriecht in die Knochen“ kenne ich zu gut – bei mir war das vor dem ersten Entzug fast jedes Mal das gleiche Bild, weil ich nie wusste, was hinter den Spritzen steckt. Ich hab früher die ganze Zeit nur dosiert, dann plötzlich im Krankenhaus ohne Erklärung. Heute, nach fast sechs Monaten clean, merke ich, dass ich beim Anruf beim Arzt erst mal tief durchatme, dann laut sage: „Ich weiß nicht, was gerade passiert, bitte erklär’s mir kurz.“ Das hat mir geholfen, den Schock abzuschwächen, und ich fühle mich nicht sofort von vornherein überwältigt. @nicole_tag14, dein Tipp mit dem kurzen Rückfrage‑Moment hat bei mir auch einen Unterschied gemacht. 😊
nicole_tag14 ·
@eberhard_oxy das mit dem „Angst kriecht in die Knochen“ trifft mich gerade voll – ich hab erst 11 Tage clean und jedes Klingeln am Telefon lässt mein Herz wie ein Presslufthammer stampfen. Heute war bei mir das erste Mal, dass ich wieder zum Hausarzt musste, und ich hab mich fast im Flur weggerannt, weil ich nicht wusste, ob sie wieder meine Substitution prüfen wollen. Ich hab dann versucht, leise zu sagen: „Bitte erklären Sie mir, was Sie machen, ich fühl mich unsicher.“ Das hat ein bisschen geholfen, aber das Zittern bleibt. @stefan_rivotril, dein Tipp, tief durchzuatmen, war bei mir jetzt auch das Erste, was ich gemacht habe. 🙏
eberhard_oxy ·
@stefan_rivotril, ich kann das total nachvollziehen – meine Angst vor dem Arzt war schon die Dauer. Früher, als ich noch auf Oxy war und die Ärzte immer nur verschrieben, fand ich das „Feinheiten erklären“ fehlte komplett. Jetzt, seit ein paar Monaten clean, kommt mir das Wort „nachsorge“ wie ein Messer in den Bizeps. Ich hab versucht, beim letzten Termin die Frage zu stellen: „Was checkt ihr an meinem Blut?“ Das hat ein bisschen Licht gebracht, aber das Zittern bleibt. Danke, dass du das auch rüberbringst. 🙏
stefan_rivotril ·
schreib vom handy, sry für tippfehler
@eberhard_oxy das mit dem “Krieg ihr Angst in die Knochen” kommt bei mir auch richtig früh, kaum 6 Monate clean, und jedes Anruf ist ein kleiner Schock. Ich hab mir ein kleines Skript abgelernt: “Sag mir, was geht, ich will das klar haben.” Da hilft der Arzt, die Angst ein bisschen zu brechen, weil er klar macht, was er tut. Und wenn das Gefühl kommt, einfach kurz hinzusetzen. und tiefe Atemzüge. und die Frage wiederholen. Da baut die Panik ein bisschen ab, weil du mehr Mitspracherecht hast. 💪
sven_benzo_taper ·
"kriecht mir die Angst in die Knochen" hat mich echt getroffen, weil ich das nach 4 Monaten clean genauso spüre, wenn ich das Wartezimmer betrete. Bei mir hilft's, sofort zu sagen: „Bitte erzählen Sie mir, was gerade passiert“, sonst dreht sich das ganze Bild im Kopf. Ich hab ne halbe Stunde vorher noch einen kurzen Spaziergang gemacht, dann atme ich bewusst 4‑4‑4 und sage dem Arzt, dass ich noch unsicher bin – das nimmt den Schock ein bisschen. @nicole_tag14, dein Tipp mit dem kurzen Ausstieg hat mir auch schon geholfen, ich spring manchmal fast aus dem Raum, wenn das Blut abgenommen wird. 😊
nicole_tag14 ·
Das mit dem "kriecht mir die Angst in die Knochen" kenne ich zu gut, wenn ich zum Arzt muss. Ich hab jetzt 11 Tage clean und jedes Mal, wenn das Telefon klingelt, zittere ich. Ich probiere, tief durchzuatmen und sage dem Arzt, das ich unsicher bin, aber das Zittern bleibt. Ich denke, es hilft, wenn man einfach fragt, was genau passiert, und sich nicht zu sehr unter Druck setzt. Ka, ich hoffe, das wird besser mit der Zeit.
stefan_rivotril ·
@mitglied_2b5b88 genau das mit dem „Angst kriecht in die Knochen“ kenne ich auch. Vor ein paar Wochen war ich zum Zahnarzt und das Herz war echt bis zum Hals. Ich musste dann einfach sagen:,,Hören Sie, ich war ne Weile nicht da, erklären Sie mir bitte, was Sie machen.“ Das hat einen Moment geholft, weil ich wieder etwas Kontrolle hatte. Man traut sich nicht mehr, weil man Angst hat, wieder als Junkie abgestempelt zu werden. Aber hey, wenn der Arzt nicht mithört, geht es halt mit anderen weiter. 💪