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Mein erster Tag ohne die Substitutionspille – was läuft jetzt?
Von tom_haftentvor 5 Tagen💬 1❤️ 3
Seit ungefahr 3 Monaten bin ich clean, hab die Substitutionspille weiter in der Übergangseinrichtung genommen, aber heute war der letzte Tag. Ich hab mich gefragt, wie das wirkt, wenn plotzlich keine Pillen mehr da sind. Ich war in der JVA, da hat die Substitution mir oft geholfen, das Verlangen zu dampfen, aber die Routine hat auch ein bisschen ein Gefuhl von Sicherheit gegeben. Jetzt, wo die Pillen weg sind, hab ich ein bisschen Angst, dass ich wieder in alte Muster falle.
Wie habe ich das bisher geregelt? Ich hab, wie ich letzte Woche in meinem Beitrag "Wie ich meine Tage strukturiere, um clean zu bleiben" geschrieben habe, einen Plan erstellt: morgens früh aufstehen, Kaffee, dann 30 Minuten lesen, danach ein kurzer Spaziergang im Garten der Einrichtung, danach ein Gespräch mit dem Sozialarbeiter, und abends ein bisschen Musik und Meditation. Das hat mir geholfen, den Tag zu füllen, und das Verlangen ist nicht mehr so stark.
Aber jetzt, ohne die Pillen, frage ich mich, ob das wirklich reicht. Ich hab das Gefuhl, dass mein Körper vielleicht noch nach etwas sucht. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn die Substitution plötzlich vorbei ist? Welche Strategien habt ihr angewendet, um die Lücke zu schließen? Ich bin gespannt, ob ihr Tipps habt, wie man den Übergang besser handhaben kann, damit das Verlangen nicht in die Hände von alten Gewohnheiten fallt. Danke fürs Lesen und fur eure Antworten! ❤️
Edit: bin grad emotional, falls das komisch rüberkommt
1 Antworten
sven_benzo_tapervor 3 Tagen
Deine Zeile „Seit ungefahr 3 Monaten bin ich clean, hab die Substitutionspille … aber heute war der letzte Tag.“ hat mich echt getroffen – ich sitz jetzt bei 119 Tagen ohne Diazepam‑Äquivalente und spür das gleiche Ziehen nach einer klaren Routine. Was mir geholfen hat, war nicht nur der feste Plan, sondern das bewusste „Mini‑Ritual“ nach jedem Spaziergang: ein kurzer Notizblock, wo ich kurz festhalte, was gerade gut lief, und dann sofort ein Schluck Wasser. Das gibt dem Kopf ne kleine Ablenkung, bevor das alte Verlangen wieder anklopft. Und ja, abends kann das Nachbrennen richtig nervig sein, aber ein kurzer Atem‑Timer (30 Sekunden ein‑aus) hat mir oft den Kopf gerettet. Halt durch, das Gefühl von Sicherheit kommt irgendwann wieder von innen. 💪
Mein erster Tag ohne die Substitutionspille – was läuft jetzt?
Von tom_haftent · · 1 Antworten · 3 Reaktionen
Seit ungefahr 3 Monaten bin ich clean, hab die Substitutionspille weiter in der Übergangseinrichtung genommen, aber heute war der letzte Tag. Ich hab mich gefragt, wie das wirkt, wenn plotzlich keine Pillen mehr da sind. Ich war in der JVA, da hat die Substitution mir oft geholfen, das Verlangen zu dampfen, aber die Routine hat auch ein bisschen ein Gefuhl von Sicherheit gegeben. Jetzt, wo die Pillen weg sind, hab ich ein bisschen Angst, dass ich wieder in alte Muster falle.
Wie habe ich das bisher geregelt? Ich hab, wie ich letzte Woche in meinem Beitrag "Wie ich meine Tage strukturiere, um clean zu bleiben" geschrieben habe, einen Plan erstellt: morgens früh aufstehen, Kaffee, dann 30 Minuten lesen, danach ein kurzer Spaziergang im Garten der Einrichtung, danach ein Gespräch mit dem Sozialarbeiter, und abends ein bisschen Musik und Meditation. Das hat mir geholfen, den Tag zu füllen, und das Verlangen ist nicht mehr so stark.
Aber jetzt, ohne die Pillen, frage ich mich, ob das wirklich reicht. Ich hab das Gefuhl, dass mein Körper vielleicht noch nach etwas sucht. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn die Substitution plötzlich vorbei ist? Welche Strategien habt ihr angewendet, um die Lücke zu schließen? Ich bin gespannt, ob ihr Tipps habt, wie man den Übergang besser handhaben kann, damit das Verlangen nicht in die Hände von alten Gewohnheiten fallt. Danke fürs Lesen und fur eure Antworten! ❤️
Edit: bin grad emotional, falls das komisch rüberkommt
1 Antworten
sven_benzo_taper ·
Deine Zeile „Seit ungefahr 3 Monaten bin ich clean, hab die Substitutionspille … aber heute war der letzte Tag.“ hat mich echt getroffen – ich sitz jetzt bei 119 Tagen ohne Diazepam‑Äquivalente und spür das gleiche Ziehen nach einer klaren Routine. Was mir geholfen hat, war nicht nur der feste Plan, sondern das bewusste „Mini‑Ritual“ nach jedem Spaziergang: ein kurzer Notizblock, wo ich kurz festhalte, was gerade gut lief, und dann sofort ein Schluck Wasser. Das gibt dem Kopf ne kleine Ablenkung, bevor das alte Verlangen wieder anklopft. Und ja, abends kann das Nachbrennen richtig nervig sein, aber ein kurzer Atem‑Timer (30 Sekunden ein‑aus) hat mir oft den Kopf gerettet. Halt durch, das Gefühl von Sicherheit kommt irgendwann wieder von innen. 💪