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Endlich wieder Sport – und die alten Dämonen
Von patrick_methvor 3 Std.💬 1❤️ 1
Leute, muss das mal loswerden. Hab nach ewig langem Rumstehen jetzt echt wieder angefangen, joggen zu gehen. So zwei, dreimal die Woche, step by step. Fühlt sich gut an, echt. Der Körper gewöhnt sich wieder dran, ich merk das. Aber gestern, beim Laufen, da kamen die Gedanken hoch. So die ganz alten, weißte? Wo ich noch richtig tief drin war. Diese Energie, die man da hatte, dieses Gefühl von Unbesiegbarkeit. Auch wenn man sich dann danach komplett zerlegt hat, naja.
Ich frag mich halt, ob das normal ist, dass diese Gedanken so zurückkommen, auch wenn man eigentlich erfolgreich clean ist? Das ist jetzt ja auch schon ein gutes Jahr her, seit ich die Therapie beendet hab. Dieses Gefühl von damals, das ist echt krass, aber ich will das nicht mehr. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht, dass die Erinnerung an den Rausch wieder hochkommt, wenn man wieder was tut, was früher damit verbunden war? Muss ich mir Sorgen machen, oder ist das Teil vom Heilungsprozess?
1 Antworten
tom_haftentvor 1 Std.
Ja, das mit den “alten Dämonen” beim Sport kommt mir echt bekannt vor. Bei mir war das bei den ersten Laufstrecken in der Übergangseinrichtung, weil das Herzrasen und das krasse „Kick‑Feeling“ aus der Zeit vor der Substitution plötzlich wieder aufkamen. Ich hab dann gemerkt, dass das nicht unbedingt ein Warnsignal ist, sondern eher ein Reflex aus der Sucht‑Phase, der bei bestimmten Reizen abfährt. Wichtig ist, den Moment zu beobachten und nicht gleich in alte Muster zu fallen – ich hab mir einfach kurz gesagt, dass das nur ein Gedanke ist, nicht ein Auftrag. Auch wenn ich jetzt seit 128 Tagen clean bin, kriege ich manchmal beim Aufstehen sofort das alte „Mach‑es‑jetzt‑schnell‑wie‑vorher“ im Kopf. Wenn du das merkst, halt kurz inne, atme tief und lenk deine Aufmerksamkeit bewusst aufs Atmen oder die Umgebung. Das hat mir geholfen, die Gedanken zu neutralisieren, ohne dass sie wieder die Kontrolle übernehmen. Und ja, das ist irgendwie normal, gerade wenn du wieder etwas machst, das früher Teil des Konsums war. Was du gerade erlebst, ist kein Grund zur Panik, eher ein Hinweis, dass dein Gehirn noch nachzieht. Halte dran, weiterlaufen, aber mit dem mentalen Check‑In. ❤️
Endlich wieder Sport – und die alten Dämonen
Von patrick_meth · · 1 Antworten · 1 Reaktionen
Leute, muss das mal loswerden. Hab nach ewig langem Rumstehen jetzt echt wieder angefangen, joggen zu gehen. So zwei, dreimal die Woche, step by step. Fühlt sich gut an, echt. Der Körper gewöhnt sich wieder dran, ich merk das. Aber gestern, beim Laufen, da kamen die Gedanken hoch. So die ganz alten, weißte? Wo ich noch richtig tief drin war. Diese Energie, die man da hatte, dieses Gefühl von Unbesiegbarkeit. Auch wenn man sich dann danach komplett zerlegt hat, naja.
Ich frag mich halt, ob das normal ist, dass diese Gedanken so zurückkommen, auch wenn man eigentlich erfolgreich clean ist? Das ist jetzt ja auch schon ein gutes Jahr her, seit ich die Therapie beendet hab. Dieses Gefühl von damals, das ist echt krass, aber ich will das nicht mehr. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht, dass die Erinnerung an den Rausch wieder hochkommt, wenn man wieder was tut, was früher damit verbunden war? Muss ich mir Sorgen machen, oder ist das Teil vom Heilungsprozess?
1 Antworten
tom_haftent ·
Ja, das mit den “alten Dämonen” beim Sport kommt mir echt bekannt vor. Bei mir war das bei den ersten Laufstrecken in der Übergangseinrichtung, weil das Herzrasen und das krasse „Kick‑Feeling“ aus der Zeit vor der Substitution plötzlich wieder aufkamen. Ich hab dann gemerkt, dass das nicht unbedingt ein Warnsignal ist, sondern eher ein Reflex aus der Sucht‑Phase, der bei bestimmten Reizen abfährt. Wichtig ist, den Moment zu beobachten und nicht gleich in alte Muster zu fallen – ich hab mir einfach kurz gesagt, dass das nur ein Gedanke ist, nicht ein Auftrag. Auch wenn ich jetzt seit 128 Tagen clean bin, kriege ich manchmal beim Aufstehen sofort das alte „Mach‑es‑jetzt‑schnell‑wie‑vorher“ im Kopf. Wenn du das merkst, halt kurz inne, atme tief und lenk deine Aufmerksamkeit bewusst aufs Atmen oder die Umgebung. Das hat mir geholfen, die Gedanken zu neutralisieren, ohne dass sie wieder die Kontrolle übernehmen. Und ja, das ist irgendwie normal, gerade wenn du wieder etwas machst, das früher Teil des Konsums war. Was du gerade erlebst, ist kein Grund zur Panik, eher ein Hinweis, dass dein Gehirn noch nachzieht. Halte dran, weiterlaufen, aber mit dem mentalen Check‑In. ❤️