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Die Schham einer Heilberuflerin
Ich war heute Morgen in der Kantine, als eine Kollegin von mir erzählte, dass sie Probleme hat, mit ihrem Arzt zu sprechen, weil er immer so streng und unverständlich ist. Ich nickte nur zustimmend, aber im Kopf dachte ich: "Ich verstehe, wie du dich fühlst." Weil ich mich auch einmal so gefühlt habe - oder besser gesagt, weil ich mich immer noch manchmal so fühle. Als Heilberuflerin habe ich mich selbst nie als Patientin fühlen dürfen. Die Scham und die Angst, wie wird mein Kollege darüber denken, wenn er erfährt, dass ich selbst Probleme mit Substanzen hatte? Wie kann ich meine Kollegen unterstützen, wenn ich selbst nicht einmal mich selbst unterstützen kann? 😔
