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Wurde mir das Essen plötzlich nur noch zur Angst geworden

Ich sitze heute in meinem kleinen Wohnzimmer, die Alpenopern auf dem Stummgerät laufen und die Sonne versucht, durch die Vorhänge zu brechen. Ich habe 13 Tage ohne Alkohol lang gehalten, und doch kommt die letzte Woche anders vor. Früher war das Essen, besonders Brot und Käse, mein Zufluchtsort – dieser kleine Moment, in dem ich mich fühlt, als ob ich etwas kontrolliere. Jetzt, ohne die beruhigende Wirkung des Whiskys, mirst das Brot nicht mehr so an. Es ist, als ob jeder Biss ein bisschen Zwang mit sich bringt. Ich erinnere mich an ein Interview, das ich als Journalist für die Tageszeitung über Essstörungen gemacht habe. Der Protagonist, ein junger Mann, der sich immer wieder gegen den Applaus der Gesellschaft gestellt hat, stürzte eines Tages in die Küche, um sich zu verstecken, als die Schüssel mit Pommes kocht. Ich fragte ihn: „Gibt es ein größeres Problem?“. Er antwortete: „Ja, die Angst, wenn ich nicht weiß, wie viel ich essen darf.“ Ich frage mich, ob das mein neuer Konflikt ist: Ein ständiges Zählen von Kalorien, ein Vergleich von Sorten, ein Rausch an Anspannung, wenn ich einen Apfel sehe. Warum ist das Essen plötzlich ein Bühne für meine Unsicherheit? Ich habe das Gefühl, zwischen beiden Extremen zu balancieren: der Rausch des Alkohol und das neue Rausch, das in jeder Portion sitzt. Nichts hilft mehr, sondern jedes Mal lerne ich ein bisschen mehr, was ich wirklich brauche – vielleicht nach dem nächsten Mahl nicht mehr. Wer hat das gleiche Gefühl? Und wie schafft ihr euch den Weg zurück, wenn ihr euch in der Küche allein fühlt?
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